Nach Lappland im Winter zu reisen ist ein echtes Abenteuer und wirklich perfekt für Familien mit Teenagern. Das Profil erfüllen wir absolut, also brauchte es keiner großen Überlegungen, diese Reise anzutreten.
Bei Travelbase wird eine, für uns perfekte Reise nach Lappland angeboten. Dies ist eine Reiseagentur, welche sich auf Abenteuer in der ganzen Welt spezialisiert hat. Die Buchung erfolgt einfach über die Website. Flüge können direkt mitgebucht, oder auch selbstständig individuell gebucht werden. Ebenso können neben den Standard-Programmpunkten auch weitere Aktivitäten je nach Interesse zur Buchung hinzugefügt werden. So erstellt man sich seine individuelle Reise nach den eigenen Wünschen.
Ob die tiefen Temperaturen auch etwas für kleine Kinder ist, muss jeder selbst entscheiden. Es gibt einige Aktivitäten, die man mit kleinen Kindern nicht machen kann, oder die nur eingeschränkt möglich sind. Daher ist aus unserer Sicht das Teenager-Alter perfekt für eine Lappland-Reise.
Die Flüge von Travelbase starten immer ab Düsseldorf mit Eurowings. Wir haben uns für einen Flug mit Finnair von Berlin über Helsinki entschieden. Da wir zwei Tage früher gestartet sind, hatten wir so noch etwas Zeit für einen Zwischenstopp in der finnischen Hauptstadt.
Welche Kleidung nehme ich mit? Die Packliste
Natürlich kommt nach der Buchung direkt die Frage, welche Kleidung man in Lappland im Winter braucht. Es sind etwa -20 Grad Celsius zu erwarten, wobei das Termometer auch mal unter die -30 Grad Marke fallen kann.


Wir haben sehr gut Erfahrungen mit der Taktik des Layering gemacht. Also das Zwiebelprinzip mit verschiedenen Lagen an Kleidung. Hier haben wir mal unsere Kleidungs-Schichten aufgelistet:
Oberkörper:
- Baselayer (aus Merino)
- Midlayer (dünnes atmungsaktives Shirt)
- Softshell-Jacke (windabweisende enge Jacke mit Kapuze)
- Daunen-Jacke
- Hardshelljacke (wasserdicht)
Unterkörper:
- Basalayer (aus Merino)
- Thermoleggins
- Softshell-Hose (windabweisend)
- Hardshell-Hose (wasserdicht)
Füße:
- Garmont Tower 3.0 Extreme
- Merinosocken 1x oder sogar 2x
Kopf:
- Merinomütze
- Kapuze aus der Softshell-Jacke
Wenn man so viele Sachen nicht für den Winter hat, dann gibt es auch in Lappland überall Thermo-Anzüge und auch dicke Winterschuhe zum ausleihen. Diese können auch direkt bei der Reise für die ganze Woche gebucht werden. Damit ist man dann auch sehr gut ausgestattet, aber eben nicht so flexibel, wie mit dem Zwiebelprinzip.
Unsere Ferienwohnung in einem Blockhaus in Levi
Nach der Ankunft bezogen wir eine sehr geräumige Ferienwohnung. Dies befand sich fußläufig zum Skihang, zum Skiverleih und zum Office für alle Aktivitäten (Snowmobile-Touren, Eisanglen usw.). Auch zwei Supermärkte und die kleine Innenstadt von Levi mit zahlreichen Läden war zu Fuß einfach erreichbar.
In der Ferienwohnung hatten wir zwei Schlafzimmer, eine große Wohnküche mit einem Essbereich. Dazu gab es einen Kamin und im Bad ganz typisch finnisch eine Sauna und ein ein Trocken-Schrank für nasse Handschuhe, Mützen oder sonstiges nach einem Tag im Schnee. Übrigens hatten wir auch eine Waschmaschine, was bei so einer Reise durchaus sehr nützlich sein kann um evtl. das Gepäck reduziert.



Durch die hier vorhandenen Küche, waren wir auch unabhängig von Restaurants und haben uns gerade Abends größtenteils selbst versorgt.
TIPP ZUM ESSEN IN LEVI: Wer doch mal etwas Essen gehen möchte: Wir empfehlen euch zum Mittagsbuffet ins Amillä zu gehen. Dort gibt es ein typisch finnisches All-You-Can-Eat Buffett für einen fairen Preis. Am Sonntag gibt es hier besonders leckere Sachen! Das ist also perfekt, wenn man garade in Levi angekommen ist, oder auch während einem Tag zwischen zwei Aktivitäten.
Eisfischen in Lappland
Es gibt viele coole Aktivitäten in Lappland, die man ausprobieren kann. Eine davon ist Eisangeln und damit starteten wir heute in den ersten Tag. Mit einem Kleinbus ging es ein paar Kilometer über die eisigen Straßen bis zu einem zugefrorenen See. Die Temperaturen sind seid Wochen weit unter 0 Grad Celsius, also sind hier in Finnland wirklich alle Seen gefroren und mit einer dicken Schneeschicht bedeckt.
Wir stapften auf den See mit den kleinen Eisangeln und einen großem Eisbohrer. Dann zeigte uns der Guide, wie das ganze funktioniert.

Mit dem Eisbohrer bohrten wir ein Loch in das über 60 cm dicke Eis. Das war nicht wirklich einfach. Dann wurde ein Köder an die Angel gehängt und dann hieß es Geduld haben. So richtig wollten die Fische aber bei uns nicht beißen. Doch dann… Melanie hatte einen Fisch gefangen. Wir probierten noch andere Stellen auf dem See und bohrten weitere Löcher. Es blieb aber der einzige Fisch für heute.




Der Guide machte in der Zwischenzeit ein kleines Feuer auf dem See. Er hatte heißen Beerentee, Marshmallows und Schokoladen-Kekse mit. Also machen wir über dem Feuer S´Mores und waren damit sehr happy. Dieser Snack über dem Feuer wird uns in den nächsten Tagen noch öfter begegnen.
Skifahren im Skiresort Levi
Am Nachmittag wollten wir dann endlich auf die Pisten vom Skiresort Levi. Wir hatten vor der Reise die Überlegung, ob wir denn wirklich genügend Ski-Tage bei der Lapland Travel Reise hinbekommen. Als wir dann den Zeitplan erhalten haben, wussten wir, es wird sehr viel Skizeit geben. Nur so viel: Wir standen jeden Tag auf der Piste!
TIPP FÜR SKIFAHRER & SNOWBOARDER: Es lohnt sich also für Skifahrer und Snowboarder ein Skipass für die komplette Woche. Den hatten wir auch und es war super! Die passende Ausrüstung kann man in Levi direkt am Zero Point an den Liftanlagen von Haupthang ausleihen. Und das Equipment und auch die Crew sind richtig gut. Die Ski wurden perfekt auf uns angepasst und wir sollten in den nächsten Tagen sehr viel Spaß damit haben.




Nun konnte es rauf auf die bis zu 45 Pistenkilometer gehen. Da es schon nachmittag war, dachten wir, die Pisten sind nun nicht mehr ganz so gut. Aber NEIN! Die Pisten waren auch um diese Zeit noch sehr gut. Der Schnee war perfekt für unsere Ski.
Wir fuhren dann etwa 3 Stunden bis nach dem Sonnenuntergang. Die kalten Temperaturen lassen es nicht unbedingt zu mehr als 2-3 Stunden auf der Piste unterwegs zu sein. Dann braucht man eine Pause oder eben eine andere Aktivität. Die meisten Lifte sind bis 18:00 Uhr geöffnet und einige sogar bis 19:00 Uhr. Die Pisten sind größtenteils beleuchtet, sodass man wirklich einen langen Skitag haben kann.
Eine Skitour in Levi
Ein neuer Tag und wir hatten heute wieder etwas mit Ski geplant. Aber dieses Mal wollten wir eine Skitour machen. Im Skiverleih Zero Point vom Skiresort Levi bekamen wir das passende Equipment und eine gute Einweisung. Denn Tourenski funktionieren einfach anders als Abfahrtski.




Tourenrouten im Levi Skiresort
Für uns ging es nun los hinauf auf den Berg. Die Skitourenroute R1 startet direkt hinter dem Skiverleih und führt hinauf zum Gipfel. Wir wollten aber „nur“ bis zum Panorama Restaurant. Die Technik ist nicht so schwer, aber es bedarf echt guter Ausdauer.


Nach etwa 1,5 Stunden erreichten wir das Panorama-Restaurant im Skigebiet. Nach einer kleinen Pause fuhren wir erst ein Stück Piste und dann durch den verschneiten Winterwald hinab ins Tal. Das Skiresort Levi ist wirklich ein sehr schönes Skigebiet um so eine Skitour als Familie zu machen. Es ist ungefährlich (keine Lawinen) und die Distanzen sind immer machbar. Also auch für Einsteiger eine sehr gute Sache.
Nordlichter auf der nächtlichen Snowmobil-Safari
Nachdem wir den Nachmittag dann wieder auf den Alpinski auf den Pisten verbrachten, ging es am Abend auf eine nächtliche Snowmobil-Tour. Dieses Abenteuer ist nicht fester Bestandteil von der Lapland Travel Reise, kann aber optional für eine extra Gebühr dazu gebucht werden.
Die Entscheidung für diese Tour viel bei uns zum Einen aufgrund dem Fahren mit diesen coolen Gefährten durch denn finnischen Winter und zum Anderen die Chance zu haben Nordlichter zu sehen.
Wir trafen uns mit dem Lapland Travel Guide für die Snowmobiltour im Office. Dort haben wir uns mit den oben genannten Thermoanzügen und mit passenden Helmen ausgestattet. Die Anzüge wären nicht zwingend notwendig gewesen wäre, aber wir wollten auf Nummer sicher gehen und nicht frieren.


Dann ging es nach einer kurzen Einweisungen zur Technik auch schon mit den Snowmobilen los. Es war 20 Uhr und schon lange dunkel. Die Gefährte waren aber alle beleuchtet, denn sie müssen für den Straßenverkehr zugelassen sein. Die Wege auf denen die Snowmobile fahren zählen zu den öffentlichen Straßen. Daher muss man Volljährig sein und einen Führerschein besitzen und dabei haben.
Wir fuhren nun über durch die Nacht erst einige Wege entlang durch den Wald und dann über einen großen zugefrorenen See mit bis zu 70 Km/h. Die Dinger waren schon flink unterwegs und es machte echt Spaß. Wir erreichten nach etwa 45 Minuten Fahrt ein kleines Tippi mit einem Feuer im Inneren. Hier wurden nun ganz typisch finnisch ein paar Würstchen gegrillt und Marshmallows mit Schokoladen-Keksen zu S´Mores zusammen gebaut. Dazu wieder warmen Beerentee.
Und draußen? Da leuchtete der Vollmond und bot eine herrliche Winterkulisse. In der Ferne waren dann auch tatsächlich ganz zarte Nordlichter zu erkennen. Wir blieben hier etwa eine Stunden und hatten gute Gespräche mit dem Guide. Dazu ging immer wieder der Blick in den Himmel nach den Nordlichtern.

Dann fuhren wir wieder zurück über eine andere Route und erreichten gegen späten Abend wieder den Startpunkt. Die Tour ist echt gut und wir können diese wirklich empfehlen. Es hat sich für uns gelohnt diese Tour dazu zu buchen.
Eine Schneeschuh-Wanderung mit Lapland Travel
Dieser Tag sollte heute mit einer Schneeschuh-Wanderung starten. Wir trafen uns am Morgen am vereinbarten Treffpunkt auf einem Parkplatz fußläufig zu unserem Ferienhaus. Dies war für uns nicht das erste Mal auf Schneeschuhen, von daher wussten wir, wie das funktioniert. Es wurde vor dem Start aber noch einmal allen erklärt, denn wir waren als Gruppe unterwegs.



Dann konnte es los gehen und wir starteten in die tief verschneiten Winterlandschaft von Lappland. Unsere Route führte den Berg Levi hinauf. Geführt wurden wir von einem Guide von Lapland Travel. Wir merkten schnell, dass wir die einzigen waren, die Erfahrungen im Schnee mit den Schneeschuhen hatten. Während der Rest der Gruppe auf dem ausgetretenen Wegen lieft, stapften wir durch den tiefen Schnee.
Wir hatten dabei Spaß die verschneiten Bäume zu schütteln und den Schnee gegenseitig auf uns Fallen zu lassen. Immer wieder genossen wir die Ausblicke über die verschneite herrliche Landschaft.


Wir erreichten einen steilen Hang und nun ging es mit den Schneeschuhen bergab. Das war nicht einfach durch den tiefen Schnee. Aber der Spaß war riesengroß.
Die Tour endete dann wieder am ursprünglichen Treffpunkt und wir wollten nun nochmal auf die Skipiste. Denn den Nachmittag hatten wir keine Aktivitäten geplant und konnten so die Zeit auf den Ski nutzen.
Aurora Tour mit Lapland Travel
Wer nach Lappland fährt, hat auf jeden Fall die Erwartungen Nordlichter zu sehen. Mit ein bisschen Glück hat man in Levi diese Gelegenheit. Aber man kann das Glück auch herausfordern. Wir haben so viele Abend- und Nacht-Touren in Levi mit Lapland Travel geplant, wie es nur geht, sodass unsere Chancen hoch sind, Nordlichter zu entdecken.
Diese Aurora Tour ist fester Bestandteil der Lapland Travel Reise und muss nicht extra gebucht werden. Mit einem Shuttle und den Guides von Lapland Travel ging es etwa 15 Minuten auf den verschneiten Straßen von Finnland bis zu einem See. Am Ufer stand eine kleine Hütte mit einem wärmenden Feuer im Inneren.
Wir liefen aber direkt auf das verschneite Eis des Sees, denn wir haben direkt zarte Nordlichter entdeckt. Während andere aus der Gruppe direkt in der Hütte verschwanden, hatten wir dann wirklich gute Nordlichter vor und über uns. Die Kameras liefen und wir konnten so einige wunderschöne Bilder mit den Nordlichtern mitbringen.
Nordlichter sind oft ein leichter Schleier am Himmel und werden von vielen Menschen übersehen oder als Wolken erkannt. Aber es gibt ein paar Tricks, wie man diese tollen Bilder mit den satten Farben hinbekommt. Was ihr dafür machen müsst, haben wir hier in einem extra Artikel über das Fotografieren von Nordlichtern nochmal erklärt.




Wir waren an dem Abend glücklich, während andere aus unserer Lapland Taravel Gruppe die Nordlichter verpasst haben, da sie nur in der Hütte saßen. Ihr müsst wirklich raus gehen, etwas Geduld haben und die Kamera (egal ob Proficam oder am Telefon) passend eingestellt haben.
Gegen 23:00 Uhr kamen wir wieder an unserem Ferienhaus an und fielen nach diesem Tag erschöpft ins Bett.
Skilanglauf in Levi im Skating-Stil
Auch heute wollten wir mit Ski unterwegs sein und hatten den Vormittag frei. So haben wir uns aber heute für eine Skilanglauf-Tour entschieden. Das Equipment gab es wieder im Skiverleih im Levi Skiresort. Direkt hinter dem Zero Point starten die Loipen für Langläufer.
In Levi gibt es bis zu 230 Loipenkilometer. Die verschiedenen Skigebiete in der Region sind miteinander verbunden und damit sind sogar bis zu 1000 Kilometer an Loipen möglich. Das kann doch keine schaffen! Aber so besteht die Möglichkeit für mehrtägige Touren durch Lappland.




Für uns war aber eine kleinere Route geplant. Wir hatten nur den Vormittag und es war schon einige Zeit her, dass wir auf Langlaufski standen. Aber nach einigen Metern fanden wir wieder recht gut hinein und dann fuhr es sich auch ganz gut auf den perfekten Langlaufwegen hier in und um Levi. Gegen Mittag kamen wir dann wieder zurück und tauschten die Langlaufski gegen unsere Garmont-Winterschuhe.
Schneemobil-Tour mit Lapland Travel
Am Nachmittag stand eine Snowmobil-Tour auf dem Programm. Diese gehört zur Lapland Travel Reise fest dazu. Wir trafen uns wieder am Office des Anbieters der Tour und nahmen wieder die riesigen Thermoanzüge. Wir bekamen wieder passende Helme in die Hand gedrückt und dann konnte es auch los gehen.
Unsere Gruppe war dieses Mal etwas größer und es gab wieder eine ausführliche Einweisung für die Tour. Dann starteten wir, aber auf eine andere Strecke als bei der nächtlichen Tour. Wir fuhren erst eine Stück durch den Ort und dann wieder über einen großen gefrorenen See. Immer die Snowmobiltracks entlang. Es gibt sogar Verkehrszeichen auf den Tracks mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und Vorfahrtsschildern.
Nach etwa 40 Minuten auf den Schneeflitzern machten wir auf einer großen Fläche eine Pause. Es gab ein paar Kekse und einen heißen Tee. Nach etwa 15 Minuten fuhren wir eine andere Route auch wieder zurück. Die Tour dauerte insgesamt etwa 2 Stunden und hat wirklich Spaß gemacht. Es gehört hier zu eine Reise nach Lappland einfach dazu.



Am Nachmittag hatten wir wieder etwas Zeit um nochmal die Ski zu schnappen und nochmal 2 Stunden auf die Skipisten zu gehen. Wir fuhren bis zur letzten Liftfahrt und gingen dann nach Hause. Es wartete die wärmende Sauna auf uns.
Mit den Schlittenhunden durch Lappland
Den Morgen ließen wir sehr entspannt angehen. Wir frühstückten zu Hause und liefen dann durch die Fußgängerzone hinüber zum Café im Zero Point, wo es neben dem guten Kaffee auch leckere Zimtschnecken gibt. Da gab es ein zweites Frühstück.
Mit einem Kleinbus fuhren wir dann am Vormittag etwas aus dem Ort hinaus zu einer Husky-Farm. Eine Hundeschlitten-Tour stand auf dem Programm. Wenn man an Lappland im Winter denkt, hat man sofort das romantische Bild einer Hundeschlitten-Fahrt vor Augen. Auch wir hatten dies und haben uns sehr gefreut, dass bei der Laplandtravel-Reise so eine Tour fest eingeplant ist.
Wir kennen aber auch die Bedenken, die es bezüglich dieser Touristentouren gibt. Hundeschlitten-Fahrten und die Husky-Farmen sind ein Geschäft. Daher waren wir sehr skeptisch. Wir konnten aber all unsere Fragen stellen und haben für uns auch gute Antworten von den Verantwortlichen erhalten.





So wird hier auf ausreichend Ruhepausen für die Hunde geachtet, sodass es zu keinen Überlastungen kommt. Ältere Hunde, die nicht mehr fahren, bleiben dennoch in dem Rudel und verbringen so ihre „Rente“. Ähnliches schilderten auch andere Touristen im Netz. Wir können dennoch nicht zu 100% sagen, dass hier alles gut läuft. Wir vertrauen darauf, dass Lapland Travel und die Anbieter die Kontrollen durchführen. Stellt Fragen, haltet Augen offen und genießt die Abenteuer. Zertifizierungen wie Green Key sind ein zusätzlicher Hinweis auf Qualität und Nachhaltigkeit.
Wir starteten nach einer kurzen Einweisung mit der Fahrt durch das Winterwunderland Lappland. Die Hunde hatten auf jeden Fall sichtlich Spaß zu laufen und die Schlitten zu ziehen. Und wir hatten letztendlich auch sehr viel Spaß bei der Tour. Jeder von uns durfte mal fahren, es waren keine besonderen Kenntnisse nötig. Und das war auch gut so, denn im Schlitten wurde es schnell kalt. Also war es gut auch mal den Schlitten zu führen.


Etwa 10 Kilometer war die Runde, die wir gefahren sind. Im Anschluss wurde uns auch nochmal einiges zu den Hunden und der Haltung erklärt. Man merkt, dass man Vertrauen schaffen will und vermutlich auch muss.
Am Nachmittag waren wir wieder zurück am Berg Levi und haben uns wieder auf die Pisten gewagt. Diese waren auch wieder hervorragend und wir fuhren bis zum Sonnenuntergang.
Unglaubliche Nordlichter auf dem Berg Levi
Am Abend schlug dann unsere Nordlichter-App Alarm. Die App heißt übrigens Polarlicht-Vorhersage und funktioniert sogar in Deutschland. Wir überlegten dann kurz, wo wir die Aurora wohl am besten sehen konnten. Der erste Gedanke war einer der vielen Seen. Dann kamen wir aber auf die Idee mit der Gondelbahn hinter dem Zero Point hinauf zu fahren. Diese ist von 18 bis 23 Uhr kostenlos nutzbar, da oben ein Hotel steht und es dort auch Restaurants gibt. Zudem hatten wir ja noch unsere Skipässe.
Also sind wir hoch gefahren und dann von dort aus noch etwa 1,5 Kilometer am Rand der Skipisten entlang den Berg Levi hinauf gelaufen. Kurz bevor die Bäume endeten suchten wir uns einen guten Platz abseits der Skipisten. Denn hier fahren Nachts die Pistenraupen und das kann durchaus gefährlich werden.
Etwa zwei Stunden waren wir hier oben und wir haben einiges an Geduld bewiesen. Aber was wir während der Zeit am Himmel gesehen haben, einfach nur Wahnsinn. Die Nordlichter waren heute Nach wirklich richtig groß am ganzen Himmel verteilt. Um uns war es recht dunkel und wir sahen die riesige grüne Aurora über uns leuchten und wabern. Die Gefühle das zu sehen, waren überwältigend und wir freuten uns alle total.

Hinunter ging es für uns dann auch nur, weil uns langsam kalt wurde. Es war heute fast -25 Grad in der Nacht. Die Seilbahn fuhr noch und so ging es mit einem breiten Grinsen nach Hause ins Bettchen.
Einen letzten Skitag in Levi
Unseren letzten Tag in Lappland hatten wir frei und konnten diesen komplett selbst gestalten. Natürlich wollten wir früh nach dem Frühstück direkt auf die Skipiste. Der Skipass sollte sich doch lohnen. Rückblickend können wir sagen, dass ein Skipass für die ganze Zeit (6 Tage) sehr empfehlenswert ist. Wir waren jeden Tag auf den Hängen des Berg Levi unterwegs.
Heute starteten wir also früh und fuhren so lange bis wir kalte Füße bekamen. Die kalten Füße hatten wir hier in Levi aber nicht von den Steilen Hängen, sondern wirklich von er Kälte. Im Skigebiet Levi findet man viele blaue und rote Pisten. Es gibt aber auch schwarze Pisten. Gerade die Weltcup-Abfahrt hat es durchaus in sich und ist wirklich nur für „Könner“ ausgewiesen. Wir sind dort auch hinunter.



Zudem gibt es in Levi an mehreren Orten große Rampen, Kicker und Rails für wagemutige Skifahrer und Snowboarder. Die Snowparks sind richtig gut und es macht Spaß den Pros hier zuzuschauen. Auch Flo und Ben hüpften über die ein oder anderen Rampe. Aber noch lieber fuhren die beiden etwas abseits der Piste durch den Wald. Was hier am Berg Levi auch an einigen Stellen möglich ist.
Nach etwa 3 Stunden hatten wir dann die besagten kalten Füße. Wir kehrten in eine Hütte ein. Hier war alles sehr entspannt und man hatte nicht den Trubel und die laute Musik wie in den Alpen. Alles etwas chilliger bei den Finnen!
Am Nachmittag fuhren wir nochmal etwa 2 Stunden und mehr ging für uns aber nicht. Wir hatten eine mega Zeit und können Skifahren in Lappland jedem nur empfehlen. Die Skipisten sind bis in den Abend hinein sehr gut und lassen sich hervorragend befahren. Die Wartezeiten an den Liften sind gleich null und es gibt auf den bis zu 45 Pistenkilometern eine große Auswahl. Hier findet jeder wirklich seinen passenden Abschnitt.


Eine echte Besonderheit in Finnland, sind die Holzhütten, die überall im Skigebiet verteilt sind. Diese runden Häuschen habe oben etwas geöffneten Dach. In der Mitte dieser Hütten brennt ein Feuer und vor den Hütten liegen große Stapel Feuerholz. Die Finnen treffen sich hier und grillen Würstchen und Marshmellows und wärmen sich wieder auf.
Auf Schlittschuhen durch den Lovimainas Arctic Forest Ice Skating
Unsere letzte Aktivität in Lappland sollte nochmal ein richtiges Highlight werden. Wir wurden am Abend von einem Shuttle abgeholt. Dieser fuhr uns ein kleines Stück raus aus dem Ort zu einem verschneitem Waldstück. Dort gab es den Iceskating Forest Levi. Hier wurde eine ein Kilometer lange Eisbahn durch den verschneiten Wald errichtet. Wundervoll beleuchtet, sah das total verträumt aus.
Schlittschuhe gibt es hier in verschiedenen Größen zum Ausleihen. Dafür muss man nicht extra bezahlen. Dazu gibt es warmen Tee und einige kleine Snacks, die im Preis bei der Tour auch inklusive sind. Wir bekamen die passenden Schlittschuhe und schon konnte es los gehen. In einer traumhaften Kulisse konnten wir unser Eislauf-Skills auspacken. Besonders Flo und Ben konnten das als ehemalige Eishockeyspieler natürlich sehr gut.
Es gibt zwei Runden, eine kleine einfache Runde und eine größere Runde, die etwas schwieriger war. Die Schwierigkeit kam durch kleine Wellen im Eis zu Stande. Für uns aber kein Problem. Für all diejenigen, die noch nicht so gut Eislaufen können, gibt es auch Lauflernhilfen oder einen Eisschlitten, mit dem man auch ohne Schlittschuhe hier auf dem Eis Spaß haben kann.





Nach etwa 1,5 Stunden wurde uns aber bei mehr als -20 Grad dann doch langsam kalt, trotz viel Bewegung. Aber es war ein wunderschöner Abschluss unserer Lapplandreise. Morgen geht es dann mit dem Flieger wieder nach Hause.
Lappland im Winter – ein Familienabenteuer, das bleibt
Abschließend bleibt für uns vor allem eines: Diese Reise mit Lapland Travel dem Konzept von Travelbase war weit mehr als nur ein klassischer Winterurlaub – sie war eine perfekt abgestimmte Mischung aus Abenteuer, Komfort und individueller Freiheit.
Das absolute Highlight unserer Reise lässt sich dabei gar nicht auf einen einzelnen Moment reduzieren: Es war die Kombination aus all den intensiven Erlebnissen. Die magischen Nordlichter, die uns mehrfach in Staunen versetzt haben, die rasanten Fahrten mit dem Snowmobil durch die verschneite Wildnis, die Stille beim Schneeschuhwandern und die pure Freude auf perfekt präparierten Pisten in Levi. Genau diese Vielfalt macht den besonderen Reiz von Lappland aus – und wird durch das durchdachte Konzept der Reise erst richtig erlebbar.
Besonders hervorheben möchten wir den Service und die Organisation von Lapland Travel: Alles war hervorragend vorbereitet, die Guides waren kompetent, herzlich und jederzeit ansprechbar. Gleichzeitig hatten wir nie das Gefühl, in ein starres Programm gepresst zu sein. Im Gegenteil – die Möglichkeit, Aktivitäten flexibel dazu zu buchen, eigene Schwerpunkte zu setzen und den Tagesablauf individuell zu gestalten, macht diese Reiseform so besonders. Jeder kann sich hier sein persönliches Lappland-Abenteuer zusammenstellen – egal ob mehr Action, mehr Entspannung oder eine Mischung aus beidem.

Unsere Empfehlung für künftige Lapland Travel Reisende:
Wer mit dem Gedanken spielt, nach Lappland zu reisen, sollte diese Art von organisiertem, aber dennoch flexiblem Reisekonzept unbedingt in Betracht ziehen. Gerade für Familien mit Teenagern ist es ideal, da für jeden etwas dabei ist. Plant genügend Zeit für Outdoor-Aktivitäten ein, seid offen für Neues – und vor allem: Geht raus in die Natur, auch wenn es kalt ist. Die schönsten Momente warten oft genau dort.
Und vielleicht der wichtigste Tipp: Versucht nicht, alles „abzuhaken“. Lasst euch auf die Erlebnisse ein, genießt die Ruhe, die Weite und diese ganz besondere Atmosphäre. Denn genau das sind die Erinnerungen, die bleiben.
Für uns steht fest: Lappland hat uns verzaubert – und wir würden diese Reise jederzeit wieder genau so machen.
