10 Star Wars Drehorte in Tunesien – Mos Espa, Lars Homestead, Hotel Sidi Driss & mehr

Tunesien fühlt sich an vielen Stellen ohnehin schon ein bisschen wie eine andere Welt an und genau deshalb wurde das Land zur perfekten Kulisse für Tatooine in Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung, Star Wars: II Angriff der Klonkrieger und Star Wars: Episode IV – Eine Neue Hoffnung.

Wir haben uns auf die Suche nach den bekanntesten und verstecktesten Star-Wars-Drehorten gemacht – von den legendären Kulissen rund um Mos Espa bis hin zu den eher unbekannten Spots auf Djerba. Dabei ging es nicht nur um die Filme, sondern vor allem um das Gefühl, plötzlich selbst mitten auf Tatooine zu stehen.

In diesem Beitrag zeigen wir euch die schönsten Star-Wars-Drehorte in Tunesien, geben euch Tipps zur Anfahrt und teilen unsere eigenen Erfahrungen vor Ort, die wir auf unseren Tunesien Roadtrips gemacht haben – inklusive kleiner Highlights, die man auf den ersten Blick leicht übersieht. Ob bekannte Filmkulisse oder versteckter Spot: Jeder dieser Orte hat seinen ganz eigenen Charme – und zusammen erzählen sie die Geschichte einer weit, weit entfernten Galaxis, die in Wirklichkeit gar nicht so weit weg ist.

Und mit diesem Link findet ihr alle Star Wars Orte direkt auf Google-Maps, die wir für euch gesammelt und entdeckt haben.

Ksar Hedada – Star Wars Drehort in Tunesien entdecken

Wenn man durch den Süden von Tunesien reist, fühlt sich eh schon alles surreal an. Genau dieses Gefühl hatten wir besonders stark im Ksar Hedada. Schon beim Ankommen fällt dieser Ort sofort ins Auge: ein altes Ksar, das sich mit seinen sandfarbenen Mauern fast nahtlos in die trockene Landschaft einfügt.

Früher diente das Ksar als Kornspeicher, ein Ort, an dem Familien ihre Vorräte in kleinen, übereinanderliegenden Kammern lagerten. Heute wurde die Anlage mit viel Liebe zum Detail wieder aufgebaut. Beim Herumlaufen hatten wir das Gefühl, als würden wir durch ein lebendiges Stück Geschichte gehen – jede Treppe, jede Nische erzählt irgendwie ihre eigene kleine Geschichte.

Was wir besonders spannend fanden: Ksar Hedada ist inzwischen auch ein Hotel. Man kann hier tatsächlich übernachten, mitten in dieser außergewöhnlichen Kulisse. Die Zimmer sind eher schlicht, aber genau das passt perfekt zum Charakter des Ortes. Es geht hier nicht um Luxus, sondern um die Atmosphäre – und davon gibt es mehr als genug. Gerade wenn die Sonne langsam untergeht und alles in warmes, goldenes Licht taucht, wirkt der ganze Ort unwirklich schön.

Vielleicht kam uns genau deshalb alles so vertraut vor, obwohl wir vorher noch nie hier waren. Kein Wunder – denn Ksar Hedada war Drehort für Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung.

Ksar Medenine – versteckter Star Wars Drehort mitten in der Stadt

Mitten im Trubel der Stadt Medenine liegt das Ksar Medenine – und genau das macht diesen Ort irgendwie besonders. Anders als viele andere Ksars befindet es sich nicht abgelegen in der Wüste, sondern versteckt sich fast ein bisschen unscheinbar zwischen modernen Gebäuden. Wir mussten kurz suchen, bis wir es gefunden haben.

Dabei handelt es sich um ein eher kleines, ursprüngliches Ksar, das auch heute noch als Speicheranlage genutzt wird. Die Bauweise ist dabei ziemlich klar strukturiert: Auf der linken und rechten Seite reihen sich die Kornspeicher aneinander, teilweise mehrstöckig übereinander gebaut, wie wir es auch schon im Ksar Hedada gesehen haben.

Weil alles immer noch in Benutzung ist, wirkt hier nichts wie ein reines „Freilichtmuseum“ sondern ist ein authentisches Stück Tunesien.

Diese Mischung macht den Ort so interessant. Einerseits spürt man die Geschichte in jeder Ecke, andererseits ist da dieses ganz normale, alltägliche Leben drumherum. Es fühlt sich weniger wie eine Sehenswürdigkeit an, sondern eher wie ein Ort, den man zufällig entdeckt.

Und obwohl Ksar Medenine so unscheinbar wirkt, hat es einen Platz in der Filmgeschichte: Teile von Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung wurden auch hier gedreht. Genau hier verabschiedete sich Anikan von seiner Mutter.

Ein Ort, den man leicht übersehen kann – der sich aber definitiv lohnt, wenn man ihn einmal gefunden hat.

Sidi Driss – Das echte Lars Homestead Hotel aus Star Wars

Lars Homestead ist vielleicht einer der berühmtesten Drehorte, es ist auch bekannt als das Haus von Luke Skywalker. Doch der Innenbereich ist nicht mit dem Außenbereich verbunden, denn sie liegen ca. 270Km voneinander entfernt sind. Kommen wir zurück zu Sidi Driss. Wer hierher kommt, betritt ein charmantes, weiß getünchtes Trokloditen-Haus, das heute als Hotel und kleines Restaurant genutzt wird. Kaum tritt man ein, wird man sofort von der unverkennbaren Star-Wars-Melodie begrüßt und plötzlich fühlt man sich direkt mitten im Film.

Alles im Haus dreht sich um Star Wars. Von kleine Requisiten bis hin zu den dekorativen Elementen merkt man sofort, dass hier mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde und Besucher willkommen sind. Es ist ein bisschen, als würde man selbst einen Schritt in Luke Skywalkers Zuhause machen.

Wer ein richtig ruhiges Bild nur für sich haben möchte, braucht ein wenig Geduld – Sidi Driss ist sehr touristisch, und es kommt auf das Timing an. Doch wenn man Glück hat, steht man kurzzeitig alleine in den ikonischen Räumen und kann die besondere Atmosphäre in Ruhe genießen.

Trotz des Trubels hat Sidi Driss einen ganz eigenen Charme. Man kann durch die Räume schlendern, die Stimmung aufsaugen und immer wieder kleine Details entdecken, die das Gefühl eines echten Filmsets verstärken. Für Star-Wars-Fans ist es ein absolutes Highlight – und selbst für alle anderen ein faszinierender Ort voller Filmzauber.

Lars Homestead außen – Star Wars Drehort auf dem Chott el Jerid

Kurz hinter dem Ort Nefta liegt der Außenbereich von Lars Homestead mitten auf dem endlosen Salzsee Chott el Jerid – ein wirklich magischer Ort. Wir waren schon zwei Mal dort und hatten jedes Mal die ganze Szenerie für uns alleine, was das Erlebnis unglaublich besonders gemacht hat.

Wer selbst hinfahren möchte: Wenn man die Straße P3 Richtung algerische Grenze fährt, kommt man nach ca. 11 km von Nefta aus an einem Gebäude vorbei, das wie ein verlassenes Hotel aussieht. Einfach dort links abbiegen, die Schotterpiste über den Chott el Jerid nehmen und schon nach kurzer Zeit taucht das Lars Homestead auf. Schon von weitem erkennt man etwas Rundes am Horizont. Das ist das Haus von Luke.

Das Gelände selbst ist perfekt, um den Sonnenuntergang zu genießen: Die tief stehende Sonne bietet möglichkeiten für das Perfekte Sonnenuntergans Bild.  Wenn das Wetter mitspielt und es keinen Regen gibt, kann man sogar ins Innere der Kulisse gehen.

Die Lage auf dem Chott el Jerid macht das Lars Homestead zu einem der atmosphärischsten Star-Wars-Drehorte in Tunesien. Man steht quasi mitten in der Wüste, eigentlich aber auf dem ausgetrockneten Salzsee, und kann sich vorstellen, wie Luke Skywalker hier aufgewachsen ist. Gerade die Ruhe und Weite rundherum sorgen dafür, dass man den Ort wirklich auf sich wirken lassen kann. Doch hier in der Gegend gibt es noch mehr zu entdecken.

Mos Espa Tunesien – Das berühmte Star Wars Filmset auf Tatooine

Nicht weit vom Lars Homestead ist ein sehr bekannter Star Wars Drehort, Mos Espa. Mitten in der weiten Wüstenlandschaft gelegen, wirkt dieses Filmset wie direkt aus der Galaxis herausgelöst – auch wenn man schnell merkt, dass man hier nicht allein ist.

Mos Espa ist heute eine der bekanntesten und gleichzeitig touristischsten Star-Wars-Kulissen in Tunesien. Entsprechend belebt geht es hier zu: Kleine Stände, Händler und Souvenirverkäufer prägen das Bild und geben dem Ort fast schon einen Basar-Charakter. Das nimmt ein bisschen von der „verlassenen Filmkulisse“-Atmosphäre, macht den Besuch aber gleichzeitig auch lebendig und irgendwie besonders.

Die Anlage selbst ist eher überschaubar und nicht besonders groß. Gerade das sorgt aber dafür, dass man sich schnell orientieren kann und viele der bekannten Spots direkt wiedererkennt. Zwischen den sandfarbenen Gebäuden fühlt man sich sofort in bekannte Szenen versetzt.

Gedreht wurde hier unter anderem für Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung und Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger. Um genau zu sein war das das Sklavenviertel wo Anikan mit seiner Mutter lebten.

Ein Klassiker unter den Drehorten – vielleicht etwas überlaufen, aber definitiv ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Star Wars Felsformationen bei Mos Espa – Drehort der Jedi-Flucht

Direkt neben Mos Espa liegen die markanten Felsformationen, die im epischen „Duel of the Fates“-Abschnitt von Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung zu sehen sind, als Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi vor Darth Maul in ihrem Raumschiff fliehen. Die bizarren Sandsteinskulpturen wirken fast wie aus einer anderen Welt – kantig und surreal.

Star Wars Felsformationen bei Mos Espa
Star Wars Felsformationen bei Mos Espa

Die Nähe zu Mos Espa macht es einfach, beide Orte bei einem Besuch zu kombinieren. Anders als das belebte Filmset von Mos Espa ist dieser Bereich deutlich ruhiger – man kann die Felsen fast ganz für sich alleine erleben, was die ganze Szene noch magischer wirken lässt.

Wer ein bisschen Abenteuerlust mitbringt, kann zwischen den Skulpturen herumlaufen, die ungewöhnlichen Formen erkunden und sich vorstellen, wie die Jedi in ihrem Raumschiff hier starteten, um Darth Maul zu entkommen. Die Kombination aus wüstenweiter Landschaft, eigenartigen Felsen und dem Wissen um die legendäre Filmszene sorgt für einen echten „Wow“-Moment – ein kleines, verstecktes Highlight direkt neben einem der bekanntesten Drehorte Tunesiens.

Unser Tipp: Nach dem Mittagessen nach Mos Espa Fahren, danach noch zu den Felsformationen. Wer noch nicht genug hat fährt weiter zum Ong Jmel, dem Kamel-Felsen, der auch nur wenige Minuten entfernt ist. Als letzten Spot geht es zum Sonnenuntergang raus auf den Chott el Jerid zu Lars Homestead. So haben wir es gemacht. Geschlafen haben wir dann in Touzeur.

Sidi Bouhlel Canyon: Star Wars Drehort von Podrennen & Obi-Wan Szene

Einer der eindrucksvollsten Star-Wars-Drehorte in Tunesien ist der Sidi Bouhlel Canyon. Dieser markante Canyon mit seinen hohen, schroffen Felswänden diente in Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung als Kulisse für die berühmte Podracing-Szene, in der die Tusken-Räuber Anakin und die anderen Racer aus dem Hinterhalt angreifen. Doch die viel bekanntere Szene ist wo hier Luke, C3-PO und R2-D2 in Episode IV eine Neue Hoffnung auf Obi-Wan Kenobi Treffen.

Der Canyon liegt etwas abseits der klassischen Filmsets, ist von Mos Espa aber gut erreichbar. Die hohen, schmalen Wände vermitteln sofort das Gefühl, mitten in der Wüste von Tatooine zu stehen.

Wer den Canyon besuchen möchte, sollte ein bisschen Abenteuerlust mitbringen: Die Pfade sind sandig und nicht immer klar markiert, aber gerade das macht das Entdecken so spannend. Für Star-Wars-Fans ist der Sidi Bouhlel Canyon ein echtes Highlight – wild, eindrucksvoll und ein Ort, an dem man sich leicht in der Star Wars Welt wiederfindet.

Star Wars Drehorte auf Djerba – Die Originalschauplätze aus Episode IV

Auf der Insel Djerba verstecken sich gleich mehrere originale Star-Wars-Drehorte. Anders als die bekannten Spots aus den Prequels sind diese Orte deutlich unscheinbarer, fast schon „versteckt“ im Alltag.

Einer der bekanntesten ist die ehemalige Mos Eisley Cantina in Ajim. Das Gebäude, das als Außenkulisse für die legendäre Bar aus Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnug diente, steht heute noch – auch wenn es etwas in die Jahre gekommen ist.

Nicht weit davon entfernt liegt das kleine Haus, das als Unterkunft von Obi-Wan Kenobi genutzt wurde. Auch hier gilt: Ohne Vorwissen würde man vermutlich einfach daran vorbeifahren. Doch genau dieses Unauffällige macht den Reiz aus – es fühlt sich eher an wie ein zufälliger Fund als wie eine klassische Sehenswürdigkeit.

Ein weiteres Highlight ist die Sidi Jmour Moschee, die direkt an der Küste liegt. Weiß, schlicht und mit Blick aufs Meer wirkt sie fast schon friedlich – und gleichzeitig ein bisschen surreal, wenn man weiß, dass auch hier Szenen für Star Wars: Episode IV – A New Hope entstanden sind. Die Kombination aus Meer, Wind und dieser besonderen Architektur sorgt für eine ganz eigene Atmosphäre, die sich deutlich von den Wüsten-Drehorten unterscheidet.

Was alle drei Orte gemeinsam haben: Sie sind nicht überlaufen, nicht perfekt inszeniert und genau deshalb so authentisch. Man entdeckt sie eher, als dass man sie „besichtigt“ – und genau das macht Djerba zu einem echten Geheimtipp für Star-Wars-Fans. Die auch eine Reise in eine weit weit Entfernte Galaxis machen wollen.

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