Ein USA Roadtrip stand bei uns schon immer auf der Bucket-List. Wir haben schon vieles über den Westen der USA gehört und die Lust stieg, die endlose Weite, unglaubliche Natur und schnurgeraden Straßen selbst zu erleben. Dann bot sich die Gelegenheit für uns und wir starteten die Planung für einen Roadtrip durch die USA. Das war übrigens etwa 9 Monate im Voraus.
Doch was mussten wir alles beachten? Wir brauchten als erstes eine Route. Wir wollten nicht ganz die klassische Route fahren, da wir auch immer ein paar Tage in den Parks erleben wollten und auch etwas abseits der Highways Abenteuer erleben wollten. Dann brauchten wir die passenden Unterkünfte. Wir mischten das von klassischenMotels, Hotels über Lodges und Glamping-Spots. Nun brauchten wir noch einen geeigneten Mietwagen um die Rundreise perfekt zu machen.
Aber noch ein paar bürokratische und technische Dinge waren zu bedenken. Wir brauchten jeder ein ESTA zur Einreise, eine eSim um mit der Welt in Kontakt zu bleiben und die Frage nach dem internationalen Führerschein. Angeblich braucht man den nicht, wir haben uns aber dennoch welche besorgt, so waren wir auf Nummer sicher.
ESTA und eSim für die USA
Nun galt es noch die Frage für die Einreise zu klären. Für die USA ist ein ESTA Antrag notwendig. Hier müsst ihr sehr viele Daten angeben, daher empfehlen wir euch, das frühzeitig zu machen. Nachdem wir alles ausgefüllt und abgeschickt hatten dauerte es etwa einen Werktag und unsere ESTA war ausgefüllt. Bei der Einreise mussten wir übrigens nichts davon vorzeigen. Es ist alles elektronisch erfasst und mit der Kontrolle des Reisepasses bei der Einreise wird alles kontrolliert.
Ein zweiter wichtiger Punkt für uns waren eSim Karten für die USA. Wir haben uns diese über Holafly online gestellt und konnten diese dann auch sehr einfach nutzen. In der Bestätigungsmail bedarf es nur einen Klick und schon war die eSim installiert und aktiviert.
Ein Jeep sollte unser Auto werden
Bei der Wahl des richtigen Autos haben wir etwas hin und her überlegt. Letztendlich haben wir uns für einen Jeep als Mietwagen entschieden. Diesen haben wir bei USA-Reisen gebucht und haben dort die gute Beratung geschätzt. Wir hatten erst ein größeres Auto im Auge, aber letztendlich haben wir unser Gepäck abgeschätzt und entschieden, dass alles in den kleinen Jeep passt. Da hat uns die Crew von USA-Reisen sehr gut unterstützt.

Der Start in Nevada
Nun konnte es endlich los gehen in die USA. Mit Lufthansa sind wir über Frankfurt direkt nach Las Vegas geflogen. Die Einreise war wirklich sehr einfach. Alles was man so hört aus Gerüchten, sind scheinbar wirklich nur Gerüchte. Als Tourist hatten wir keine Probleme. Der Grenzbeamte wollt bei der Einreise unser Hotel wissen und die Dauer des Aufenthalts. Dann wurden unsere Pässe kontrolliert und schon waren wir in die USA eingereist.
Red Rock Canyon State Park in Nevada
Noch am gleichen Tag haben wir unseren ersten State Park besucht. Es war der Red Rock Canyon unweit von der Stadt Las Vegas. Es waren über 40 Grad, wir waren übermüdet und dennoch war es faszinierend die ersten Eindrücke der USA auf uns wirken zu lassen. Eine Scenic Road führte durch den Park und immer wieder gab es kleine Parkplätze zum halten und aussteigen. Das sollte uns in den kommenden 3,5 Wochen immer wieder begegnen.


Für uns ging es weiter über einen kleinen Stopp am berühmten Mountain Springs Saloon nach Pahrump ins Nugget Hotel & Casino. Als wir das Hotel betraten, wussten wir was es heißt Casinos und Nevada gehört einfach zusammen. Hier saßen Menschen an den Spielautomaten und Einarmigen Banditen und versuchten ihr Glück. Wir schauten ein bisschen ungläubig und gingen dann aber schnell ins Bett.
Death Valley in Kalifornien
Eigentlich stand Kalifornien nicht auf unserem Plan, aber es lag eben der weltbekannte Death Valley National Park entlang der Strecke, an dem wir nicht vorbei fahren konnten. Also bogen wir ab und kamen vorbei an der Amargosa Opera House (ein witziger Fotostopp) und erreichten dann den Dante’s View. Das war ein Aussichtspunkt über dem Deatch Valley. Von hier aus blickte man auf das weiße Tal und spürte schon jetzt die Hitze.
Wir fuhren dann weiter und erreichten den Zabriski Point mit seinen vielen farbigen Erden vulkanischem Ursprungs. Von hier aus war es nicht mehr weit und wir standen mitten im Death Valley. Für die kommende Nacht haben wir das Xanterra The Ranch gewählt. Von hier aus konnten wir das Death Valley entdecken und hatten alles, was wir brauchten.



So besuchten wir zuerst das Visitor Center und besorgen uns den America The Beautiful Pass. Dieser kostet nur 80 Dollar für die Familie und ein Auto. Damit können wir in alle Nationalparks der USA für ein Jahr. Anschließend ging es direkt zum Badwater Basin und hier spürten wir die Hitze von über 45 Grad mal so richtig. Nicht besser war es am Devil’s Golf Course. Die Scenic Road am Artist’s Palette war dann im Auto etwas entspannter zu genießen.



Wir machten dann erstmal eine kurze Pause im Xanterra The Ranch und gingen im Salon etwas essen. Zum Sonnenuntergang wollten wir dann zur Sanddünen der Mesquite Ebene. Die Sonne ging etwas schneller unter, als wir das erwartet haben. Also hieß es etwas mehr Gas geben. Wir haben es dann gerade noch so geschafft. Wir waren aber nicht die einzigen, die den Sonnenuntergang unterschätzt haben.
Am nächsten Morgen starteten wir früh um der Hitze zu umgehen. Wir wollten eine kleine Wanderung zur Natural Bridge machen. Das ist vom Parkplatz aus weniger als eine Meile. Danach folgte noch ein Star Wars Moment. Im Golden Canyon wurde in den 90er Jahren Star Wars gedreht. Wer uns kennt, weiß, dass wir zu den gleichen Filmen schon in Tunesien eine Star Wars-Rundreise gemacht haben.



Danach verließen wir auch schon das Death Valley und wir kamen zurück nach Nevada.
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Goldwell Open Air Museum und die Rhyolite Ghost Town
Kurz vor Beatty unserem heutigen Ziel, bogen wir nach links ab und erreichten das Goldwell Open Air Museum. Drei ältere etwas skurrile Herren standen hier in einer Holzhütte und begrüßten uns aber sehr freundlich. Das Goldwell Open Ail Museum war dann noch skurriler, als die drei Herren. Mann kann es einfach nicht erklären. Wir fragten uns: „Warum?“ Und kamen zu dem Schluss: „Weil man es kann!“
Nur ein paar Meter weiter befindet sich die Geisterstadt Rhyolite. Im frühen 20. Jahrhundert durch den Goldrausch gegründet und innerhalb von 5 Jahren auf über 10.000 Einwohner angewachsen. Genauso schnell verließen die Menschen ie Stadt auch wieder und es wurde zur Geisterstadt. Heute werden die wenigen Gebäude noch als Filmkulisse genutzt.



Flugzeug am Angels Ladys in Beatty
Für uns ging es die letzten Kilometer bis hinein in die Stadt Beatty. Hier liefen überall frei Esel herum. Dies ist genauso markant für die Stadt, wie die riesigen Trucks, die von Las Vegas nach Reno durch die Stadt fuhren. Wir suchten uns etwas zum Essen direkt an der Hauptstraße, um die vorbeifahrenden Trucks zu bestaunen.
Gegen frühen Abend fuhren wir nur wenige Meilen aus der Stadt hinaus zum alten Flugzeugwrack am Angels Ladys. Man erzählt sich, dass der Pilot bei einer Flugshow nur Augen für die schönen Damen aus dem Nightclub hatte und deshalb hier abgestürzt sei. Ob das stimmt? Ein schöner Fotospot ist es allemal.

Den Abend ließen wir dann in einer Bar in Beatty am Straßenrand ausklingen und bestaunten wieder amerikanische Trucks.
International Car Forest of The Last Church
Weiter geht es für uns durch Nevada und wir erreichen den Internationalen Car Forest in Goldfield. Ein Kunstprojekt, welches alte Autos, Busse und Motorräder in die Erde versenkt und mit der Zeit gehen lässt. Sehr skurril, aber das waren wir ja nun schon Nevada gewohnt. Die Stadt selbst sieht aus wie eine typische Amerikanische Stadt im Wilden Westen. Teilweise verlassen, einige Saloons, ein verlassenes Hotel und Menschen, die in Trailern leben.



Wir haben dann noch den Tipp bekommen, dass es hier in der Nähe heiße Quellen gibt. Wir hatten Zeit, also sind wir nochmal dahin gefahren. Allerdings sind heiße Quellen bei über 40 Grad Außentemperatur ein nur sehr geringer Spaß. Haben wir dann auch gemerkt.
Tonopah Historic Mining Park
Die Stadt Tonopah war unser heutiges Ziel, welche wir am Nachmittag über endlos lange und schnurgerade Highways erreichten. Auch diese Stadt ist eine Goldgräber-Stadt. So gibt es hier ein großes sehr schönes historischen Mining Museum zu besichtigen. Hier wird die Geschichte der alten Miene gezeigt und eindrucksvoll erklärt. Ansonsten gibt es in der Stadt noch einen alten Friedhof, der wirklich spooky ist und direkt daneben ein Clown Motel. Na wenn da die Nächte nicht großartig sind.



Wir haben in einem anderen Hotel geschlafen. Gott sei Dank. Abendessen haben wir sehr lecker in einer Brewery gefunden. Dort hatten wir dann den ersten Kontakt mit Root Beer. Das hat nichts mit normalem Bier zu tun, sondern ist eine gebraute alkoholfrei Limonade.
Extraterrestrial Highway und die Area 51
Wem das bisher noch nicht zu abgefahren war, der kommt auf dem nun folgenden Teilstück voll auf seine Kosten. Es ging für uns auf den Extraterrestricial Highway, die State Route 375. Diese führt an der berüchtigten Area 51 vorbei und natürlich leben hier alle das Thema Aliens. Überall an den Straßen sieht man Hinweise und Alienfiguren.
Im kleinen Ort Rachel machten wir dann erst an einem Alien Café (Little A’Le’Inn) halt und stoppten dann auch noch an einer Alien Tankstelle/Alien Cowpoke Gas & General Store). Es war einfach zu strange. Der Besitzer der Tankstelle erzählte uns dann von er Area 51. Man könne einen Weg etwa eine Meile von hier links von der Straße weg nehmen und bis zum Back-Gate der Area 51 fahren. Da kann man Fotos machen und sich alles anschauen. Neugierig waren wir. So fuhren wir mit dem nötigen Respekt zu der Anlage und standen plötzlich wirklich vor dem Tor zur Area 51. Ein paar Fotos haben wir uns getraut zu machen, mulmig war es aber trotzdem.


Wir fuhren schließlich weiter und kamen noch ein einigen Ufos und Alienfiguren vorbei. Am Alien Research Center fuhren wir vorbei, denn es hatte geschlossen, doch am E-T- Fresh Jerky machten wir nochmal eine Pause und erfrischten uns mit einem Kaltgetränk.


Am Abend erreichten wir dann Mesquite und unser Hotel in dem wir die kommenden drei Nächte verbringen sollten.
Valley of Fire State Park
Früh aufstehen war angesagt, denn wir wollten noch vor der Hitze in das Valley of Fire fahren. Ein Stadtpark zwischen Mesquite und Las Vegas. Hier sind die roten Felsen das bildgebende Element und sie waren sehr beeindruckend!
Leider war aufgrund der heißen Temperaturen nicht alle Teile des Parks geöffnet. Nur die wirklich kurzen Trails konnte man gehen. Wir sind dann einen solchen Trail gelaufen und haben direkt verstanden, warum. Es ist im Sommer einfach zu heiß. Aber eine tolle Scenic Road führte durch den Park und lässt auch so eindrucksvolle Bilder im Kopf mitnehmen.



Gold Butte Monument
Auch den zweiten Tag wollten wir in der Natur erleben. Melanie hat den Gold Butte National Monument raus gesucht. Einen Nationalpark, der nicht wirklich touristisch erschlossen ist und wir daher mit wenigen anderen Menschen rechnen mussten.



Zu dem Park führt eine alte Straße und ein Stück Gravel Road, was für unseren Jeep gar kein Problem war. Dass letztendlich wirklich niemand dort war, ließ uns dann doch staunen. Aber auch die Felsformationen waren beeindruckend.
Wir konnten hier auf viele Felsen klettern. Immer mit der Vorsicht auf Klapperschlangen. Aber scheinbar war auch denen zu heiß. Für uns ein mega Tag in der Natur von Nevada und auch gleichzeitig der letzte in diesem Bundesstatt.





Utah
Heute ging es nach Utah. Dieser Bundesstatt war für uns in der Planung ein Muss. Wir haben gehört, dass es einer der schönsten Bundesstaaten sei und so viel Abenteuer- und Outdoor-Möglichkeiten bieten soll. Also perfekt für uns. So ging es von Nevada über die Interstate hinüber nach Utah und wir erreichten die Stadt St. George. Mit einem Besuch in einem kleinen Cafe eröffneten wir unsere Reise durch den Abenteuer-Staatin den USA:
Zion Nationalpark
Noch vor dem Mittag erreichten wir den Zion Nationalpark. Wir hatten noch nicht viel gesehen, außer die Berge aus dem Auto heraus. Doch fühlten wir uns schon vollkommen abgeholt. Am Zion Guru, dem Outdoor-Sezialisten im Zion Nationalpark machten wir halt. Der Store ist mitten in Springdale gelegen. Das war unser Anlaufpunkt für die kommenden Tage. Die Crew war super sympathisch und hat alle Fragen und Bedenken souverän beantworten können.
Als unser Domizil haben wir das Open Sky Zion ausgewählt. Ein luxuriöser Glamping Spot sehr ruhig gelegen mit allem, was wir uns wünschten und vorstellten. Und noch viel mehr. Wir hatten zwei Schlafzimmer, ein Wohnbereich, Terrasse, ein großes Bad und eine Außendusche.



Dazu gab es auf dem Gelände einen Schwimmteich und ein Restaurant. Frühstück gab es immer im Haupt-Zelt. Einfach ein unglaublich schöner Ort, den wir euch allen empfehlen.
Angels Landing Trail
Unser erstes Abenteuer startete aber noch am selben Tag. Für den Angels Landing Trail braucht es eine Permission, die man Online in einer Lotterie erhalten kann. Wir hatten am Vortag Glück und haben für uns 4 Permissions erhalten. Wir konnten also starten. Beim Zion Guru haben wir 4 E-Bikes ausgeliehen und mit diesen ging es rasant zum Start des Trails. Auch ein Shuttle Bus würde dort hin fahren, aber mit den Bikes waren wir etwas flexibler.
Die Wanderung war anfänglich eher einfach und führte uns hinauf bis zum Scout Lookout. Bis dahin kann jeder wandern. Ab hier werden dann die Permissions kontrolliert und es beginnt eine Gratwanderung. Der Weg ist wirklich schmal und teilweise nichts für schwache Nerven. Für uns war alles recht einfach, denn wir sind da durchaus anderes gewohnt. Aber wir haben auch einige Wanderer gesehen, die Probleme hatten.
Oben angekommen bot sich uns eine wunderbare Aussicht über den Zion Nationalpark. Wir waren jetzt schon verliebt in diesen Nationalpark. Es stimmte hier einfach alles. Und wir haben noch weitere Abenteuer vor uns! Die Wanderung zurück ging dann auch recht einfach von der Hand. Wir waren so innerhalb von 3 Stunden hinauf und wieder zurück. Mit den E-Bikes ging es dann wieder rasant zurück nach Springdale.





Am Abend gab es einen sehr leckeren Regie-Burger im Oscar’s Cafe bevor es zum nächsten Abenteuer ging.
Stargazing Tour
Nachdem wir dann unser Glamping-Zelt im Open Sky Zion bezogen hatten ging es am Abend nochmal los. Zum Sonnenuntergang fuhren wir ein Stück zur anderen Richtung in den Zion hinein. Auf einem kleinen Parkplatz trafen wir unseren Guide und einen Fotografen würden Abend. Eine Stargazing Tour stand auf unserem Programm. Wir liefen gemeinsam ein Stück einen Feldweg entlang. Dann trafen wir auf Leichtende Kugeln in gewissen Abständen. Das stellte die Planeten Planeten unseres Sonnensystems dar.
Auf einem kleinen Platz angekommen lagen große Sitzsäcke und eine kleine Bar mit kühlen Getränken. Ringsum standen große Teleskope und besonders Flo war etwas aufgeregt. Man merkte gleich, dass er für das Thema brannte. Er stellte viele Fragen während unser Guide den Sternenhimmel erklärte und uns erzählte, woher wir alle kommen.
Wir waren ohne Erwartungen gegenüber dieser Stargazing Tour und wurden vollkommen positiv überrascht. Eine echte Empfehlung. Allerdings waren wir sehr spät im Bett und am Morgen hieß es früh aufstehen. Mal sehen, ob das so gut klappt.



Canyoneering im Water Canyon
Der nächste Morgen war gekommen und ja, es klappte aufzustehen. Auch wenn mit Mühe und schläfrigen Augen. Aber heute stand eine Canyoneering Tour im Water Canyon an. Mit unserem Guide vom Zion Guru trafen wir uns auf einem Parkplatz und fuhren dann gemeinsam etwa 45 Minuten zum Water Canyon. Hier packten wir alle unsere Kletterausrüstungen und überprüften alle Sachen.
Nun starteten wir eine etwa einstündige Wanderung in den Canyon hinein bis wir den ersten Punkt zum Abseilen (rappelling) erreichten. Die komplette Kletterausrüstung war nun gefragt. Unser Guide Harold machte alle Sicherheitsvorkehrungen und brachte die Seile an. Dann ging es auch schon los. Wir haben uns die erste Wand abgeseilt. Das klappte sehr gut. So folgten in den nächsten Stunden noch weitere Wände, die wir uns hinab seilten oder auch mal etwas hinauf kletterten. Ein wirkliches Abenteuer!



Am Ende kamen wir an einigen kleinen Natur-Pools an, die mit kaltem Wasser gefüllt waren. Flo Ben und Harold trauten sich in das kalte Wasser. Der Wanderweg zurück zum Auto war dann recht easy. Auf dem Weg zurück zum Open Sky Glamping Camp vielen allen die Augen zu. Die Nacht war dann doch recht kurz.

Am Abend haben wir das Restaurant Black Sage im Open Zion Camp besucht. Es gab wirklich sehr hochklassigen amerikanische Küche. Sehr lecker.
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The Narrows
Ein weiterer Tag und ein weiteres Abenteuer stand auf dem Plan. Der Narrows Trail sollte ein Kindheitstrauma von Melanie überwinden. Vor fast 20 Jahren durfte sie den Wanderweg durch den Fluss nicht, weil ihre Eltern meinten: „Kind, da werden deine Hosen nass.“ Und genau darum ging es doch! Mit Wasser-Wanderschuhen vom Zion Guru und einem langen Holzstock ausgestattet ging es los mit den E-Bikes zum Startpunkt der The Narrows.
Von den Flip-Flops sind wir dann auf die Wasser-Wanderschuhe gewechselt und los ging der Hike. Am Anfang war es noch easy, aber es kam recht schnell die tiefste Stelle. Hier ging uns das Wasser bist etwas über den Bauchnabel. Im weiteren Verlauf war das Wasser maximal Knietief, meistens aber Knöcheltief.


Über die Wall-Street, dem engsten Abschnitt von The Narrows wanderten wir etwa 11 Kilometer bis zu den Big Springs. Wir haben uns immer wieder gefragt, wie weit es noch ist und zweifelten zwischendurch auch etwas, haben es dann aber nach 5 Stunden doch geschafft bis zu unserem Ziel. Der Rückweg dauerte dann auch recht lange, obwohl es Flussabwärts etwas schneller ging.



Völlig geschafft kamen wir dann wieder zurück zum Zion Guru. Wir gaben unsere Fahrräder wieder ab und behielten aber noch die Wasserschuhe für den kommenden Tag.
The Kanarra Falls
Für die Kanada Fall haben wir schon einige Wochen zuvor eine Permission organisiert. Nur 200 Menschen dürfen pro Tag diesen Trail machen. Ohne diese Permission habt ihr also keinen Zutritt. Die Wanderung ist nicht lang, führt aber wieder teilweise durch ein Flussbett. Wir hatten noch die Wasserschuhe vom Zion Guru dabei. Das war perfekt.
Wir wanderten erst einen Wanderweg, später ein Flussbett und durch einen Slot-Canyon und kletterten schließlich die kleinen Kanarra Wasserfälle hinauf. Die Wanderung ist nicht schwer und auch bei den heißen Temperaturen ein beliebtes Ziel für Familien.



Bryce Canyon
Unsere Route führte nun in Richtung Bryce Canyon. Wir nahmen die Route, die uns von allen empfohlen wurde. Die Empfehlung ließ sich sehen. Wir kamen unerwartet am Cedar Breaks National Monument vorbei und waren sehr beeindruckt. Die Route führte uns durch Wälder und wir waren auf über 3000 Metern Höhe. Demzufolge waren die Temperaturen auch sehr angenehm. Am späten Nachmittag erreichten wir die Region des Bryce Canyon und auch das Bryce Glamp And Camp, wo wir die kommenden zwei Nächte verbrachten..



Im Bryce haben wir dann einen vollen Tag verbracht. Am Morgen sind wir früh gestartet zu einer Fototour mit dem Guide Chris vom Zion Guru. Chris ist selbst Fotograf und wir wollten die schönsten Ecken und Fotospots im Bryce mit ihm entdecken. Er zeigte uns dann einen wunderschönen Trail durch den Bryce, fuhr mit uns noch zu verschiedenen Aussichtspunkten entlang der Scenic Road.
Der Bryce gilt als einer der schönsten National Parks in den USA und das vollkommen zu recht. Auch wir waren begeistert. Christ zeigte und dann noch die Mossy Cave und einen kleinen Wasserfall etwas unterhalb des Bryce Canyons.





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Capitol Reef National Park
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg vom Bryce nach Moab. Wir durchquerten unter anderem Escalante und stellten fest, dass es auch hier viel zu entdecken gibt. Wir hatten dafür aber leiderkeine Zeit. Den Capitol Reed Canyon haben wir dann über die Scenic Road besucht. Viel Zeit hatten wir aber auch hier nicht. Unweit des Nationalparks gab es Hickman Natural Bridge, zu der wir einen kurzen Hike gemacht haben.
Moab
Wir erreichten schließlich Moab und unsere Unterkunft die Moab Springs Ranch. Hier haben wir einen Bungalow mit zwei Queensize Betten bezogen. Sehr zu empfehlen ist das kleine Cafe neben der Rezeption der Ranch. Hier starten wir die zwei Tage in Moab. Eigentlich hatten wir nur einen vollen Tag in Moab. Im Umkreis der Stadt gibt es zwei Nationalparks und einen State Park. Und außerdem gibt es ganz viele Outdoor-Abenteuer in der Region. Wir hatten also wie immer zu wenig Zeit.
Arches National Park
Wir haben aber eine Agentur gefunden, die uns einen kleinen Einblick in alles an einem Tag versprochen hat. Moab in a Day heißt die Agentur und am Morgen wurden wir von unserem Guide Buzz in einem Bus abgeholt. Wir fuhren in den Arches National Park. Hier stehen über 2000 Bögen aus Sandstein und einige davon kann man sogar hautnah erleben.



Eine Scenic Road führt durch den National Park und unser Guide Buzz hat und die schönsten Stellen und Arches gezeigt. Auch einige Geheimtipps waren von ihm dabei. So sind wir auch mal ein paar Felsen hinauf geklettert um unglaubliche Orte zu erleben.
Dead Horse State Park
Es ging weiter in den Dead Horse State Park. Hier hat man eine unglaubliche Aussicht auf den Colorado River. Wir standen auf einmal an einem Rim, und schauten in einen riesigen Canyon. Man nennt ihn auch den Grand Canyon von Utah.
Während wir noch staunten, baute Buzz an einem Picknick-Platz ein ebensolches auf. Er hatte für alle eine kleine Box mit frischen Snacks mit und dazu gab es kühle Getränke. An so einem tollen Ort ein Picknick zu machen ist mal richtig cool!


Canyonlands National Park
Wir fuhren weiter zum letzten National Park für den heutigen Tag. Im Canyonlands National Park sind wir noch zwei Spots angefahren. Zum einen war es ein Mesa Arch, ein Bogen der an der Seite einer steilen Kante stand, die dann mehrere hundert Meter in die Tiefe ging. Der Bogen durfte nicht betreten werden, denn das sieht echt alles sehr fragil aus. Sehr spektakulär.
Der zweite Spot war dann ein Aussichtspunkt auf den Green River, welcher sich durch einen riesigen Canyon schlängelte. Unglaublich, diese Weite, die dieser Canyon hatte.
4×4 Jeep Tour durch die Canyons
Und dann kam die Action. Wir stiegen vom Bus in einen 4×4 Jeep. Wir nahmen nun nicht die Straße, die wir gekommen waren, sondern fuhren querfeldein über eine Dirtroad. Ein kurzer Stopp an einem Balance Rock, dann ging es auch schon in den Canyon hinein. Ein schmaler Weg, welcher rechts oder links tief abfiel führte den Canyon hinab. Wir durchquerten einen riesigen Felsen, der quer über dem Weg lag. Wir kamen an balanced Rocks vorbei, die auf den Weg zu fallen drohten. Aber Buzz hat das souverän gemeistert und hatte immer einen Blick auf mögliche Steinschläge.
Wir haben also wirklich sehr viel innerhalb von einem Tag in Moab gesehen. Moab in a Day hat seinem Namen also alle Ehre gemacht.
Valley of the Gods
Unser Roadtrip führte uns heute weiter und wir erreichten nach einiger Zeit auf dem Highway den Abzweig zum Valley of the Gods. Ab hier gab es eine Gravel Road, die uns durch das Tal führte. Wir fuhren etwa zwei Stunden durch das Valley und wir waren so begeistert über die Felsformationen.
Nachdem wir die Gravelroad absolviert hatten, fuhren wir noch hinauf auf den View of The Valley of the Gods. Die Aussicht war unglaublich.


Monument Valley
Für uns ging es weiter in Richtung Monument Valley und erreichten aber zuvor noch den Forrest Gump Point. Hier lief Forrest Gump im Film entlang und wir stellten die Scene noch einmal nach. Das Foto ist auch sehr gut geworden, so finden wir.

Unsere kommende Nacht sollten wir in einem original Hogan verbringen, was eine typische Behausung der Navajos war, der Ureingeborenen. Am Abend schauten wir in den Sonnenuntergang und genössen ein kühles Getränk mit Blick auf das Monument Valley.


Am nächsten Morgen hieße es sehr früh aufstehen. Eine Sunrise-Tour stand an und wir haben diese Tour mit einem Navajo Guide von Monument Valley Safari gemacht. Die Tour startete um 5:30 Uhr.





Arizona
Das Monument Valley liegt genau auf der Grenze von Utah und Arizona. So erreichten wir also nun auch den 4. Bundesstaat auf unserem Roadtrip. Wir starten in Richtung der Stadt Page. Die Stadt liegt am Lake Powell, welcher aber zur Zeit unseres Besuchs sehr wenig Wasser führte. Daher waren Klippensprünge und wirkliches Baden gar nicht möglich. Das haben wir etwas falsch eingeschätzt. Dort warteten aber noch weitere Abenteuer auf uns.
Antelope Canyon Via Ferrata
Eines der unglaublichsten Abenteuer sollte schon am Nachmittag auf uns zukommen. Wir wollten den unglaublichen Antelope Canyon erkunden. Unzählige Bilder haben wir gesehen, aber wir wollten den Canyon nicht einfach nur zu Fuß erkunden. Wir haben einen Klettersteig durch den Canyon gefunden. Also wurde hier beim Antelope Ridge Adventure Park eine Tour gebucht.
Wir kamen am Basecamp an und unser Guide wartete schon auf uns. Unsere Kletterausrüstung von Mammut hatten wir dabei und haben alles angezogen. Dann liefen wir nur wenige Meter bis zum Einstieg. Auf einer Plattform haben wir uns nach und nach selbstständig abgeseilt und standen auf einmal mitten im Canyon.
Ein zweiter Abseil-PArt ließ uns noch tiefer in den Canyon kommen. Dann ging es über Via Ferrata Stufen durch den schmalen Canyon. Immer angeseilt quetschten wir uns tiefer und tiefer in und durch die Sandsteinwände.


Die Bilder die wir gesehen hatten, waren auf einmal um uns herum. Wir staunten und schauten immer wieder die Felsspalte nach oben. Ohne jede Angst erreichten wir nach etwa einer Stunde den Ausgang. Von hier an führte eine kurze aber etwas herausfordernde Via Ferrata Route zum Ziel der Tour. Das war wirklich eine der unglaublichsten Klettersteig-Touren, die wir bisher gemacht haben.



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Horseshoe Band
Wohl eines der berühmtesten Bildern aus Arizona neben dem Grand Canyon ist der Horseshoe Bend. Ein tiefer Canyon durch den der Colorado River fließt. Letztendlich erreicht der Fluss einige Kilometer weiter dann auch den Grand Canyon. Der Horshoe Bend ist ein beliebter Aussichtspunkt, da der Colorado River hier im Glen Canyon eine Biegung in Form einen Hufeisens macht und das quasi perfekt zum Sonnenuntergang ausgerichtet ist.
Wir haben es an dem Tag auch gerade noch so zum Sonnenuntergang zum Horseshoe Bend geschafft. Aber es war sehr voll und viele Touristen wollten hier die Sonne untergehen sehen. Wir suchten unser Plätzchen und konnten sogar ein paar schöne Fotos machen.


Im Anschluss fuhren wir zu unserer Unterkunft Lees Ferry Lodge. Es war bereits dunkel, aber wir fanden ein großes Holzhaus vor, welches nur für uns war. Einfach unglaublich. Wir machten noch ein BBQ mit Mais zum Abendessen und fielen geschafft ins Bett.
The White Pocket
Heute hatten wir ein echtes Abenteuer vor und wir waren uns nicht sicher, ob das klappt. Mit unserem Jeep wollten wir zum White Pocket fahren. Wir hatten schon einiges im Web gesehen darüber. Uns war etwas mulmig, aber wir starteten das Abenteuer. Es waren etwa 16 Meilen, für die wir 2 Stunden brauchen sollten. An einer kleinen Tankstelle fragten wir nochmal die Besitzer, ob das eine gute Idee sei. Sie zuckten mit den Schultern.
Egal… hinein ins Abenteuer! Nachdem wir einige Meilen auf einer Straße fuhren, bogen wir ab auf eine Gravel Road. Einige Meilen weiter bogen wir wieder rechts ab und der Weg wurde immer sandiger. Unser Jeep wurde hier richtig gefordert. Hier kommt man nur mit einem echten 4×4 durch, denn der Sand war 30-40 cm tief.
Wir erreichten schließlich unser Ziel, The White Pocket. Es war unglaublich, was wir hier vorfanden. Wie auf einem anderen Planeten bildeten die Felsen und Steine surreale Formationen. Wir konnten hier überall klettern und alles für uns entdecken. Es war nur eine andere kleine Gruppe hier. Ansonsten war alles Menschenleer. Wie Brokkoli oder Blumenkohl sah hier alles aus. Oder wie Muskelstränge von einem Menschen. Einfach unglaublich, was wir hier zu sehen bekamen.





Nach zwei Stunden in der prallen Sonne fuhren wir weiter. Über Page kamen wir schließlich am Abend wieder zu Lees Ferry Lodge. Wie am Abend zuvor machten wir ein BBQ und ließen den verrückten Tag Revue passieren.
Kayak auf dem Colorado River im Glen Canyon
Früh aufstehen hieß es für uns vier. Wir sollten um 6 Uhr am Lees Ferry Anleger sein, denn hier wartete unser Zubringerboot mit zwei Kayaks an Board von Kayak Horseshoe Bend. Das Boot brachten uns den Colorado River hinauf in den Glen Canyon hinein. Die Skipperin fragte uns wie weit wir wollten und ob wir durch den Horseshoe Bend durch fahren wollten. Das bejaten wir, aber wir wollten nur etwa 3 Stunden paddeln. So fuhr sie uns eine Runde mit dem Motorboot durch den Horshoe Bend, bevor sie uns an einem kleinen Strand aussetzte.
Von nun an ging es mit Muskelkraft und der Strömung des Colorado Rivers zurück. Das Wasser war klar und sehr frisch. Also besser nicht hinein fallen. Es war unglaublich ruhig, als wir dann endlich auf dem Wasser waren. Nur unsere Stimmen halten zwischen den über 300 Meter hohen Schluchten hin und her. Das frühe Aufstehen hat sich also mal wieder gelohnt, denn es waren unglaubliche schöne Momente.



Wir paddelten weiter und auf einmal sahen wir am Ufer zwei Wildpferde. Wir konnten mit unseren Paddelbooten sehr nah heran. Auch einen Bieber konnten wir sehen. Nur ein paar Minuten später stand auf einmal ein weiteres Pferd im Wasser und fraß die Wasserpflanzen. Wir schauten ungläubig, doch das Wildpferd war von uns unbeeindruckt.
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Nach etwa drei Stunden auf dem Wasser erreichten wir dann wieder den Lees Ferry Anleger.
Grand Canyon
Für uns ein der Roadtrip nun weiter zum Grand Canyon. Der wohl berühmteste Canyon der Welt hat einige Orte, von denen man drauf schauen kann. Unser Ziel war das South-Rim des Grand Canyon. Es soll wohl den schönsten Blick auf den Grand Canyon bieten, so sagten uns das viele im Vorfeld unserer Reise.
Nun war es also soweit. Wir hatten eine Lodge von Xanterra gebucht und erreichten diese zum Nachmittag. Von hier aus konnten wir am South-Rim viele Aussichtspunkte erreichen. Die Xanterra Lodge war eine von vielen hier und es biete mit dem Hotel El Tovar, Bright Angel Lodge, Kachina Lodge, Thunderbird Lodge und der Maswik Lodge ein historisches Dorf am Grand Canyon.
Wir machten und auch direkt zum Grand Canyon Rim um einen Blick auf den Canyon zu werfen. Es war wirklich beeindruckend hier oben zu stehen! Muss man schon sagen. Wir schauten uns noch den Sonnenuntergang an und gingen dann am Abend ins Restaurant des El Tabor Hotels zum Abendessen.



Mit dem Helikopter von Papillon über den Grand Canyon
Der nächste Tag startete für uns sehr aufregend. Wir hatten am Morgen einen Helikopter Tour mit Papillon geplant. Wir fuhren voller Aufregung zum Flugplatz und dort sahen wir schon die Helis starten und landen. Die Aufregung stieg bei uns allen. Wir wurden beim CheckIn gewogen und haben uns anschließend ein Sicherheitsvideo angeschaut. Dann wurden wir auch schon aufgerufen und uns wurden Nummern zugeteilt. Das waren die Sitzplätze, die uns zugeteilt wurden. Und schon ging es los zum Hubschrauber. Wir wurden alle angeleitet beim Einsteigen.
Dannstartete der Hubschrauber und der Pilot fragte, ob alles in Ordnung sei. Alle antworteten mit: „Ja“. Und schon flogen wir los. Erst ging es knapp über die Bäume des Waldes. Dann näherte sich der Rim und wir sahen den Grand Canyon. Der Moment als wir über die Kante flogen, war für alle aufregend. Dann flogen wir etwa 35 Minuten über den Grand Canyon bis zum North-Rim und zurück.





Ein wirklich unglaubliches Erlebnis, dass wir euch allen ans Herz legen. Das müsst ihr unbedingt machen!
Den übrigen Tag ließen wir uns sehr entspannt treiben. Eine Wanderung, die wir eigentlich vor hatten, war nicht wirklich möglich, da die Temperaturen sehr hoch waren. Also schlenderten wir am Rim entlang und besuchten das Mary Colter’s Lookout Studio mit dem kleinen tollen Balkon und den zwei Fernrohren. Immer wieder entdeckten wir verschiedene Tiere. So haben wir Elche, Wapitis, verschiedene Eichhörnchen und Condor gesehen. Die Elche und Wapitis standen uns oft einfach direkt gegenüber und waren kaum scheu.



Am Abend gingen wir im Big E Steakhouse & Saloon zum Abendessen. Es gab klassische Amerikanische Küche, aber sehr lecker.
Williams an der Route 66
Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf den Weg weiter in den Süden. Sedona sollte unser Ziel sein. Doch wir erreichten zuerst einmal Williams. Eine kleine Stadt die vom Mythos der berühmten Route 66 lebt. Hier mussten wir natürlich einen Stopp machen. Es sah alles schon etwas nach dem Film „Cars“ aus. Wir schauten in den ein oder andere Souvenir-Shop hinein.
Ein Foto mit dem riesigen Route 66 Zeichen auf der Straße musste natürlich auch noch sein. Dann ging unsere Fahrt weiter.



Sedona
Wir erreichten dann am frühen Nachmittag Sedona. Die Stadt liegt mitten in Arizona nördlich von Pheonix und ist bekannt als Tourismus-Hochburg. Besonders Amerikaner machen hier Urlaub.
Slide Rock State Park & Grasshopper Point
Unser erster Berührungspunkt in Sedona war der Slide Rock Park. Und der Name ist Programm. Ein State Park, in dem der Oak Creek zwischen roten Felsen hinab fließt und dabei wundervolle Natur-Rutschen gebildet hat. Wir waren hier nicht die einzigen Touristen, die diese Natur-Rutschen ausprobieren wollten und auch die Einheimischen kommen gerne hier her. Aber jeder fand hier seinen Platz und alle hatten sehr viel Spaß im Wasser. Toiletten gibt es wie in jedem Park in den USA vor Ort und sogar ein kleiner Kiosk ist da,
Für uns ging es weiter zum Grasshopper Point. Hier fließt auch wieder der Oak Creek entlang und man hat die Möglichkeit von hohen Klippen zu springen. Flo und Ben haben das natürlich genutzt und hatten Spaß von den Klippen zu springen. Es gab aber hier Menschen, die warn noch waghalsiger und sind von weiter oben gesprungen.



In Sedona angekommen haben wir unser Hotel das Best Western Plus Arroyo Roble Hotel & Creekside Villas bezogen und hatten dort ein herrlichen Ferienhaus direkt am Oak Creek.
Den Abend ließen wir beim Mexikaner Javelina Cantina ganz gemütlich ausklingen. Wir hatten hier so viel Spaß und gutes Essen, dass wir die letzten an dem Abend waren, die das Restaurant verließen.
Brins Mesa, Soldier Pass, Jordan Road Trailhead & die Seven Sacred Pools
Am nächsten Tag starteten wir sehr früh, denn wir wollten den heißen Temperaturen aus dem Weg gehen. Es war eine Wanderung zu den Seven Sacred Pools geplant. Die Wanderung war eigentlich nicht schwer. Es waren knapp 5 Meilen und etwa 800 Fuß an Höhe zu überwinden. Allerdings war die Hitze im Sommer unser Endgegner. Wir hatten aber genügend Wasser dabei. Jeder von uns hatte 2 Lieder im Rucksack und dazu nochmal 1,5 Liter an Reserve. Wir haben das Wasser wirklich komplett gebraucht.



Zum Mittagessen waren wir in Sedona in der Wildcraft Kitchen. Das erinnerte uns sehr an Berlin. Es gab veganes und vegetarisches Essen. Alles frisch und sehr lecker.
4×4 Tour mit Arizona Safari Jeep Tours
Am Nachmittag war es dann zu warm für Aktivitäten. Aber einen 4×4 Jeep Tour war jetzt genau das Richtige. Die Tour startete in Sedona und führte eine Dirtroad, die nur mit einem solchen 4×4 Jeep machbar ist den Berg hinauf. Es haperte ordentlich und wir wurden alle durchgeschüttelt.
Wir erreichten schließlich einen großen Felsen und unser Guide zeigte uns die atemberaubend Kulisse von Sedona und den roten Felsen. Er erzählte uns, dass Elvis Presley hier oben ein Musikvideo gedreht hat. Wir schauten auf YouTube nach und fanden die Ausschnitte, die hier gedreht wurden. Es ging dann den gleichen Weg zurück und wieder wurden wir gehörig durchgeschüttelt.



Nachdem wir frisch geduscht und uns wieder ausgehfein im Best Western Hotel gemacht haben, fuhren wir zum Flughafen. Dieser war auf einem Berg gelegen und hier gab es ein Flughafen Restaurant. Im Mesa Grill Sedona haben wir auch wieder sehr lecker gegessen. Es gab amerikanische Küche, aber sehr gut gemacht.
Der Devils Bridge Trail
Unser letzter Tag in Sedona war schon gekommen. Auch heute hieß es früh aufstehen, wobei der Tag noch sehr lang werden sollte. Wir hatten eine Wanderung zur Devils Bridge geplant. Diese ist eines der bekanntesten Motive aus Sedona. Die Wanderung war nicht schwer und auch nicht weit. Aber wieder war die aufkommende Hitze die Herausforderung. An der Devils Bridge angekommen, mussten wir etwas warten, bis wir ein Foto machen konnten. Es war schon etwas Nervenkitzel über die Natur-Brücke zu gehen.


Der Rückweg war dann easy und wir haben letztendlich etwa 5 Meilen zurückgelegt. Eine wirklich tolle Wanderung, bei der man aber damit rechnen muss, dass man hier ganz sicher nicht alleine ist.
Auf der Route 66 nach Las Vegas
Wir verabschiedeten uns von Sedona und mussten weiter, denn wir hatten am Abend in Las Vegas schon die ersten Termine und somit etwas Zeitdruck. Allerdings war die Interstate gesperrt und alle mussten über die legendäre Route 66. Ein Stück davon wollten wir eh fahren, aber eben nicht mit den tausenden LKWs. Aber so war es eben, also rollte alles über die alte Route 66. In den kleinen Orten am Straßenrand gab es immer wieder etwas zu sehen, so machten wir den ein oder anderen Stopp und ließen uns auf die schrullig alte USA-Route ein. Zu sehen gab es da eine ganze Menge. So fuhren wir manchmal zügig, manchmal im Stau steckend immer weiter.
Las Vegas
Den Abschluss unserer Reise bildete Las Vegas. Wir erwarteten den total Kontrast zu den letzten drei Wochen, aber irgendwie waren wir neugierig und freuten uns eine der verrücktesten Städte der Welt. Bereits vor unserem Besuch haben wir einige Dinge geplant und ein gutes Programm ausgearbeitet. Wir sind also nicht unvorbereitet nach Las Vegas gefahren.
Als wir über den Hoover-Staudamm von Arizona nach Nevada fuhren, wussten wir, Las Vegas ist nicht mehr weit. Und dann tauchte die Skyline am Horizont auf und die Aufregung stieg, aber wir wussten auch, dass wir jetzt etwas Zeitdruck hatten. Denn heute Abend stand schon der erste Programmpunkt an.



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Blue Man Group in Las Vegas
Die Blue Man Group hatten wir schon mehrfach in Berlin gesehen und daher wussten wir, dass dies gute und einfache Unterhaltung mit Witz und Comedy in einer Show ist. Also passte das perfekt für den ersten Abend in Vegas. Wir haben es dann auch rechtzeitig zur Show geschafft. Die Show war dann identisch zu der in Berlin, aber wir haben uns sehr gut amüsiert und vor allem Flo und Ben hatten sichtlich Spaß.


Neon Museum
Unser Abend endete dann im Neon Museum von Las Vegas. Hier wurden alte Neon Schilder ausgestellt. Der Ort war sehr angenehm, denn es hatte was entspannendes und war ganz anders als das übrige trubselige Vegas. Es gab eine Bar mit Getränken und es lief entspannte Lounge-Music. Ein kleiner Rundgang führte uns durch eine Vielzahl an alter Schilder.



Museum of Illusion
Wie der Abend endete so starte auch der Tag in einem Museum. Im Museum of Illusion haben wir unseren Sinnen einen Streich gespielt. Jede Menge optische Täuschungen und skurriele Dinge gab es hier zum ausprobieren. Es gab zum Beispiel eine Röhre, die sich drehte. Als wir hier durchliefen hatten wir das Gefühl wir würden uns drehen. Oder andere optische Spielerreien ließen Flo ganz klein und Bend ganz groß aussehen. Wir hatten hier richtig Spaß!
Hochzeit in Las Vegas in der Bliss Wedding Chapel
Das wohl witzigste Highlight unserer Roadtrip passierte dann in der Bliss Wedding Chapel. Ja… wir haben nochmal „Ja“ gesagt. Bei unserer standesamtlichen Hochzeit vor fast genau 17 Jahren war noch keines unserer Kinder geboren. Auch die Kirchliche Trauung hat Flo kleines schreiendes Baby quasi verpasst. Und hey… Vegas Baby… wir heiraten.
Unsere Jungs fanden es voll peinlich und wir auch, aber sorry, da müssen wir jetzt alle durch. Die Zeremonie wurde von einer deutschen Ministerin getraut. Also alles auf deutsch. Die Jungs haben sich vollkommen weggeschmissen und konnten sich das lachen nicht verkneifen. Es war auch wirklich lustig. Auch die Ministerin hatte mit uns sichtlich Spaß.
Der Fotograf machte im Anschluss noch Bilder von uns und es gibt sogar ein Video… dieses wird allerdings niemals das Licht der Öffentlichkeit erblicken! 😉



Area 15
Am Nachmittag stand nun ein Besuch der Area 15 auf dem Programm. Das sind mehrere Vergnügungshallen im Stiele von Endzeitstimmung und Gaming-Event. Hier kann man den ganzen Tag verbringen. Wir hatten leider nur ein paar Stunden. So konnten wir uns längst nicht alles anschauen. Die Jungs wollten unbedingt mit dem Formel 1 Simulator fahren. Danach haben wir noch Achst-Werfen ausprobiert.



Für uns war es eine crazy Abwechslung in Vegas zu den bunten verrückten Hotels. Aber man braucht hier eben viel Zeit. Man kann mehrere Tage in der Area 15 verbringen, um wirklich alles zu erkunden und zu entdecken.
Cirque du Soleil – Michael Jackson ONE
Die Shows des Cirque du Soleil sind in der ganzen Welt bekannt. Und dazu noch der King of Pop… das kann nur gut sein, dachten wir uns. Genau mit diesen Erwartungen gingen wir am Abend zu Cinque du Soleil – Micheal Jackson ONE. Und unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt.


Die Artisten haben ihr Können in einer eindrucksvollen Art und Weise dargeboten. Es gab Trampolin Elemente, es gab eine Poledance Artistin, es gab Zauberelemente und natürlich wurde auch viel getanzt und auch gesungen. Immer wieder wurden Video Snippets von Micheal Jackson eingebaut. Sei es aus der Kindheit, aus Musikvideos und auch aus Fernsehauftritten.
Die Show ist sehr zu empfehlen, auch wenn man kein riesiger Micheal Jackson Fan ist oder war. Man kennt dann doch fast alle Lieder.
Bacchanal Buffet im Cesars Palace
Zu einem der ausgefallensten Buffets ging es für uns am Abend. Im Caesars Palace wird jeden Tag dieses Buffet angeboten. Es kostet 100 Dollar pro Person inkl. aller alkoholfreien Getränke. Es gab eine große Auswahl an an Fisch, Meeresfrüchten, Brot, Fleisch, Asiatischer Küche, Italienischer Küche und süßen Desserts. Wir hatten also die Qual der Wahl.
Damit wir aber alles probieren konnten, haben wir die Taktik der shared Häppchen angewandt. Wir Eltern sind zusammen los und die Kids sind zusammen los. Je Pärchen haben wir immer nur ein kleines Stück von vielen verschiedenen Platten genommen. So kosteten wir uns durch das ganze Buffet. Am Ende füllten wir dann den Platz im Magen mit unseren Favourites und natürlich mit dem leckeren Dessert. Es war einfach richtig gut!



Fly Over – Wonders of the American West
Das Fly Over kannten wir bereits aus Island und dachten auch hier in Las Vegas, dass dies ein cooler Abschluss nach der Reise ist. So haben wir uns für die Wonders of the American West Tour von Fly Over entschieden. Nach einer kleinen Einführungsgeschichte, die eindrucksvoll auf verschiedenen Videoleinwänden projiziert wurde ging es dann zum eigentlichen „Fliegen“.
Wir stiegen in eine Rehe von Sitzen, schnallten uns an und los ging die wilde Fahrt. Der Boden klappte unter uns weg und wir flogen scheinbar über den Wilden Westen der USA. Wirklich crazy, wie man das Gehirn mit Bildern und ein paar angedeuteten Bewegungen überlisten kann und so ein unglaubliches Gefühl vom Fliegen zaubern kann. Eine coole Sache nach unserem Roadtrip, nochmal so einen Overview zu bekommen.
Gordon Ramsey Burger
Der Abschluss für Las Vegas und auch für unseren kompletten Roadtrip bildete ein Besuch bei Gordon Ramsay Burger. Der weltbekannte Koch aus Hells Kitchen hat hier in Vegas mehrere Restaurants und wir waren gespannt, was denn wirklich dahinter steckt. Sind die Burger wirklich so gut, wie es der Name des Restaurants vermuten lässt? Unsere einstimmige Meinung: Ja! Die Burger waren echt großartig. Also wirklich ein toller Abschluss für diese unglaubliche Reise.



Unsere Gedanken zum Westen der USA
Gleich vorweg: Wir sind noch längst nicht fertig mit den Staaten. Es gibt noch so viel zu entdecken und wir haben selbst an den Orten wo wir waren noch so viel liegen gelassen. Also kommen wir ganz sicher wieder.
Was uns durchaus überrascht hat: Wir haben auf unserem USA-Roadtrip viele coole Menschen getroffen, die auch sehr korrekte Ansichten hatten und das auch ohne vorgehaltener Hand ausgesprochen haben. Dafür gibt es unsere Respekt! Alle hatten Hoffnung auf die Zukunft. Wir haben tolle Gespräche geführt, wir wurden überall freundlich empfangen und wir haben gemerkt, dass die Amerikaner die Könige des Small-Talks sind. Aber hey, dass war cool. So kamen wir sehr leicht mit Menschen in Kontakt.
Uns wurde im Vorfeld gesagt, dass das Essen in Amerika eine Katastrophe sei. Wir empfanden das tatsächlich gar nicht so. Wir haben alle möglichen großen Fast Food Ketten gemieden. Haben auch keine anderen Food-Ketten aufgesucht und sind damit sehr gut gefahren. Mexikanisches Essen ist eine echte Alternative und bietet auch einiges an Gemüse. Zum Frühstück kamen wir mit einem Regie Skillet sehr gut. Das ist eine Gemüsepfanne mit Ei. Wir haben in Burger-Restaurants auch festgestellt, dass man immer nach eine vegetarischen Variante fragen kann. Zudem gibt es in den Nationalparks überall kostenlose Wasserbrunnen und in den Tankstellen kosten die Refill-Getränke fast gar nicht oder sind sogar kostenlos. Fragt einfach und behaltet nach dem ersten Tankstellenbesuch eure Trinkbecher.

Was uns noch überrascht hat: Das Interesse für die Natur und auch das Umweltbewusstsein ist in Amerika gerade in den Nationalparks teilweise viel größer als hier in Europa. Wir denken immer, die haben da drüben keine Ahnung… das stimmt nicht. Da liegt nirgends Müll in den Bergen, wie es teilweise in den Alpen der Fall ist. Niemand lässt sein Zeug liegen und alle sind bedacht ihre Nationalparks sauber zu halten.
Uns hat es sehr gut gefallen und wir wollen auf jeden Fall wieder nach Amerika. Mal sehen, wann es für uns wieder soweit ist und ob andere Teile des Landes auch so cool drauf sind.