Unser USA-Roadtrip führte uns an diesem Sommertag weiter durch den Südwesten und brachte uns zu einem der ruhigsten und gleichzeitig beeindruckendsten Orte unserer Reise: dem Valley of the Gods in Utah. Nach einiger Zeit auf dem Highway erreichten wir schließlich den unscheinbaren Abzweig, der direkt in das Tal führt. Schon hier war klar, dass wir gleich abseits der bekannten Touristenrouten unterwegs sein würden.


Ab dem Abzweig begann eine Gravel Road, die sich mitten durch das Valley of the Gods schlängelt. Für die Durchfahrt ist ein 4×4-Geländewagen definitiv empfehlenswert, da die Strecke je nach Wetterbedingungen sehr holprig sein kann. Mit unserem roten Jeep Wrangler hatten wir allerdings keinerlei Probleme und konnten die Route ganz entspannt genießen.
Uns kamen aber auch normale PKW und SUVs entgegen. Mit einem solchen Mietwagen hätten wir uns das aber nicht getraut. Daher waren wir sehr froh, dass wir den Jeep hatten.
Fahrt durch das Valley of the Gods – Freiheit und beeindruckende Felsformationen
Wir fuhren etwa zwei Stunden durch das Valley und waren völlig begeistert von den gewaltigen Felsformationen, die sich links und rechts der Straße erhoben. Die Landschaft erinnerte uns stellenweise stark an das Monument Valley, welches wir noch an diesem Abend erreichen sollten, wirkte aber deutlich ursprünglicher, wilder und vor allem viel ruhiger. Immer wieder legten wir kurze Stopps ein, um Fotos zu machen und die Stille dieser besonderen Umgebung auf uns wirken zu lassen.
Das Valley of the Gods ist übrigens ohne eine Permit oder einen National Park Pass zugänglich. Es gibt kein Visitor-Center oder irgendeine Zugangsbeschränkung. Also ein echtes Abenteuer!


Die Kombination aus roten Felsen, weiter Wüstenlandschaft und dem tiefblauen Himmel machte diesen Abschnitt unseres Roadtrips zu einem echten Highlight. Kaum andere Fahrzeuge waren unterwegs, sodass wir das Valley of the Gods fast für uns allein hatten.
Castle Butte Viewpoint – das absolute Highlight
Für uns war der Castle Butte Viewpoint das absolute Highlight im Valley of the Gods. Der mächtige Butte ragt wie eine steinerne Festung aus der Landschaft heraus und bietet ein beeindruckendes Fotomotiv. Besonders bei gutem Licht kommen die Farben und Strukturen der Felsen hervorragend zur Geltung. Hier wird einem noch einmal bewusst, wie gewaltig und majestätisch diese Landschaft ist.
Übrigens darf man hier auch mit einer Drohne fliegen und kann so superschöne Aufnahmen machen. Die ganze Region aus der Luft zu sehen ist ein unglaubliches Gefühl. Da es sich um keinen Nationalpark handelt, gibt es hier keine Einschränkungen.



Lady in the Bathtub Viewpoint – eine besondere Felsformation
Ein besonders spannender Stopp entlang der Route ist der Lady in the Bathtub Viewpoint. Die markante Felsformation trägt ihren Namen nicht ohne Grund, denn mit etwas Fantasie lässt sich hier tatsächlich eine liegende Figur erkennen. Dieser Aussichtspunkt eignet sich perfekt für eine kurze Pause und zeigt einmal mehr, wie kreativ die Natur in dieser Region gewesen ist.


View of the Valley of the Gods am Moki Dugway – unser persönlicher Tipp
Nachdem wir die Gravel Road durch das Valley of the Gods vollständig absolviert hatten, fuhren wir noch hinauf zum View of the Valley of the Gods am Moki Dugway. Es führt einen schmale spektakuläre Serpentinen-Straße hinauf und die steilen Abhänge rechts bzw. links vom Auto machen diese Fahrt zum echten Abenteuer. Das empfanden auch unser Kinder.
Oben angekommen ist dieser Aussichtspunkt ist ein absoluter Geheimtipp und sollte bei keinem Besuch fehlen. Von hier oben eröffnet sich ein unglaublicher Blick über das gesamte Tal mit all seinen Felsformationen. Die Aussicht war schlichtweg atemberaubend. Von oben wirkt das Valley of the Gods noch weitläufiger und die einzelnen Buttes lassen sich wunderbar überblicken. Besonders am späten Nachmittag oder zum Sonnenuntergang ist dieser Spot ein echtes Highlight.
Valley of the Gods – ein Muss für Abenteuerfans
Das Valley of the Gods gehört für uns zu den schönsten und authentischsten Stopps auf unserem USA-Roadtrip. Wer mit einem geeigneten Fahrzeug unterwegs ist, Natur liebt und Orte abseits der Massen entdecken möchte, sollte diesen Abstecher unbedingt einplanen. Die Kombination aus Offroad-Abenteuer, spektakulären Aussichtspunkten und absoluter Ruhe macht diesen Ort zu etwas ganz Besonderem.

Wenn ihr noch mehr aus den USA in Utah erleben wollt, dann empfehlen wir euch die Abenteuer im Zion Nationalpark oder auch eine Fototour im Bryce Canyon mit seiner ganzen Schönheit oder eine unglaubliche Stargazing Tour als Familie im Zion in Utah.