Freitagnachmittag, die Ski-Sachen waren am Vorabend gepackt und nach der Schule ging es direkt los: Wir wollten spontan ein Wochenende im Schnee verbringen. Unser Ziel war das Fichtelgebirge in Nordbayern.
Von Berlin aus sind es rund 3,5 Stunden Fahrt – damit ist die Region für uns deutlich näher als die klassischen Skigebiete in Österreich. Und nachdem wir das Fichtelgebirge bereits im Sommer mit der Familie erkundet hatten, wollten wir diesmal herausfinden, wie sich die Region im Winter anfühlt. Die Antwort kam schon auf der Fahrt: Schnee.
Als wir am frühen Abend ankamen, war das Fichtelgebirge tief verschneit. Unser kleines Holzhaus im Hüttenresort Mare lag zwischen großen Tannen und auf der Terrasse wartete sogar ein eigener Hotpot. Doch lange konnten wir es uns nicht gemütlich machen, denn am nächsten Morgen wollten wir früh auf die Piste am Ochsenkopf. Während wir Eltern mit Skiern unterwegs waren, schnallten sich Flo und Ben ihre Snowboards an. Am Ende des Tages standen knapp 30 Pistenkilometer auf unserem Tacho. Danach ging es zurück in die Hütte – Sauna, Hotpot und Schnee inklusive.
Es gab aber auch noch ein ganz anderes Winterabenteuer für uns: eine Schneeschuhwanderung durch den tief verschneiten Wald zum Weißmainfelsen. Drei Tage, zwei völlig unterschiedliche Wintererlebnisse und jede Menge Schnee – genau das hatten wir uns von unserem Familienwochenende im Fichtelgebirge erhofft.
In diesem Reisebericht zeigen wir euch, was wir am Ochsenkopf erlebt haben, wie unser Winterwochenende im Hüttenresort Mare aussah und warum sich das Fichtelgebirge für uns auch im Winter als Kurztrip-Ziel angeboten hat.
Die Aufnahmen auf Ski wurden mit einer Insta360 X5 gemacht.
❄️ Unser Winterwochenende im Fichtelgebirge
📍 Region: Fichtelgebirge, Bayern
👨👩👦 Reise: Familien-Wochenende
🚗 Anreise: ca. 3,5 Stunden ab Berlin
🏠 Unterkunft: Hüttenresort Mare in Fichtelberg
⛷️ Wintersport: Skifahren & Snowboarden am Ochsenkopf
🥾 Wintererlebnis: Schneeschuhwanderung zum Weißmainfelsen
🔥 Nach dem Sport: Sauna & Hotpot
🏔️ Highlight: knapp 30 Pistenkilometer an einem Skitag
Unser persönliches Highlight: Der komplette Mix aus Skifahren und Snowboarden am Ochsenkopf und dem anschließenden Abend im Hotpot mitten im verschneiten Fichtelgebirge.
Das Hüttenresort Mare in Fichtelberg
Für die nächsten 2 Tage bezogen wir ein hübsches Holzhaus vom Hüttenresort Mare in Fichtelberg. Alles lag wunderschön verschneit zwischen großen Tannen, und wir waren gespannt, was die „Hütte“ für Überraschungen zu bieten hatte. Gleich vom Eingangsbereich gehen die Sauna, ein Schlafzimmer und das Bad ab. Den zentralen Bereich bilden die Wohnküche und eine gemütliche Sitzecke, von der auch das 2. Schlafzimmer abgeht. Den Höhepunkt haben wir allerdings auf der Terrasse gefunden: einen Hotpot! Wären die Jungs nicht so hungrig gewesen, wären sie sofort hineingesprungen.
Zum Abendessen haben wir leckeres Käsefondue aus Berlin mitgebracht. Es gibt doch nichts Schöneres als Käsefondue, wenn es draußen richtig kalt ist und schneit. Nach einer lustigen Runde Hitster (Gesellschaftsspiel) ging es dann auch schon schnell ins Bett, denn am nächsten Morgen wird’s früh herausgehen.



Ski- und Snowboardfahren auf dem Ochsenkopf
Ein Berg, eine Seilbahn und ganz viel Schnee: Natürlich wollten wir unbedingt die Skipisten am Ochsenkopf ausprobieren. Im Sommer hat uns der Berg beim Mountainbiken einiges abverlangt. Mal sehen, wie es im Winter ist.
Gleich morgens um 8 Uhr haben wir Eltern uns Ski und den Kids Snowboards in der Skischule Nordbayern ausgeliehen. Das Ausleihen ging schnell und dank der kompetenten Beratung der Skischule Nordbayern waren wir für den Tag perfekt ausgestattet. Um 8:30 Uhr öffneten die Liftkassen und die Gondeln starteten ihren Betrieb direkt.



Am Ochsenkopf gibt es eine blaue Naturschneepiste zur Talstation Süd und eine rote Piste zur Talstation Nord.
Wir legten auf der gut 2 km langen roten Piste los. Trotz des starken Schneefalls in der Nacht, war diese perfekt präpariert und wir konnten unsere erste Fahrt dieser Saison gleich so richtig genießen. Die Snowboardstunden im letzten Jahr in Österreich zeigen immer noch ihre Wirkung, sodass Flo und Ben schnell wieder ins Schwingen kamen und happy die Piste hinunterdüsten.
Das müssen wir ganz klar sagen: Gönnt euch immer mal wieder einen Ski- oder Snowboardlehrer. Fehler schleichen sich ein und an der Technik kann man immer feilen. Sodass das schnelle Schneevergnügen auch sicher bleibt und keine Schäden an den Gelenken verursacht. Einen Ski- oder Snowboardkurs könnt ihr auch hier im Fichtelgebirge bei der Skischule Nordbayern buchen.









Nach der ersten Abfahrt gab es nun kein Halten mehr. Immer wieder ging es für uns die Nordabfahrt runter und mit der Gondel wieder hoch. Die Piste ist abwechslungsreich und macht wirklich Spaß. Das erste Mal seit 3 Jahren lag auch genug Schnee auf der Südabfahrt, sodass wir diese auch ausprobieren konnten. Sie war mit 1.800m etwas kürzer, aber nicht weniger abwechslungsreich. Teile dieser Piste sind wir im Sommer schon mit den Mountainbikes heruntergedüst.
Wenn zwischendurch der kleine Hunger ruft, gibt es direkt auf dem Gipfel ein Restaurant, aber vor allem bei den Talstationen gibt es sowohl Imbisse als auch Restaurants. Da ist für jeden etwas dabei.
Am späten Nachmittag hatten wir dann tatsächlich knapp 30 Pistenkilometer in den Beinen. Das Skigebiet Ochsenkopf umfasst noch einige kleine Schleppliftanlagen und Pisten, auch mit Flutlichtanlagen.
Abendessen im Restaurant Puchtlers Deutscher Adler
Nach fast 30 Pistenkilometern waren wir ziemlich erledigt. Draußen war es inzwischen bitterkalt und deshalb freuten wir uns umso mehr auf einen warmen Tisch im Restaurant Puchtlers Deutscher Adler.
Nach einem heißen Tee starteten wir mit Karottensuppe und Spinatknödeln. Natürlich durfte auch ein Dessert nicht fehlen. Beim Essen ließen wir den Skitag noch einmal Revue passieren.
Unser Fazit war schnell gefunden: Für ein Winterwochenende muss man nicht unbedingt bis nach Österreich fahren. Wenn die Schneeverhältnisse passen, kann man auch im Fichtelgebirge einen richtig schönen Familientag auf Ski und Snowboard verbringen.


Sauna und Hotpot im Hüttenresort Mare
Den Abend verbrachten wir dann in unserem Ferienhaus vom Hüttenresort Mare in Fichtelberg. Nun konnten wir endlich den Hotpot und die Sauna ausprobieren. Es war so gemütlich und wir ließen es uns richtig gut gehen.
Während die Jungs es sich mit Eiscreme, Snacks, Limonade und ’ner Mütze auf dem Kopf im Hotpot gemütlich machten, saßen wir Eltern lieber in der Sauna. Die Jungs haben sich dann noch in den 30 cm tiefen Schnee gelegt und sind natürlich schnell wieder in den heißen Pot.
Schneeschuhwanderung im Winterwald des Fichtelgebirges
Den nächsten Morgen starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück in unserem Haus. Dann hieß es auch schon wieder Sachen packen und alles im Auto verstauen. Aber bevor wir uns auf den Heimweg machten, trafen wir uns mit Guide Markus Prechtl zu einer Schneeschuhwanderung.
Wir trafen uns unweit des Hüttenresorts Mare. Markus stattete uns mit Skischuhen und Stöcken aus und nach einer kurzen Einweisung ging es los. Das Ziel war der Weißmainfelsen.


Mit unseren Schneeschuhen stapften wir durch den tief verschneiten Wald. Die Sonne schien, es war sehr kalt, aber wunderschön. Markus machte immer mal wieder kleine Pausen und ermutigte uns, selbst Spuren durch den dicken Schnee zu ziehen. Manchmal wurde es überraschend tief, sodass wir auch mal fast hüfttief im Schnee standen.
Nach ca. 2 Stunden erreichten wir ein Plateau, wo wir eine größere Pause mit Tee und Snacks machten, die Markus extra mitgebracht hatte. Von hier aus waren es nur noch wenige Schritte bis zum Ziel. Im Sommer kann man auf den Weißmainfelsen klettern. Im Winter ist das theoretisch auch möglich, aber man muss sehr vorsichtig sein, da die Stufen schnell vereisen.



Der Rückweg war dann deutlich kürzer und Flo und Ben hatten viel Spaß, mit den breiten Schneeschuhen den Berg hinunterzurennen. Dabei fielen sie mehrfach in den dicken Schnee und lachten permanent.
Das Fichtelgebirge lohnt sich auch im Winter
Wir kannten das Fichtelgebirge bereits aus dem Sommer und waren damals vor allem von den Bergen, Wäldern und Mountainbike-Möglichkeiten begeistert. Im Winter haben wir die Region noch einmal ganz anders kennengelernt.
Unser Wochenende bestand aus schnellen Abfahrten am Ochsenkopf, Snowboarden mit den Jungs, fast 30 Pistenkilometern, einem gemütlichen Abend im Hotpot und schließlich einer Schneeschuhwanderung durch tief verschneite Wälder. Gerade diese Mischung hat uns gefallen.

Wir konnten einen Tag richtig aktiv auf der Piste verbringen und am nächsten Morgen deutlich ruhiger durch den Winterwald wandern. Für uns ist das Fichtelgebirge deshalb besonders interessant, weil wir von Berlin aus in rund 3,5 Stunden dort sind. Für ein spontanes Winterwochenende ist das eine Entfernung, die sich für uns gut machen lässt.
Natürlich hängt ein Skitag am Ochsenkopf von den jeweiligen Schnee- und Betriebsbedingungen ab. Bei ausreichend Schnee hatten wir dort aber einen richtig schönen Familientag auf Ski und Snowboard. Und spätestens nach dem Abend im Hotpot war für uns klar: Wir kommen wieder.
Im Sommer wartet der Ochsenkopf auf uns mit Mountainbike-Trails – und im Winter hoffentlich wieder mit viel Schnee.
Weitere Winteraktivitäten im Fichtelgebirge
Ski und Snowboard waren für uns die Hauptgründe für das Winterwochenende – aber natürlich ist damit noch lange nicht alles abgedeckt. Je nach Schneelage bieten sich im Fichtelgebirge unter anderem Langlauf, Rodeln und Winterwandern an.
Gerade Winterwandern und Schneeschuhwandern haben uns gezeigt, dass man die Region auch abseits der Skipisten sehr intensiv erleben kann. Wer mehrere Tage bleibt, kann deshalb verschiedene Aktivitäten miteinander kombinieren und das Programm flexibel an Wetter und Schneeverhältnisse anpassen.
Aktuelle Informationen zu geöffneten Liften, Loipen und weiteren Winterangeboten sollte man vor der Anreise direkt bei den jeweiligen Anbietern bzw. der Region prüfen.
