Bootsschule1 – per App aufs Wasser – mein Weg zum Bootsführerschein

Der Gedanke, einen Bootsführerschein zu machen, hat mich ehrlich gesagt lange abgeschreckt. Viel Theorie, komplizierte Navigation, Knoten, Praxisstunden – das klang alles nach einem riesigen Aufwand. Aber gleichzeitig wollte ich schon immer alleine ein Boot fahren können und auch mal spontan raus aufs Meer, die Sonne und das Wasser genießen.

Genau deshalb habe ich mich schließlich doch dazu entschieden den Sportbootführerschein für See und Binnengewässer zu machen. Allerdings nicht bei irgendeiner Bootsschule, sondern bei der Bootsschule1. Denn diese gibt es deutschlandweit und kann bequem von zu Hause aus gemacht werden. Und zwar nicht mit online Theorie-Unterricht, sondern mit einer App. Wie genau diese App funktioniert und was die Bootsschule1 außerdem zu bieten hat, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Was gehört zum SBF See und zum SBF Binnen

Bootsführerscheine gibt es eine Menge. Sportboot, Segel, See und Binnen, Funk und so weiter. Ich wollte erstmal nur den einfachen Sportbootführerschein für Binnen und See machen. Denn in Berlin bietet sich Sportboot deutlich besser an als Segel. Eigentlich sind der SBF See und der SBF Binnen zwei einzelne Führerscheine, aber man kann sie auch gleichzeitig machen. Die Manöver sind ähnlich und die Fragen doppeln sich auch teilweise. Ein bisschen mehr Arbeit ist es trotzdem.

Bei der Prüfung muss man den Theorie- und den Praxisteil bestehen. Der Theorie-Teil besteht aus 30 Prüfungsfragen und einer Navigationsaufgabe, welche in 9 Teilaufgaben unterteilt ist.

Im praktischen Teil muss man natürlich das Boot fahren können. Dafür werden bestimmte Manöver getestete, die man vorher in Praxisstunden üben konnte. Wie genau dieser Praxisunterricht stattfindet erkläre ich später nochmal detaillierter. Außerdem werden Knoten abgefragt. Insgesamt gibt es 9 Knoten, die man können muss und dessen Verwendung man grob umreißen sollte.

All diese Abschnitte kann mit der App von Bootsschule1 üben, sodass man perfekt auf die Prüfung vorbereitet ist.

Die Anmeldung bei der Bootsschule1

Die Anmeldung war überraschend unkompliziert. Kein Papierkram-Marathon, kein Hin- und Her – ich habe mich einfach per E-Mail angemeldet. Kurz darauf bekam ich meinen persönlichen Zugangscode für die Lern-App.

Was mich direkt positiv überrascht hat: Man bekommt nicht nur den Zugang zur App, sondern auch ein richtiges Willkommenspaket nach Hause geschickt. Und das ist mehr als nur ein paar Unterlagen. Bei mir waren dabei:

  • Navigationsmaterialien (Seekarten, Geodreieck, Zirkel etc.)
  • Seile zum Üben der Knoten
  • Tauglichkeitsnachweis
Willkommenspaket Bootsschule1
Willkommenspaket Bootsschule1

So konnte ich auch die eher praktischen Aufgaben üben und musste mir nicht online irgendwelche Übungsaufgaben raussuchen.

App & Prüfungsvorbereitung ganz einfach von zu Hause aus

Der größte Teil lief für mich über die App – und genau hier merkt man, wie durchdacht das Ganze ist.

Ich habe mich direkt entschieden, sowohl den SBF See als auch den SBF Binnen zu machen – was übrigens gleichzeitig möglich ist. Die Inhalte sind klar in einzelne Abschnitte aufgeteilt, sodass man nie das Gefühl hat, erschlagen zu werden.

Was mir besonders geholfen hat:

  • Erklärvideos zu jedem Thema
    Egal ob Theorie, Navigation oder Knoten – alles wird Schritt für Schritt erklärt. Auch die App selbst wird am Anfang nochmal erklärt, sodass man sofort reinkommt. Sogar die einzelnen Navigationsaufgaben werden per Video erklärt und die Lösungen erläutert.
  • Original-Prüfungsfragen
    Nach jedem Abschnitt kommen direkt die echten Prüfungsfragen. Das heißt: Man lernt nicht „irgendwas“, sondern genau das, was später auch drankommt.
  • Verständliche Lösungen & Eselsbrücken
    Die Antworten werden nicht nur angezeigt, sondern wirklich erklärt. Oft sogar mit kleinen Tricks oder Eselsbrücken, die das Ganze deutlich leichter machen.

Ein paar Features fand ich besonders praktisch:

  • Navigationstraining und Knoten
    Die Navigationsaufgaben werden komplett erklärt – inklusive Rechenweg und Logik dahinter. Anfangs wirkte das kompliziert, aber durch die Videos wurde es ziemlich verständlich. Auch bei den Knoten gibt es Videos und Erklärungen, wann und warum man welchen Knoten benutzt, auch mit den Seilen aus dem Paket konnte ich direkt mitüben.
  • Smartmodus
    Mein persönliches Highlight. Hier werden alle Fragen in den einzelnen Abschnitten wiederholt – besonders die, die ich falsch hatte oder markiert habe. Wenn ich unsicher war, konnte ich direkt das passende Video nochmal anschauen. 
  • Prüfungssimulation
    Das gibt einem ein richtig gutes Gefühl für die echte Prüfung. Für SBF See und Binnen gibt es alle möglichen Fragekombinationen – insgesamt 15 verschiedene Bögen für See und nochmal 15 für Binnen. Man kann also wirklich realistisch üben, was drankommen könnte. Das Gleiche gibt es auch für Navigation. Theoretisch kann man einfach diese Prüfungsbögen ganz oft durchgehen und man wäre schon bereit für die Prüfung. Trotzdem ist es sinnvoll, sich die Videos anzuschauen. Vor allem, weil dort Zusammenhänge erklärt werden und so auch komplizierte Systeme klar werden.

Insgesamt hatte ich nie das Gefühl, planlos zu lernen – eher wie ein geführter Kurs, nur komplett flexibel und in meinem eigenen Tempo.

Der Weg zur Praxis und zur Prüfung 

Was ich an der Bootsschule1 besonders entspannt fand: Auch der Weg zur Prüfung wird komplett begleitet – wieder hauptsächlich über die App.

Alles wird Schritt für Schritt erklärt:

  1. Prüfungsstandort auswählen
  2. passenden Termin buchen
  3. Anmeldung abschließen

Nach ein paar Minuten habe ich von der Bootsschule1 direkt eine WhatsApp Nachricht erhalten. Hier wurde dann besprochen, welchen genauen Prüfungstermin ich machen will. Außerdem bekam ich Details zu der Prüfung, wann und wo diese stattfinden sollte. 

Wichtig zu wissen: Die Bootsschule1 selbst hat keine eigenen Boote oder Fahrlehrer. Stattdessen arbeiten sie mit lokalen Bootsschulen in ganz Deutschland zusammen. Nachdem ich meinen Termin gewählt hatte, wurde ich mit einer Bootsschule vor Ort verbunden. Dort habe ich dann meine Praxisstunden organisiert. Das lief ziemlich unkompliziert – einfach Termin abstimmen und los ging’s.

Allerdings fehlte noch die offizielle Anmeldung zur Prüfung. Doch auch das geht eigentlich ziemlich einfach. Mit der Auswahl des Prüfungstermins bekam ich kurz darauf eine Mail, in der alles nochmal step-by-step erklärt wurde. Im Anhang befanden sich auch die weiteren Prüfungsunterlagen. Dazu gehören der Prüfungsantrag selbst und bei Minderjährigen – wie bei mir – auch die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Außerdem muss man eine Gebühr an den Prüfungsausschuss zahlen, um bei der Prüfung teilnehmen zu können. 

Ich muss dazu sagen, dass ich den Termin, an dem die Unterlagen abgegeben werden sollten ein wenig verpasst habe. Denn als mir das wieder eingefallen war, saß ich bereits im Flieger nach Irland. Aber auch dafür hat die Bootsschule1 vorgesorgt. Es war am Ende kein so großes Problem, dass ich etwas spät mit dem Einreichen der Unterlagen war und ich konnte meinen Führerschein machen. Das sollte aber kein Anreiz sein, die Frist absichtlich zu verpassen. Damit das möglichst nicht passiert, sendet die Bootsschule1 über WhatsApp vor dem Ende der Frist eine Erinnerung über WhatsApp. 

Der Praxis-Unterricht ganz in der Nähe

Die nächste Bootsschule bei mir in der Nähe war die Bootsschule Berlin in Köpenick. Zusammen mit zwei anderen Prüflingen, stieg ich aufs Boot und es konnte losgehen.

Der Fahrlehrer vor Ort erklärte uns alle Manöver step-by-step, sodass auch nichts passieren konnte. Danach durften wir auch direkt ans Steuer und alles ausprobieren. Zu den Manövern gehören für die Binnen-Prüfung Aufstoppen, Wenden im engen Radius, einen Kurs setzen, Mensch über Bord, sowie Anlegen und Ablegen. Wer Binnen und See machen möchte, muss dazu noch nach Kompass fahren können und die Kreuzpeilung erklären können. Das klingt vielleicht erstmal ein bisschen kompliziert, aber keine Sorge: die Bootsschule1 erklärt in der App jedes Manöver und wie man es zu fahren hat und auch vor Ort wird das alles so oft geübt, bis es zu hundert Prozent sitzt, sodass auch nichts schiefgehen kann.

Der Kanu Trip

Es kann allerdings sein, dass die Manöver, die man machen muss, bei den einzelnen Bootsschulen vor Ort variieren. Deswegen musste ich teilweise andere Manöver fahren, als bei Bootsschule1 erklärt. Doch auch hier: es wird alles erklärt und man brauch sich keine Sorgen zu machen. 

Während dem Praxis-Unterricht wurden dazu auch ein paar Knoten abgefragt, ein bis zwei Schallzeichen und ein paar Schilder und Zeichen, denen wir auf der Fahrt begegnet sind. Nach etwa 3 Stunden auf dem Wasser fühlte ich mich bestens für die Prüfung vorbereitet. Zumindest im praktischen Teil.

Tag der Prüfung

Nun war es so weit: Die Prüfung stand an. Am letzten Abend und am Morgen vor der Prüfung legte ich nochmal einen kleinen Marathon hin, sodass ich mit einem möglichst gutem Gefühl in die Prüfung gehe. Ich hätte auch einfach vorher mehr Lernen können, aber ihr wisst ja selbst, wie das so sein kann, wenn man sich vornimmt zu lernen. 

Die Prüfung startete um 8 Uhr bei der Bootsschule in Köpenick. Insgesamt machten ca. 30 Leute ihre Prüfung an dem Tag und da nicht alle gleichzeitig geprüft werden können, wurden wir zuerst in Gruppen aufgeteilt. Ich sollte zuerst die Theorie machen. Wichtig hierbei: Wenn ihr Binnen und See macht, dann müsst ihr höchstwahrscheinlich zuerst die Fragen zu See und die Navigation machen. Wenn ihr versehentlich Binnen zuerst macht, bekommt ihr vielleicht den einen oder anderen Spruch ab. Ich spreche da aus Erfahrung. 

Nichtsdestotrotz habe ich die Theorie-Prüfung bestanden. Dadurch, dass ich bei Bootsschule1 die Fragen und auch die Prüfungsbögen immer wieder durchgehen konnte, war das also gar kein Problem. Jetzt fehlte nur noch die Praxis. 

Es kamen immer vier Leute aufs Boot. Zuerst wurden die Knoten abgefragt. War kein Problem. Zur Not wird da auch mal ein Auge zugedrückt. Jetzt die Manöver: Der Tipp, den wir im Praxis-Unterricht bekommen haben, war, alles ruhig und langsam zu machen. Lieber etwas langsamer, als dann hektisch werden. Genau das habe ich gemacht und so konnte ich nach etwa 15 Minuten auf dem Wasser stolz sagen, dass ich nun Besitzer eines Sportbootführerscheins für Binnen und See bin. 

Die Bootsschule1 – dein Begleiter auf dem Weg zum Bootsführerschein

Ich war von der Bootsschule1 sehr überzeugt. Jeder Schritt wurde begleitet und ich hatte nie das Gefühl, dass ich allein gelassen werde. Ich musste mich um fast nichts kümmern und konnte bis auf zwei Tage alles bequem von zu Hause aus machen. Theoretisch kann man den Führerschein in 1 bis 2 Wochen machen, wenn man sich intensiv damit beschäftigt. Oder man lässt sich, so wie ich, etwas mehr Zeit. Denn auch das geht, da das Abo bei der Bootsschule1 automatisch ein ganzes Jahr lang geht. 

Ich freue mich nun darauf, das erste Mal alleine ein Boot fahren zu können. Als nächstes könnte ich zum Beispiel einen Funkschein oder einen Segelschein machen. Auch das bietet die Bootsschule1 an. Jedoch bin ich erstmal mit dem Sportbootführerschein zufrieden. 

Autor

  • Flo.umdiewelt

    Ich bin Florian und liebe es in den Bergen unterwegs zu sein. Auf einem Berg zu stehen und über die Gipfel oder in die Ferne zu schauen ist das Größte für mich.

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