Sidi Bou Said ist einer dieser Orte, die man nicht nur besucht, sondern erlebt. Wir waren in diesem malerischen Künstlerdorf unterwegs, welches östlich von Tunis direkt am Golf von Tunis liegt. Es sorgt mit seinen weiß-blauen Häusern für mediterranen Flair und hat spektakuläre Ausblicke auf das Meer. Von der tunesischen Hauptstadt aus ist Sidi Bou Said bequem mit dem Auto erreichbar und damit ein perfektes Ziel für einen Tagesausflug oder einen entspannten Zwischenstopp.
Zwar kann die Parkplatzsuche aufgrund der vielen Besucher etwas Geduld erfordern (einige Parkplätze sind auch kostenpflichtig), doch die Mühe lohnt sich. Da wir mit einem Fahrer und einem Guide von Bonheur Voyage unterwegs waren, wurden wir mit unserem Guide an einem Parkplatz abgesetzt und unser Fahrer konnte einen Parkplatz suchen, während wir die Küstenstadt erkundeten. Und kaum angekommen, taucht man in eine der schönsten und charmantesten Städte Tunesiens ein.

Bonheur Voyages ist eine erfahrene Reiseagentur aus Tunesien, die seit über 30 Jahren individuelle und authentische Reisen anbietet. Ob Sahara-Abenteuer, Küsten- oder Kulturtouren – jede Tour wird persönlich gestaltet, um unvergessliche Erlebnisse zu schaffen. Die Agentur legt besonderen Wert auf nachhaltigen Tourismus und Qualität, ist Travelife-zertifiziert und sorgt dafür, dass jede Reise ein echtes Highlight wird.
Die Geschichte von Sidi Bou Said – Sommerresidenz der Reichen
Die Geschichte von Sidi Bou Said ist eng mit der wohlhabenden Oberschicht von Tunis verbunden. Ursprünglich dienten die eleganten Häuser als Sommerresidenzen reicher Familien, die der Hitze der Hauptstadt entfliehen wollten. Die frische Meeresbrise vom Golf von Tunis und die erhöhte Lage machten den Ort schon früh zu einem begehrten Rückzugsort. Heute wird der Ort von vielen Touristen besucht, auch als wir abends da waren, waren viele Touristen da und versuchten die besten Fotospots zu suchen.
Bis heute prägt eine besondere Vorschrift das Stadtbild: Alle Häuser müssen weiß gestrichen sein, während Türen, Fensterläden und Gitter in einem intensiven Blau gehalten werden. Diese Regelung wurde bereits vor vielen Jahrzehnten gesetzlich festgelegt und gilt noch immer. Sie verleiht Sidi Bou Said seinen unverwechselbaren Charakter und macht die Stadt zu einem der fotogensten Orte Tunesiens. Auch für uns war das der Grund warum wir dahin mussten und ja, wir haben mal wieder sehr viele Bilder gemacht.
Auch wenn die Gebäude längst nicht mehr ausschließlich als Sommerhäuser der Reichen genutzt werden, ist das besondere Flair geblieben. Beim Schlendern durch die engen Gassen spürten wir immer noch dieses leichte, mediterrane Sommerfeeling – eine Mischung aus Geschichte, Kunst und entspanntem Lebensstil, die Sidi Bou Said so einzigartig macht.

Bambalouni – der süße Klassiker von Sidi Bou Said
Ein Besuch in Sidi Bou Said wäre nicht komplett ohne das legendäre Bambalouni. Dabei handelt es sich um ein frisch frittiertes Hefeteiggebäck, das außen knusprig und innen wunderbar fluffig ist – serviert ganz klassisch mit einer ordentlichen Portion Zucker. Gerade für Kinder und Teenager, aber auch für ältere Naschkatzen ist das ein absoluter Höhepunkt. Jeder, der nach Sidi Bou Said kommt, muss das probiert haben, wir natürlich auch. Es ist ein wenig wie eine Mischung aus einem Pfannkuchen und einem riesigen Donut.


Das wohl beste Bambalouni gibt es direkt im Herzen von Sidi Bou Said. Der kleine, unscheinbare Laden existiert bereits seit 1932 und ist kaum zu übersehen – spätestens dann nicht, wenn sich eine Schlange davor bildet. Der Duft von frisch frittiertem Teig liegt in der Luft und macht das Warten leicht.
Frisch aus dem Öl, noch warm und mit Zucker bestreut: Unser Fazit ist eindeutig – mega lecker! Bambalouni gehört einfach dazu und ist ein echtes Muss bei jedem Besuch in Sidi Bou Said. Ein kleiner Snack mit großer Wirkung, der bei der ganzen Familie garantiert gut ankommt.



Die schönsten Fotospots in Sidi Bou Said
Wer Sidi Bou Said bei Google oder auf Instagram sucht, stößt schnell auf unzählige Bilder – und erstaunlich oft stammen sie von denselben Spots. Kein Wunder, denn die Stadt bietet einige ikonische Orte, die einfach perfekt für Erinnerungsfotos sind.
Einer der bekanntesten ist das Café des Délices. Von hier aus genießt man bei einem traditionellen Minztee mit Pinienkernen einen traumhaften Blick über den Golf von Tunis. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Stimmung magisch: Das Meer leuchtet in warmen Farben und die typischen blauen Sonnenschirme machen das Panorama einfach unvergesslich.
Ein weiterer beliebter Fotospot ist die Treppe vor dem Café Kahoua El Alia. Die Kombination aus weißen Stufen, blauen Details und dem mediterranen Licht macht diesen Ort ideal für entspannte Urlaubsfotos – auch Teenager haben hier Spaß am Fotografieren.
Unser persönlicher Favorit ist jedoch die verzierte Tür in der Rue Taieb Mhiri, direkt neben der großen Straße. Geschmückt mit Blumen und typisch blau-weißen Elementen ist sie leicht zu finden und trotzdem weniger überlaufen. Für uns ist dieser Spot der schönste der drei – perfekt für besondere Fotos und ein kleines Stück Sidi Bou Said abseits der Massen.




Geheimtipp: Bizerte – blau-weiße Gassen ohne Touristenmassen
Wer das typisch blau-weiße Flair liebt, aber es etwas ruhiger mag, sollte unbedingt einen Abstecher nach Bizerte einplanen. Die Medina der Hafenstadt erinnert mit ihren weißen Häusern sowie den blauen Türen und Fensterläden stark an Sidi Bou Said – nur deutlich weniger touristisch. Mit Bonheur Voyages führte uns unsere Route durch diese bezaubernde kleine Stadt.
Besonders schön sind die engen, verwinkelten Gassen, die zum entspannten Schlendern einladen. Hinter jeder Ecke wartete ein neues Fotomotiv, sodass wir gefühlt nach jedem Schritt die Kamera wieder in der Hand hatten. Gerade mit Teenagern macht das Erkunden hier richtig Spaß, weil alles authentischer und nicht überlaufen wirkt.


Bizerte ist damit der perfekte Geheimtipp für alle, die das echte Tunesien erleben möchten – charmant, fotogen und angenehm entspannt.