Manchmal braucht es gar keine Fernreise oder wochenlange Planung, um als Familie eine richtig schöne Auszeit zu erleben. Oft reicht schon ein verlängertes Wochenende, gutes Wetter und das Meer vor der Tür. Genau deshalb haben wir uns spontan entschieden, dem Alltag für ein paar Tage zu entfliehen und wieder einmal an die Ostsee zu fahren. Unser Ziel: die Kaiserbäder auf Usedom.
Besonders praktisch: Von Berlin aus erreicht man die Ostseeinsel in nur rund drei Stunden. Perfekt also für einen spontanen Kurztrip mit der Familie – ohne lange Anreise, aber trotzdem mit echtem Urlaubsgefühl. Auch mit der Bahn dauert es nicht viel länger und kann für eine noch stressfreiere Anreise sorgen. Und als dann auch noch bestes Mai-Wetter mit blauem Himmel, Sonne pur und angenehmen Temperaturen angekündigt wurde, konnten wir es kaum erwarten, endlich wieder Strand, Promenade und Meeresluft zu genießen.
Schon während der Fahrt merkten wir, wie die Vorfreude immer größer wurde. Einfach mal rauskommen, den Alltag hinter sich lassen und gemeinsam als Familie Zeit verbringen – genau das lieben wir an solchen kleinen Reisen. Auf Usedom angekommen, wurden wir direkt mit dieser typischen entspannten Ostsee-Atmosphäre empfangen: Möwen in der Luft, der Duft nach Meer und die Strandpromenade.
Unser Zuhause für die nächsten Tage war das the breeze in Ahlbeck – nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Von hier aus wollten wir die Kaiserbäder erkunden, Fahrradtouren unternehmen, am Strand entspannen, Beachvolleyball spielen und natürlich das gute Essen an der Ostsee genießen. Und schon nach den ersten Stunden war klar: Dieses Wochenende würde genau die Mischung aus Entspannung, Aktivität und Familienzeit werden, die wir uns erhofft hatten.
Ankommen und wohlfühlen im the breeze Hotel
Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg und standen schon am frühen Abend an der Promenade von Ahlbeck und damit direkt am Strand der Ostsee. Für unser verlängertes Wochenende hatten wir uns das the breeze Hotel ausgesucht. Das Einchecken ging angenehm schnell, das Auto verschwand direkt in der Tiefgarage und wurde dort die nächsten Tage eigentlich nicht mehr gebraucht. Stattdessen hatten wir unsere Fahrräder aus Berlin mitgebracht, die wir bequem im Fahrradraum des Hotels unterstellen konnten.
Schon beim Betreten unseres Apartments merkten wir schnell, dass wir uns hier wohlfühlen würden. Zwei große Schlafzimmer, eine moderne Wohnküche und ein großzügiges Bad boten genug Platz für uns als Familie. Die Lage direkt an der Strandpromenade machte das Ganze noch entspannter – morgens nur wenige Schritte bis zum Strand und abends das Meeresrauschen quasi direkt vor der Tür.



Der Spa- und Poolbereich im the breeze ist ein echtes Highlight für alle, die nach einem Tag an der Ostsee entspannen möchten. Es erwartet einen eine großzügige Wellnesslandschaft mit einem großen Indoor-Pool sowie einem separaten Kinderbecken – perfekt also auch für Familien.
Ergänzt wird der Bereich durch mehrere Saunen, ein Dampfbad und verschiedene Ruhezonen, in denen man wunderbar abschalten kann. Besonders schön ist die Kombination aus modernem Design, viel Licht und der ruhigen Atmosphäre, die direkt für Entschleunigung sorgt. Nach Strandspaziergang oder Fahrradtour ist das der perfekte Ort, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.



Zum Abendessen zog es uns direkt ins hoteleigene Restaurant Barca. Mediterrane Küche, richtig gute Pizza und ein unglaublich herzlicher Service sorgten direkt am ersten Abend für Urlaubsgefühl. Müde von der Anreise fielen wir später zufrieden in unsere Betten.
Frühstück, Strand und Fischbrötchen
Der nächste Morgen begann mit einem ausgezeichneten Frühstück, das wir so schnell nicht vergessen werden. Das Buffet im Barca war riesig und ließ wirklich keine Wünsche offen. Von frischen Fischspezialitäten, Eierspeisen, Smoothies, verschiedenen Sorten Wurst, Käse und Marmelade sowie Gebäck bis hin zu unzähligen Honigsorten – wir wussten direkt: Gut, dass wir mehrere Tage Zeit haben, um uns hier durchzuprobieren.
Danach zog es uns natürlich erstmal an den Strand. Bei strahlendem Sonnenschein spazierten wir entlang der Promenade bis zur Seebrücke Ahlbeck. Die historische Uhr an der Seebrücke Ahlbeck gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der Kaiserbäder und ist ein beliebter Treffpunkt direkt an der Strandpromenade. Eigentlich hätten wir mit der Fähre bequem zwischen den Seebrücken pendeln können, doch wir entschieden uns lieber für den Weg direkt am Wasser. Die Ostsee war zwar noch ziemlich frisch, aber die Füße mussten natürlich trotzdem hinein.
Entlang der Strandpromenade schlenderten wir dann zurück. Typisch für die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin sind die über 200 alten herrschaftlichen Villen. Und diese werden hier sehr gut gepflegt. Zum großen Teil sind dies alles Ferienwohnungen. Also hier kann man gedigen die Sommerferien verbringen.



Und was gehört zu einem perfekten Ostsee-Tag? Natürlich ein Fischbrötchen. Also machten wir Halt bei Uwe’s Fischerhütte, die uns mehrfach empfohlen wurde. Ob es wirklich die besten Fischbrötchen auf Usedom sind, können wir schwer beurteilen – aber lecker waren sie definitiv.

Beachvolleyball und chillen an der Strandbar
Direkt gegenüber vom the breeze Hotel liegt der Sportstrand und damit war auch schnell klar, wie unser Nachmittag aussehen würde. Während die Jungs sich spontan einer Beachvolleyball-Runde anschlossen, machten wir Eltern es uns entspannt an der Strandbar gemütlich und genossen Sonne, Musik und das bunte Treiben am Strand.
Der breite Sandstrand der Kaiserbäder auf Usedom lädt perfekt dazu ein, einfach mal abzuschalten und das Ostseegefühl zu genießen. Entlang der Promenade und direkt am Strand findet man überall kleine Strandbars und gemütliche Spots mit kühlen Getränken, Eis oder kleinen Snacks. Egal ob nach einem Spaziergang, einer Runde Beachvolleyball oder einfach zwischendurch – hier kann man sich entspannt in die Sonne setzen, aufs Meer schauen und den Tag genießen.




Hoch hinaus auf den Baumwipfelpfad Usedom
Später am Nachmittag wollten wir noch etwas Neues entdecken und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Baumwipfelpfad Usedom, der nur etwa einen Kilometer von unserem Hotel entfernt liegt. Es ging erst 107 Stufen hinauf auf den Pfad, der sich mitten in den Baumwipfeln befand. Insgesamt erstreckt sich der Holzsteg dort über rund 1.350 Meter durch die Baumwipfel und führt Schritt für Schritt immer höher in Richtung Aussichtsturm. Auf dem Weg gab es immer wieder kleine „Mutproben“, die man überwinden konnte.

Den 33 Meter hohen Turm hinauf führt ein Wendel-Weg, welcher einen immer weiteren Blick über Usedom und die Ostsee offenbart. Oben schließlich angekommen hatten wir einen wirklich beeindruckenden Rundumblick über die Kaiserbäder, die Küste der Ostsee und bis hinüber zur Insel Rügen. Besonders im warmen Abendlicht wirkte die Landschaft fast endlos weit und unglaublich ruhig. Auf dem Turm gab es in der Mitte ein Netz auf dem Man laufen konnte. Das erforderte doch etwas Mut hier in der Höhe.




Als wir schließlich am Abend wieder im the breeze ankamen, zeigte unser Schrittzähler fast 20 Kilometer – und trotzdem hätten wir problemlos noch weiterlaufen können, so schön war dieser Tag auf Usedom.
Mit dem Fahrrad durch das Hinterland der Kaiserbäder
Gut, dass wir uns für den heutigen Tag einiges an Aktivitäten vorgenommen haben, denn bei dieser wahnsinnigen Auswahl zum Frühstück im the breeze Hotel isst man vielleicht doch mehr, als es eigentlich notwendig ist.
Wir wollten die Kaiserbäder und etwas vom Hinterland mit dem Fahrrad erkunden. Statt der Promenade ging es erstmal durch Wälder und kleinere Wege Richtung Wolgastsee. Hier gibt es einen kleinen Imbiss, außerdem kann man hier Ruderboote, Tretboote und Stand-Up-Paddles ausleihen. Nebenan ist auch ein Beachvolleyballfeld. Wir wollten aber weiter um den See herum und dann weiter durch den Wald bis an die polnische Grenze. Es fuhr sich wirklich schön durch den Wald: total ruhig, breite Wege und die Vögel zwitscherten. Perfekt für einen entspannten Familientag auf dem Rad. Wir hatten unsere Gravelbikes dabei, welche keine Probleme mit dem Waldboden hatten. Einige Stücke waren etwas sandig, aber hey, wir lieben Herausforderungen.
Kurz vor dem Grenztor auf der deutsch-polnischen Grenze kamen wir wieder auf der Strandpromenade. Hier wurde es etwas wuseliger. Wir schauten noch im polnischen Swinemünde vorbei, doch hier war es für uns sehr voll, so dass wir dann lieber die kompletten Kaiserbäder auf der Strandpromenade durchfahren wollten. An den Seebrücken Ahlbeck und Heringsdorf vorbei, bis nach Bansin – das nördlichste der Kaiserbäder. In Bansin angekommen, machten wir eine kurze Pause für ein Eis und ein Kaltgetränk.



Und dann radeln wir zurück ins the breeze Hotel in Ahlbeck. Hier machten wir es uns dann aber für eine längere Pause gemütlich. Wir ließen uns bei Kaffee und Limonade verwöhnen und tankten in Energie. Denn am Nachmittag wollten die Jungs unbedingt wieder zum Beach-Volleyball. Wer Erwachsenen nutzt die Zeit, um noch mal einen ausführlichen Strandspaziergang zu machen. Bevor wir am Abend wieder im Barca einkehrten.
Laufen am Strand – Sportlich vor dem Frühstück
Das letzte Frühstück wollten wir noch einmal so richtig ausgiebig genießen. Wir traten eine kleine Jogging Runde am Strand und auf der Promenade, so dass wir dann ohne schlechtem Gewissen auf der Terrasse vor dem Hotel Platz nahm. Und mal ehrlich… Irgendwie gehört eine Laufrunde am Morgen am Strand auch an der Ostsee dazu.
Wir frühstücken wirklich in vollen Zügen: mit warmen Eierspeisen, Kaffee und Kakao, Käse, Joghurt, diversen Fisch – Leckereien und reichlich Gebäck. Dazu noch etwas frisches Obst, Säfte und Smoothies. Es fehlte uns an nichts.
Kletterwald Usedom – Das perfekte Abenteuer für Familien
Dann hieß es leider für uns wieder Sachen packen und aus-checken, aber bevor wir nun die Rückreise nach Berlin antreten, sollte es noch mal sportlich und abenteuerlich werden. Wir besuchten den Kletterwald Usedom. Dieser ist circa 10 km entfernt von den Kaiserbädern und liegt bei Ückeritz.
Nach einer kurzen Einweisung konnte es direkt losgehen im Kletterwald Usedom. Insgesamt warten hier sechs verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die in bis zu 14 Metern Höhe durch die Bäume führen. Über rund 100 Elemente verteilt geht es über Seilrutschen, Tarzansprünge, wackelige Hangelemente und anspruchsvolle Balancierstrecken – perfekt, um noch einmal richtig aktiv zu werden. Besonders Flo und Ben fanden hier die ein oder andere Mutprobe und den ein oder anderen Adrinalin-Kick. Für uns war es der ideale Abschluss unseres Usedom-Trips, bei dem sich alle noch einmal ordentlich auspowern konnten.



Die Kaiserbäder auf Usedom sind perfekt für kurze und lange Auszeiten
Unser verlängertes Wochenende auf Usedom hat uns einmal mehr gezeigt, wie wertvoll diese kleinen Auszeiten zwischendurch sind – gerade als Familie. Ohne lange Anreise, ohne großen Planungsstress und trotzdem mit echtem Urlaubsgefühl konnten wir für ein paar Tage komplett aus dem Alltag aussteigen. Die Mischung aus Strand, Bewegung, gutem Essen und gemeinsamer Zeit hat dabei genau das geliefert, was wir gesucht haben: Entschleunigung und gleichzeitig jede Menge Erlebnisse.

Die Kaiserbäder auf Usedom haben uns dabei wieder richtig überrascht. Egal ob entspannte Spaziergänge am Strand und der Promenade sportliche Runden beim Beachvolleyball, Fahrradtouren durch Wälder und entlang der Küste oder Abenteuer wie der Baumwipfelpfad und der Kletterwald – alles liegt hier nah beieinander und lässt sich super flexibel kombinieren. Genau das macht Usedom und die Kaiserbäder so angenehm: Man kann den Tag treiben lassen, spontan entscheiden und trotzdem jeden Moment voll auskosten.
Und vielleicht ist genau das das Schönste an dieser Insel: Sie funktioniert perfekt für ein Wochenende, fühlt sich aber genauso gut für einen längeren Sommerurlaub an. Wir sind uns ziemlich sicher, dass das nicht unser letzter Besuch war – denn Usedom ist einer dieser Orte, an die man immer wieder gern zurückkehrt, egal zu welcher Jahreszeit.
