Einen Tag in Helsinki mit Maddalena von Maddabout Helsinki zu verbringen ist wirklich etwas für die ganze Familie. Wir nehmen euch hier mit auf einen kurzen Stopp in der finnischen Hauptstadt und zeigen euch, was man an einem Tag in Helsinki so alles kulinarisch erleben kann.
Helsinki hat uns vom ersten Moment an überrascht – mit seiner entspannten Atmosphäre, der Nähe zum Meer und der perfekten Mischung aus Design, Natur und Vielfältigkeit. Gerade für Familien ist Finnlands Hauptstadt ideal, denn viele Highlights lassen sich entspannt zu Fuß oder mit der Straßenbahn entdecken. Mit Foodtour, Sauna und -15 Grad Celsius.
Wir waren schon einmal ein Wochenende in Helsinki und hattan von damals noch sher gute Erinnerungen an die finnische Hauptstadt.

Schnell und Mobil in der Stadt
Tatsächlich kommt man in nur wenigen Stunden von Deutschland nach Helsinki. Von Berlin sowie von vielen weiteren Deutschen Stödten gehen jeden Tag Flieger von FinnAir nach Helsinki.
Am Flughafen von Helsinki angekommen, brauchten wir auch keinen Mietwagen. Denn zum Einen kann man die ganze Stadt zu Fuß, mit Fahrrädern oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln entdecken und zum Anderen dauert es nur 30 Minuten mit der Bahn vom Flughafen bis zum Hauptbahnhof.
Mit der App „HSL“ kann man problemlos online Tickets für den ÖPNV kaufen.
Hostel & Apartment Diana Park
Insgesamt waren wir einen Tag und zwei Nächte in Helsinki und haben diese im Hostel & Apartment Diana Park verbracht. Wir bezogen das neu eingerichtete Familienapartment. Hier gab es einen Schlafbereich mit Doppelbett, einem Einzelbett und dem Badezimmer. Im Wohnbereich gab es eine gemütliche Schlafcouch, Essbereich und eine voll eingerichtete Küche. Außerdem gab es in unserem Apartment eine Waschmaschine und sogar einen separaten Eingang.



Außerdem hat das Hotel Mehrbettzimmer für bis zu 8 Personen in Stockbetten. Diese Zimmer waren sehr funktionell und sehr farbenfroh eingerichtet. Das Hostel verfügt zusätzlich über eine Gemeinschaftsküche mit Kühlschranken, sowie einer Waschmaschine.
Das Hostel liegt sehr zentral in Helsinki. Bis zum Hauptbahnhof sind es zu Fuß nur 20 Minuten und zum Meer dauert es ebenfalls nur knapp 10 Minuten. Auch die nächsten Straßenbahnstationen sind nur wenige Minuten entfernt. Das ist gerade ohne Mietauto ideal und spart sehr viel Geld.
Sauna im Allas Pool
Wenn man schon in Helsinki unterwegs ist, dann darf natürlich Sauna und Eisbaden nicht fehlen. In der ganzen Stadt gibt es zahlreiche öffentliche Saunen. Wir haben die Saunen von Allas Pool getestet.
Allas Pool liegt direkt am Hafen von Helsinki. Im Winter ist sogar der Hafen zugefroren, weswegen man häufig einen Eisbrecher sieht, der versucht, das Fahrwasser für die Fähren und Schiffe frei zu machen. Wir fanden das schon sehr beeindruckend und hätten stundenlang aufs Wasser gucken können. Und das wollten wir auch machen. Nur nicht draußen im Kalten, sondern in den schön warmen Saunen.

Neben den Saunen und den Pools gibt es auch ein kleines Café und ein Restaurant mit Blick aufs Meer. Wir waren besonders früh dort, da es am Nachmittag und am Abend oft voll wird. Für uns war es zwar etwas gewöhnungsbedürftig gleich am morgen in die heißen Räume zu steigen, doch es lohnt sich auf jeden Fall, wenn man keine überfüllten Saunen haben möchte.
Insgesamt gibt es 5 verschiedene Saunen, wovon eine nur für Männer und eine nur für Frauen ist. Vor Ort kann man sich Handtücher ausleihen und jederzeit Wasser holen. Wichtig ist auch, dass es in den meisten öffentlichen Saunen eine Badehosen-Pflicht gibt. In Deutschland ist es ja oft üblich, auch öffentlich freischwingend zu saunieren. Bei den Skandinaviern ist das meistens – und so auch beim Allas Pool – nicht der Fall.



Eine weitere Tradition in Finnland ist das Eisbaden. Und natürlich gab es bei Allas auch ein Eisbad. Melanie und Ben trauten sich bis zur Hüfte ins Wasser und Flo war sogar bis zum Kopf im Eiskalten Wasser. Wir haben aber viele Menschen sehr entspannt dort rein und rausgehen sehen, wovon wir sehr beeindruckt waren. Für wen das eiskalte Wasser nichts ist, gibt es dafür ein Schwimmbecken mit etwa 25-30 Grad Temperatur. In diesem wird allerdings aktiv geschwommen, weswegen zur wirklichen Entspannung das andere, kleinere Becken am besten ist. Doch leider hat das kleine Becken nur im Sommer geöffnet.
Uns störte das jedoch recht wenig, da es in den Saunen sowieso am wärmsten war. Mit Blick aufs Meer und auf den Hafen von Helsinki konnten wir so unseren ersten Sonnenaufgang in Helsinki sehr warm genießen.
Foodtour mit Maddabout Helsinki
Nach der morgendlichen Sauna ging es für uns auf eine Foodtour. Wir waren vor zwei Jahren bereits ein Mal in Helsinki und haben damals eine Stadtführung mit Maddalena von Maddabout Helsinki gemacht. Da sie uns damals so ans Herz gewachsen ist, wollten wir auch dieses Mal eine Tour mit ihr machen. Die Stadt und die Geschichte der Stadt kannten wir noch vom letzten Mal. Deswegen machten wir keine Stadtführung, sondern eine Foodtour durch die kulinarischen Köstlichkeiten von Finnland und Helsinki.
Die Alte Markthalle – Vanha kauppahalli
Unser erster Halt war in der alten Markthalle Vanha kauppahalli direkt am Hafen. Hier starteten wir mit einem kleinen Fleisch-Snack. Es gab Bärensalami, Elchwurst, Rentierschinken und noch ein paar andere Fleischvarianten aus Finnland. Für viele ist der Gedanke Rentier oder Bär zu essen erstmal ein wenig befremdlich. Allerdings ist es Teil der finnischen Kultur und gehört dementsprechend dazu. Darüber hinaus ist Rentier-Fleisch das meist gegessene Fleisch in Finnland und das durchaus zurecht. Denn es schmeckt verdammt lecker!


Von der alten Markthalle liefen wir weiter bis wir in ein kleines Café kamen. In diesem Café wird lihapiirakka verkauft. lihapiirakka ist in einfachen Worten eine finnische Fleischpastete, die es heutzutage auch als vegetarische Variante gibt. Dabei wird eine Art Hefeteig-Teig frittiert und mit Hackfleisch gefüllt. Da wir nach der Sauna noch nicht viel gegessen haben, bestellten wir für jeden ein Eigenes und probierten die klassische und die vegetarische Variante. Beide waren sehr lecker und haben den Bauch sehr gut gefüllt. Jedoch sollte man nicht zu oft nach diesem Leckerbissen greifen, da es doch reichlich Kalorien hat.

Kulinarik in der Odi Bibliothek in Helsinki
Nach dieser Stärkung spazierten wir gemütlich durch die Stadt. Nach etwa 15 Minuten erreichten wir die große Odi Nationalbibliothek von Helsinki. Die Bibliothek ist eines der Wahrzeichen Helsinkis und zählt zu den modernsten Bibliotheken der Welt. Neben Büchern und Computer gibt es hier Meetingräume, Labore, 3D-Drucker, Gamingräume und sogar Musikstudios. Quasi alles, was das Herz begehrt. Auf dem obersten Stockwerk befindet sich ebenfalls ein kleines Café, wo bereits unser nächster Snack auf uns wartete: karelische Piroggen. Ein hart gebackener Teig, welcher oben offen und gefüllt mit einer Art Milchreis ist. Oben drauf kommt dann in der Regel Eiersalat und ein bisschen Obst und Salat.
Flo und Ben waren ein wenig überrascht, als wir reinbissen. Denn es war sehr herzhaft und nicht süß wie sie es erwartet haben. Trotzdem war es sehr lecker und wir waren ein bisschen traurig, dass die Piroggen nur so klein waren. Aber das war auch besser so, da die Foodtour noch lange nicht zu Ende war.



Die Hakaniemi Markthalle
Die nächsten und letzten beiden Stationen fanden wir an einem Fischstand in der Hakaniemi Markthalle. Maddalena arbeitet mit diesem Fischstand schon seit einigen Jahren zusammen, weswegen bereits fünf Fischplatten für uns bereit standen. Es gab Lachs, Hering, noch ein paar andere Fischsorten und sogar Kaviar. Das Ganze kam zusammen mit etwas Brot, Butter und einem kleinen Pilzsalat. Beim Reinbeißen wurde uns sehr schnelle klar, warum Maddalena mit diesem Laden zusammenarbeitet. Der Fisch war wirklich lecker!
Nach dem Fisch blieben wir direkt an diesem Stand. Und zwar für den süßen Abschluss. Denn jede gute Foodtour endet mit etwas süßem. Zum Nachtisch wurde uns Laskiaispulla serviert, was im Prinzip wie eine Art Berliner Pfannkuchen ist, nur dass die Kugel aufgeschnitten wurde und mit Marmelade und Schlagsahne gefüllt ist. Zu den finnischen Pfannkuchen kam Filterkaffee, welcher in Finnland sehr beliebt ist. Tatsächlich haben die Finnen mit vier Tassen am Tag den höchsten Kaffee-Konsum auf der ganzen Welt.



Es war gar nicht so leicht, die großen Kugeln zu essen. Aber wenn man es dann mal geschafft hat, reinzubeißen, war der Geschmack unglaublich gut! Bei der Kombination aus Schlagsahne, Marmelade und Teig kann man aber auch wenig falsch machen.



Abendessen im Meripaviljonki
Die Foodtour endete Nachmittag. Wir spazierten noch etwa eine Stunde weiter durch die Stadt. Die Zeit verging sehr schnellend als die Sonne unter ging, wurde es dann auch ziemlich schnell sehr kalt. So war wenig später für uns schon Zeit fürs Abendessen. Zum Glück waren wir von der Foodtour nicht zu vollgefuttert und wir hatten noch Platz im Bauch. Da Maddalena sich in Helsinki am besten auskennt und dementsprechend auch die besten Restaurants kennt, fragte wir einfach sie. Wir hatten Lust auf Fisch und dafür ist das Restaurant Meripaviljonki perfekt. Das Restaurant schwimmt auf dem Wasser in einer kleinen Bucht. Im Sommer hat man hier einen phänomenalen Blick auf den Sonnenuntergang. Der Winter dagegen zeigt sich abends natürlich dunkel, aber nicht weniger schön.
Im Restaurant zeigte Maddalena von Maddabout Helsinki uns noch ein bekanntes finnisches Gericht, was man ebenfalls sehr häufig in Finnland findet: nämlich Blinis. Blinis sind eine Art herzhafte Pancakes, die wie Brot mit verschiedenen Aufstrichen und Brotbelägen zusammen gegessen werden. In Finnland gibt es im Januar, Februar und März die Blini-Wochen. Warum konnte uns Maddalena auch nicht genau erklären. Es gilt als Wohlfühlessen und ist in der kalten Jahreszeit besonderss beliebt.
Wir wollten sie natürlich auch probieren und bestellten wir für uns die Fischaufstriche. Das besondere, wenn man in diesem Restaurant Blinis bestellt, ist, dass der Teller nie leer wird. Wir hielten das erst für einen Witz, doch tatsächlich kam unser Kellner immer wieder mit frisch gemachten Blinis zu uns. Das war natürlich ganz nach unserm Geschmack, sodass wir am Ende den gesamten Vorrat des Restaurants aufgegessen haben. Nein… haben wir natürlich nicht. Aber wir konnten trotzdem unsere Mägen sehr schön vollschlagen.



Neben dem Essen bietet das Restaurant auch sehr gute Weine und passenderweise ist Maddalena auch Wein Sommelier. Da mussten wir natürlich ein Gläschen probieren.
Unser Eindruck von Helsinki
Wir kommen immer wieder gerne nach Helsinki. Die Stadt ist modern, sauber, die Menschen sind nett und das Essen ist sehr lecker. Darüber hinaus lieben wir es, in eine Sauna zu gehen und wo könnte man das besser, als in Finnland. Auch für Familien ist Helsinki super, da die Stadt sehr sicher ist und man hier sehr viele Möglichkeiten hat. Ob gutes Essen, warme Sauna, Bootstouren oder auch Fahrradtouren.
Und sehr zu empfehlen sidn die Stadtführungen mit Maddalena von Maddabout Helsinki. Sie ist so sympathisch und auch lustig und weiß sehr viel über die Stadt und das Leben hier zu erzählen. Auch auf Wünsche von Gästen geht sie mit ihren City-Touren perfekt ein und so wir ein Tag in Helsinki zur bleibenden Erinnerung.
Bis zum nächsten Mal Helsinki.
