Grand Canyon in Arizona mit Kindern erleben – unsere Highlights als Familie am South Rim inklusive Helikopterflug

Der Grand Canyon in Arizona gehört zu den absoluten Highlights einer USA-Reise und stand schon lange ganz oben auf unserer Wunschliste. Die gewaltige Schlucht, die sich über Jahrmillionen in die Landschaft gegraben hat, lässt sich selbst auf Fotos kaum erfassen. Auf unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA führte uns der Weg schließlich zum berühmten South Rim, das als einer der schönsten Orte gilt, um den Grand Canyon zu erleben.

In diesem Beitrag nehmen wir euch mit zu unseren Eindrücken, Aussichtspunkten, besonderen Momenten und einem unvergesslichen Helikopterflug über den Grand Canyon.

Die Massig Lodge von Xanterra am South Rim des Grand Canyon

Am Nachmittag erreichten wir unsere Lodge von Xanterra, die wir vorab gebucht hatten. Von hier aus konnten wir viele Aussichtspunkte entlang des South Rim gut erreichen. Die Xanterra Lodge ist eine von mehreren Unterkünften direkt am Canyon und gemeinsam mit dem Hotel El Tovar, der Bright Angel Lodge, der Kachina Lodge, der Thunderbird Lodge und der Maswik Lodge bildet sie ein historisches Dorf am Grand Canyon, das eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlt.

Der erste Blick auf den Grand Canyon ist atemberaubend

Natürlich machten wir uns direkt auf den Weg zum South Rim, um unseren ersten Blick auf den Grand Canyon zu werfen. Es war wirklich beeindruckend, hier oben zu stehen und in diese riesige, farbenreiche Landschaft zu schauen. Einer der Aussichtspunkte, die wir besuchten, war der Grandview Point, der uns persönlich allerdings nicht ganz so gut gefallen hat wie andere Stellen am Rim. Der gesamte South Rim bietet jedoch unglaublich schöne Panoramen und jeder Blickwinkel ist auf seine Art besonders.

Am Abend schauten wir uns noch den Sonnenuntergang an, der den Canyon in warme Rot- und Orangetöne tauchte und einfach wunderschön war. Danach gingen wir zum Abendessen ins Restaurant des El Tovar Hotels und ließen den Tag dort gemütlich ausklingen.

El Tovar Hotels am Grand Canyon
El Tovar Hotels am Grand Canyon

Mit dem Helikopter von Papillon über den Grand Canyon

Der nächste Tag startete für uns besonders aufregend, denn wir hatten am Morgen einen Helikopterflug mit Papillon geplant. Voller Vorfreude fuhren wir zum Flugplatz und konnten dort bereits die Helikopter beim Starten und Landen beobachten. Die Aufregung stieg mit jeder Minute. Beim Check-in wurden wir gewogen, schauten uns anschließend ein Sicherheitsvideo an und wurden dann aufgerufen. Uns wurden Sitzplatznummern zugeteilt und schon ging es gemeinsam zum Hubschrauber, wo wir genau angeleitet wurden, wie wir einsteigen sollten.

Nach dem Start fragte der Pilot, ob alles in Ordnung sei, was wir alle mit einem begeisterten „Ja“ beantworteten. Zunächst flogen wir knapp über die Baumwipfel des Waldes, bevor wir uns langsam dem Rand des Canyons näherten. Der Moment, als wir über die Kante flogen und sich der Grand Canyon unter uns öffnete, war für uns alle unglaublich aufregend. Etwa 35 Minuten lang flogen wir über den Grand Canyon bis zum North Rim und wieder zurück.

Dieses Erlebnis war einfach unvergesslich und wir können euch einen solchen Helikopterflug wirklich von Herzen empfehlen. Das müsst ihr unbedingt machen!

Gesperrte Wanderwege am Grand Canyon im Sommer

Den restlichen Tag ließen wir es sehr entspannt angehen. Eine längere Wanderung war aufgrund der hohen Temperaturen leider nicht möglich. Eigentlich hätten wir sehr gerne eine Wanderung zum berühmten Ooh Aah Point gemacht, doch dieser Trail war im Sommer gesperrt. Solche Warn- und Hinweisschilder sollte man unbedingt ernst nehmen, denn bei der großen Hitze kann es im Grand Canyon sehr schnell gefährlich werden.

Wir haben uns daher bewusst daran gehalten und den Canyon an diesem Tag nur von den Aussichtspunkten aus bewundert. Besonders gut gefallen hat uns der Yaki Point, von dem aus wir einen weiten und beeindruckenden Blick in den Canyon hatten. Zum Hermits Rest haben wir es aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr geschafft, obwohl dort ein kostenloser Shuttlebus hinfährt.

Flo und Ben bei Mary Colter’s Lookout Studio am Grand Caynon
Flo und Ben bei Mary Colter’s Lookout Studio am Grand Caynon

Wir schlenderten aber gemütlich am Rim entlang. Dabei besuchten wir auch das Mary Colter’s Lookout Studio mit seinem kleinen, tollen Balkon und den zwei Fernrohren. Immer wieder konnten wir Tiere beobachten, darunter Elche, Wapitis, verschiedene Eichhörnchen und sogar Kondore. Besonders beeindruckend war, dass die Elche und Wapitis uns oft direkt gegenüberstanden und kaum Scheu zeigten.

Am Abend gingen wir zum Abendessen ins Big E Steakhouse & Saloon. Dort gab es klassische amerikanische Küche, die uns sehr gut geschmeckt hat und einen perfekten Abschluss für unseren Aufenthalt am Grand Canyon bildete.

Unsere Erfahrungen als Familie am Grand Canyon

Der Besuch am Grand Canyon war für uns eines der eindrucksvollsten Erlebnisse unserer Reise durch Arizona. Egal ob beim ersten Blick vom South Rim, beim Beobachten der Tierwelt oder aus der Luft während des Helikopterflugs – die Dimensionen und die Schönheit dieses Naturwunders haben uns immer wieder sprachlos gemacht.

Auch wenn nicht alle geplanten Wanderungen möglich waren, hat uns der Grand Canyon mit seiner Vielfalt und seinen Aussichtspunkten vollkommen begeistert. Wer eine Reise in den Südwesten der USA plant, sollte sich für den Grand Canyon ausreichend Zeit nehmen und die Natur mit Respekt behandeln – denn dieses einzigartige Naturwunder bleibt nur dann so beeindruckend, wenn wir sorgsam mit ihm umgehen.

Autor

  • Ich bin Thomas und schreibe seit vielen Jahren den Familien Reiseblog Fravely. Ich liebe es die Welt zu bereisen und mit meinen beiden Jungs Flo und Ben und meiner Frau Melanie wundervolle Abenteuer zu erleben.

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