Malta stand schon lange auf unserer Liste. Türkisblaues Wasser, spektakuläre Klippen, historische Städte und dazu das mediterrane Lebensgefühl mitten im Frühling – genau die Mischung aus Abenteuer, Kultur und Entspannung, die wir als Familie lieben. Gemeinsam mit unseren Teenagern wollten wir die Inselgruppe im Mittelmeer aktiv entdecken: mit E-Bikes über Gozo, beim Abseilen an steilen Felswänden, auf Bootstouren durch Meereshöhlen und beim Erkunden jahrtausendealter Tempelanlagen.
Schnell merkten wir: Malta ist viel mehr als nur ein klassisches Badeziel. Die Insel überrascht mit rauer Natur, beeindruckender Geschichte, kleinen versteckten Buchten und unglaublich vielen Outdoor-Möglichkeiten. Gleichzeitig liegen viele Highlights nur wenige Fahrminuten voneinander entfernt, was Malta gerade für Familien perfekt macht.
In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf unsere viertägige Reise über Malta und Gozo – voller Abenteuer, kulinarischer Entdeckungen, beeindruckender Küstenlandschaften und echter Familienmomente zwischen Mittelmeer und Frühlingssonne.
Flüge nach Malta
Von Berlin aus nach Malta gibt es mehrfach die Woche Direktflüge mit KM Malta Airlines. Es gibt aber auch aus anderen Städten in Deutschland über die Woche hinweg Direktflüge auf die südlichste Insel von Europa. Wichtig ist zu wissen, dass man bei KM Malta Airlines wirklich genau vergleichen sollte, was man für einen Tarif bucht. Braucht es wirklich so viel Gepäck? Reicht auch ein günstiger Tarif und man bucht Gepäck extra dazu.
Der Flug ging am Abend von Berlin aus nach Malta. Wir erreichten also spät am Abend die Insel und nachdem wir auch unseren Mietwagen abgeholt hatten fuhren wir in den Norden der Insel an den Golden Bay, wo sich unser Hotel für die kommenden 4 Nächte befand.
Radisson Blu Resort & Spa Malta Golden Sands
Es gibt eine Vielzahl an Hotels auf Malta und gerade im Frühling ist es recht einfach ein passendes Hotel zu finden. Wir haben dieses im Radisson Blu Resort & Spa Malta Golden Sands für uns gefunden. Ein großer Hotelkomplex mit allen Annehmlichkeiten direkt an wohl einem der schönsten Strände von Malta.
Wir hatten in dem Hotel eine Familien-Suite mit zwei Doppelzimmern und einem Wohnbereich. Das Hotel verfügt neben Pools, Fitnessbereich und mehreren Restaurants auch einen eigenen Strand. Dieser war jetzt im Frühling noch nicht geöffnet, denn die Temperaturen sind noch zu frisch. Aber jetzt im Frühling ist die Insel Malta recht grün und es blüht überall. Das ist uns schon damals auf Sardinien aufgefallen, als wir im Frühling dort waren.
Der Frühling ist für uns eine der schönsten Jahreszeiten zum Reisen im Mittelmeer-Raum. Die Regionen blühen und die Temperaturen sind schon angenehm und es ist noch nicht so heiß. Damit sind auch echte Abenteuer möglich! So auch hier auf Malta.


Valletta – die Hauptstadt von Malta
Der erste Tag auf Malta und wir starteten nach dem Frühstück auf die erste Erkundungstour von Malta. Es ging für uns in die Hauptstadt Valletta, eine der kleinsten Hauptstädten Europas. Die Stadt liegt auf einer Halbinsel zwischen zwei Naturhäfen und wurde im 16. Jahrhundert vom Johanniterorden gegründet. Ihren Namen erhielt sie nach dem Großmeister Jean Parisot de Valette, der die Insel nach der erfolgreichen Verteidigung gegen die Osmanen ausbauen ließ.
Heute ist Valletta vor allem für ihre goldfarbenen Kalksteinfassaden, engen Gassen und barocken Gebäude bekannt. Die gesamte Altstadt zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders sehenswert sind für uns die St. John’s Co-Cathedral mit ihren prachtvollen Innenräumen und Gemälden von Caravaggio sowie die Upper Barrakka Gardens, von denen man einen beeindruckenden Blick auf den Grand Harbour hat. Diese beiden Orte wollten wir unbedingt sehen.
Typisch für Valletta und auch den Rest von Malta sind die bunten Holzbalkone, die sich über die engen Straßen ziehen. Durch ihre Mischung aus Geschichte, Meerblick und südländischer Atmosphäre gilt die Stadt als eines der beliebtesten Reiseziele im Mittelmeerraum und wir können nun absolut verstehen warum.


Valletta ist übrigens komplett quadratisch aufgebaut. Man kann sich also ganz sicher nicht in den Gassen verlaufen, denn man kommt immer wieder an einem Ende raus.
St. John’s Co-Cathedral
Also erstes ging es für uns in die berühmteste Kathedrale von Malta. Die St. John’s Co-Cathedral ist eines der bedeutendsten Bauwerken Maltas und gilt als eines der prächtigsten Kirchengebäude Europas. Sie wurde zwischen 1573 und 1578 vom Johanniterorden erbaut und diente den Rittern des Ordens als zentrale Kirche. Wir waren sehr erstaunt, dass diese Kirche so schnell erbaut wurde, während andere Kirchen-Bauwerke Jahrhunderte brauchen.
Von außen wirkt das Gebäude vergleichsweise schlicht und festungsartig – ein bewusster Kontrast zum überwältigenden Inneren.
Im Inneren entfaltet sich ein prachtvoller barocker Stil: vergoldete Ornamente, reich verzierte Marmorböden, kunstvolle Kapellen und ein beeindruckendes Deckengemälde schmücken die Kathedrale. Uns wurde gesagt, dass bis zu 35 Kilogramm Gold hier an den Wänden hängen. Der Marmorboden der Kathedrale ist ebenfalls außergewöhnlich: Dort befinden sich kunstvoll gestaltete Grabplatten zahlreicher Ritter des Johanniterordens. Jede Platte erzählt durch Symbole und Verzierungen etwas über das Leben und den Rang der begrabenen Person.



Wir liefen durch das beeindruckende Gebäude und wir erreichten die Gemälde vom italienischen Malers Caravaggio. Sein Gemälde Die Enthauptung Johannes des Täufers gilt als Meisterwerk des Barock und ist hier zu sehen. Es ist eines der wertvollsten Kunstwerke Maltas. Eine kleiner Film erzählte die Geschichte und die Entstehung des Werkes von Caravaggio.

Heute wird die St. John’s Co-Cathedral von Besucher aus aller Welt besucht, um die einzigartige Verbindung aus Geschichte, Kunst und Architektur zu erleben.
Der Grandmaster’s Palace (Großmeisterpalast)
Für uns ging es nur einige Schritte weiter zum 1571 erbauten Großmeisterpalast. Vom maltesischen Architekten Girolamo Cassar erbaut, war es die offizielle Residenz der Großmeister des Johanniterordens.
Von außen wirkt der Palast eher schlicht und massiv und fügt sich in die Stadt ein. Doch im Inneren beeindruckt er mit prachtvollen Sälen, reich verzierten Decken, Wandteppichen und historischen Kunstwerken. Besonders bekannt sind die sogenannten State Rooms – repräsentative Räume, die früher für politische Treffen und feierliche Zeremonien genutzt wurden. Einer der eindrucksvollsten Räume ist die Council Chamber mit ihren wertvollen französischen Gobelin-Wandteppichen.
Im Laufe der Geschichte hatte der Palast verschiedene Funktionen. Während der britischen Herrschaft diente er als Sitz des Gouverneurs, später tagte dort das maltesische Parlament. Heute befindet sich dort unter anderem das Büro des Präsidenten von Malta. Teile des Gebäudes sind als Museum öffentlich zugänglich.



Wir schlenderten durch die vielen Räumlichkeiten und erreichten auch die Palace Armoury – eine der bedeutendsten Waffensammlungen Europas. Dort werden historische Rüstungen, Schwerter und Waffen der Ritter des Johanniterordens ausgestellt, was besonders spannend für Familien mit kleineren Kids ist, die noch so richtig auf echte Ritter stehen. Aber auch viele erwachsene Besucher empfinden diese Sammlung als besonders faszinierend, weil sie einen direkten Eindruck vom militärischen Leben der Ritter vermittelt.
Die Upper Barrakka Gardens & Upper Barrakka Lift
Nach einem kleinen Mittags-Snack ging es für uns nun weiter durch die kleinen Gassen von Valletta zu den Upper Barrakka Gardens: auf hohen Terrassen herrlich angelegte Gärten mit einer großen Aussichtsplattform. Sie liegen direkt auf den alten Befestigungsmauern der Stadt und bieten einen spektakulären Blick über den Grand Harbour und die sogenannten Three Cities (Birgu, Senglea und Cospicua).

Die Gärten wurden ursprünglich im 17. Jahrhundert von den Johannitern (Malteserorden) als privater Rückzugsort für italienische Ritter angelegt. Die Kanonen von damals werden noch heute immer um 12 Uhr und 16 Uhr abgefeuert und locken somit täglich viele Touristen an. Wir nahmen den Aufzug (Upper Barrakka Lift) hinunter zum Hafen, denn dort wartete bereits ein traditionelles Boot, welches uns hinüber nach Birgu brachte. Wir hatten leider nicht genügend Zeit uns auch noch die Three Cities (Birgu, Senglea und Cospicua) anzuschauen. Denn für uns ging es nun weiter zu einer kleinen Farm.
Ftira zubereiten auf der
Wir erreichten durch den dichten Verkehr auf Malta dann schließlich die kleine Ta‘ Cicivetta Farm mitten auf der Insel Malta. Hier empfing uns der Besitzer der Farm und zeigte uns als erstes das Haus und die vielen Tiere die hier lebten. Das alte Farmhaus wurde wundervoll ausgebaut und liebevoll mit Details restauriert. Er empfängt hier Touristen, aber auch Schulklassen und zeigt das Leben auf der Farm mit den Tieren und dem Anbau von Obst und Gemüse.


Aber wir waren nicht nur für eine Besichtigung hier. Der Farmbesitzer wollte uns zeigen, wie man Ftira zubereitet. Ftira ist eigentlich ein ringförmiges Sauerteigbrot, das außen knusprig und innen weich ist. Es hat eine lange Tradition auf Malta und gilt dort fast als Kulturgut. Neben dem Brot selbst ist vor allem die Ftira, eben auch als belegtes Sandwich bekannt – und für uns ging es heute eben um die Zubereitung des Sandwiches.
Uns wurde eine ganz eigene Art des Ftira gezeigt mit Zutaten aus dem Garten der Farm und aus dem Meer. Beide Brothälften wurden mit Tomatensoße und Olivenöl bestrichen. Darauf kamen Tunfisch, Oliven und Kapern, maltesischer Käse und etwas Minze sowie Meersalz und Pfeffer bildeten den Abschluss, bevor das Brot zusammen geklappt wurde.
Und dann hieß es schmecken lassen und das tat es… so richtig gut. Wir lieben Ftira!



Abseiling an den Xaqqa Cliffs
Nach diesem sehr leckeren Snack und den Eindrücken von der Farm kam für uns nun die Action. Hier trafen wir auf Christopher von Gebla Climbing Malta, der schon einiges an der großen Felswand vorbereitet hatte. Wir wollten uns an einer große Klippe abseilen. Der erste Part waren etwa 15 Meter und der zweite Part war etwa 40 Meter an einer steilen Felswand.
Wir zogen direkt unsere Mammut Klettergurte und Helme an und checkten gegenseitig unsere Ausrüstung. Wir hatten schon die Zustieg- und Via-Ferrata-Schuhe von Garmont an den Füßen und unsere Outdoor-Hosen von Beyond Nordic waren auch am Start. Dann gab uns Chris eine kurze aber sehr genaue Einweisung. Es gab ein Seil zum Abseilen und ein zusätzliches Sicherungsseil, mit dem uns Chris von oben sicherte.


Und dann ging es los. Flo war der Erste und nacheinander seilten wir uns die 15 Meter Wand ab. In dem kleinen Canyon konnte man sehr gute Fotos von der gegenüberliegenden Seite machen. Nach den 15 Metern ging es hinüber zu der 40 Meter Wand. Hier wurde es schon etwas aufregender. Aber auch diese Wand haben wir alle entspannt abgeseilt. Was für ein cooles Abenteuer.



Auf Malta gibt es sehr viele Kletter und Abseiling-Spots sowie auch Klettersteige. Es empfiehlt sich immer mit Guide unterwegs zu sein. Wir waren total happy über dieses coole Abenteuer.
Zum Abendessen ging es für uns in das one80, einem sehr hochwertigen maltesischem Restaurant mit einem wundervollen Ambiente und sehr leckerem Essen. Sehr zu empfehlen.
Mit der Fähre von Malta nach Gozo
Der zweite Tag startete für uns an der Fähre im Norden von Malta, die uns hinüber nach Gozo bringen sollte. Wir sind zu Fuß mit der Fähre hinüber auf die Nachbarinsel gefahren. Diese geht aber auch sehr einfach mit dem PKW.
Die kleine Schwesterinsel Gozo gilt als ruhiger, grüner und ursprünglicher als das lebhafte Malta selbst. Mit ihren beeindruckenden Steilküsten, versteckten Buchten, historischen Dörfern und kristallklarem Wasser ist Gozo ein perfekter Ort für alle, die Entschleunigung und Natur suchen. Besonders beliebt sind Sehenswürdigkeiten wie die Zitadelle in Victoria, die roten Sandstrände der Ramla Bay und die spektakulären Küstenlandschaften rund um Dwejra. Trotz ihrer überschaubaren Größe versprüht Gozo eine ganz eigene Atmosphäre – ruhig, authentisch und typisch mediterran.

Wir waren also sehr gespannt, was wir alles auf der kleinen Insel Gozo entdecken werden. Die Überfahrt von Malta nach Gozo dauerte etwa 30 Minuten.
Biketour mit Gozo Adventures
Als erstes ging es mit E-Bikes mit Gozo Adventures und dem lustigen Guide Kevin von Gozo Segway über die die kleine Insel Gozo. Wir bekamen an der Bike-Station an und bekamen für jeden ein passendes E-Bike. Kevin gab uns eine kurze Einweisung und schon konnte es los gehen.
Kevin merkte schnell, dass wir auf Fahrrädern sehr gut unterwegs waren. Und änderte kurzerhand die Route etwas ab, damit es etwas spannender wurde. Am Xlendi Beach machten wir einen ersten kurzen Stopp für einen Kaffee und dann ging es einen Berg hinauf.

Die beeindruckenden Sannat Cliffs
Wir erreichten die Sannat Cliffs und wussten gar nicht, was uns hier erwartet. Als wir dann um eine kleine Kurve direkt an den Cliffs entlang fuhren offenbarte sich die ganze Schönheit. Es erinnere uns star an die Cliffs of Moher in Irland. Ein wahnsinniger Blick. Der Wind hier oben war heute sogar ähnlich stark, wie an den berühmten Cliffs in Irland. Allerdings war es hier viel wärmer und mediterraner.


Nach einigen Fotos und diesem tollen Blick ging es für uns weiter auf den E-Bikes.
Mgarr ix-Xini Canyon im Westen von Gozo
Dann kam wir an die kleine Bucht Mgarr ix-Xini, welche auf Gozo zu den versteckten Highlights gehört und wirkt fast wie ein geheimer Rückzugsort zwischen steilen Felsen und türkisblauem Wasser. Über einen schmalen Trail erreichten wir die ruhige Naturbucht.

Der Anschließende Canyon verläuft in kurvigen Linien hinein ins Landesinnere von Gozo. Hier gibt es einige sehr beliebte Kletterspots. Wir fuhren eine schmale Straße entlang des Canyons und erreichten dann wieder die Verleihstation mit unserem Guide Kevin. Die Bikes waren schnell wieder abgegeben und wir hatten alle Hunger.
In Marsalforn, ganz auf der anderen Seite der Insel fanden wir ein tolles Restaurant mit dem Namen Il-Kartell direkt am Wasser. Es gab herrliches Seafood für uns alle und wir waren sehr glücklich über das leckere Essen.
Buggy Tour zu den Besten Spots auf Gozo
Nun gab es wieder etwas Action für uns. Wir wurden direkt am Restaurant von einem Buggy von Yippee Malta abgeholt. Und jetzt wurde es rasant. Mit diesem Buggy fuhr uns ein Fahrer über die Insel. Wir wollten alle wichtigen Spots von Gozo sehen und mit dem Buggy hatten wir genau das richtige Fortbewegungsmittel. Also starteten wir auf eine ganze besondere Site Seeing Tour!
Salt Pans auf Gozo
Wer auf Gozo unterwegs ist, sollte die berühmten Salt Pans an der Nordküste der Insel auf keinen Fall verpassen. Zwischen Marsalforn und der Xwejni Bay ziehen sich die historischen Salzbecken kilometerweit direkt entlang der felsigen Küste und gehören definitiv zum „must see“ auf Gozo. Wir erreichten am Nachmittag die Salt Pans.
Schon beim ersten Blick wirkt die Küste fast surreal: Wie ein riesiges Schachbrett wurden die rechteckigen Becken über Jahrhunderte hinweg in den hellen Kalkstein geschlagen. Und tatsächlich wird hier bis heute noch Meersalz auf traditionelle Weise gewonnen. Durch Sonne und Wind verdunstet das Meerwasser langsam in den flachen Becken, bis am Ende feines Salz zurückbleibt, das teilweise noch per Hand geerntet wird.


Besonders schön fanden wir die Stimmung am Nachmittag. Das warme Licht, die raue Küste, das tiefblaue Meer und die geometrischen Formen der Salt Pans ergeben zusammen eine Kulisse, die uns beeindruckte. Es gibt hier noch zwei Familien die Salz aus dem Meer gewinnen und es hier auch verkaufen.
Wied il-Mielaħ Window im Norden von Gozo
Für uns ging es nur ein kleines Stück weiter über die kleine Insel. Hier fanden wir das Wied il-Mielaħ Window. Der gewaltige Felsbogen an der rauen Nordwestküste erinnert an das berühmte Azure Window und begeistert mit steilen Klippen, türkisfarbenem Wasser und einer spektakulären Aussicht auf das Mittelmeer. Ein absoluter Fotospot und perfekter Halt auf unserer Tour mit dem Buggy über Gozo.

Blue Hole und das einstige das Azur Window
Am Blue Hole angekommen erläuterte uns der Fahrer, dass hier unter anderem „Game of Thrones“ gedreht wurde. Zu den Dreharbeiten stand das Azur Window noch, dieses ist 2017 bei einem Sturm eingestürzt. Wir konnten also nur noch erahnen, wo der beeindruckende Felsbogen stand.
Wir blickten die Klippe hinunter zum Blue Hole, welches direkt vor dem ehemaligen Azur Window liegt. Dieses Blue Hole ist ein tiefblaues Meeresauge, welches bei Tauchern sehr beliebt ist. Doch wir hatten nicht mehr viel Zeit. Unser Fahrer brachte uns nun wieder zum Anleger der Fähre.


Am Abend ging es nun mit der Fähre wieder zurück auf die Insel Malta. Täglich gibt es etwa 40 bis 60 Überfahrten von Malta nach Gozo und ebensoviele wieder zurück. Wir erreichten am Abend unser Hotel und fielen dann doch sehr geschafft vom Tag ins Bett.
Cittadella in Victoria auf Gozo
Unsere Tour war noch nicht zu Ende und wir fuhren weiter. Nun ging es weiter in die Stadt Victoria genau mitten ins Herzen der Insel. Hier steht auf dem höchsten Punkt der Insel die Citadelle. Sie thront eindrucksvoll über der Insel. Die alte Festungsanlage mit ihren engen Gassen, massiven Mauern und historischen Gebäuden erzählt von Jahrhunderten bewegter Geschichte und bietet gleichzeitig einen unglaublichen Rundumblick über ganz Gozo bis hin zum Meer. Wir schlenderten über die alten Mauern und durch die schmalen Gassen und schauten immer wieder über die Insel. Wir konnten das Meer auf alle Seiten sehen.



Wanderung auf Malta entlang der Imgiebah Bay
Unser dritter Tag sollte sehr aktiv werden. Das Wetter war wunderbar und wir trafen uns nach dem Frühstück mit Alan von Kayak Tours Malta und seinem Freund Shawn. Eigentlich war eine Kajak-Tour geplant. Aber der Wind war zu stark und die Wellen für eine Kajak-Tour etwas zu hoch.
Also machten wir mit den beiden eine Wanderung. Wir trafen uns in Qasam ta‘ Santa Marija mit den beiden und wanderten dann an der Küste entlang. Erst liefen wir auf einem schmalen Trail und unsere beiden Guides erklärten uns einiges zur Vegetation hier auf Malta.


Dann wurde es abenteuerlicher. Alan und Shawn merkten, dass wir sowohl gut ausgestattet mit Garmont Wanderschuhen, Osprey Rucksäcken und Beyond Nordic Wanderhosen und außerdem sehr gut und sicher unterwegs waren. Also ging es nun für uns alle über riesige Kalksteinfelsen und wir entdeckten so unglaublich viele Fossilien. Hier waren Muscheln, Seeigel und andere tausende Jahre alte Meeresbewohner in den Steinen verewigt.



Wir kletterten weiter durch die Felsen bis wir letztendlich wieder auf dem Wanderweg landeten. Ein richtig cooles Abenteuer und eine echte Wanderung für Teenager und uns als Eltern.
Halbtagestour mit dem Boot von Malta nach Comino und Gozo
Am Nachmittag ging es für uns an Board von einem Boot von Ebsons Comino Ferries. Wir hatten für den halben Tag eine Bootstour zur Insel Domino geplant. Das Mittelmeer zeigte sich recht unruhig und wir waren uns nicht wirklich sicher, was für ein Abenteuer hier auf uns wartete. Am Pier angekommen stiegen wir auf das Boot und dann ging es auch direkt los. Unser Kapitän fuhr in Richtung der kleinen Insel Comino und es wurde sehr schaukelig auf dem kleinen Boot.
Es ging dann an der steilen Küste von Comino entlang bis zu den Santa Maria Caves. Das waren große Höhlen im Meer und unser Kapitän steuerte das Boot direkt in eine der Höhlen hinein. Die zweite Höhle hat Flo dann entdeckt, indem er hinein geschwommen ist. Hier konnte man auch an Land gehen und durch einen Tunnel hinauf auf die Klippen gelangen.



Für uns ging es nun noch weiter bis zur Santa Maria Bay, einem kleinen Strand. Hier lagen einige Boote, denn die Wellen waren hier sehr ruhig und man konnte auch an Land gehen. Wir taten das auch und liefen entspannt über den kleinen Strand. Einige mutige badeten auch schon im Meer.
Wir fuhren dann noch hinüber nach Gozo und ankerten in einer kleinen ruhigen Bucht. Hier trauten sich nun auch Flo und Ben ins Wasser. Aber auch nur kurz, denn das Mittelmeer ist jetzt im Frühjahr doch noch recht frisch. Wir fuhren dann wieder zurück und das Boot schaukelte uns so richtig durch. Es hatte ordentlich zu tun bei dem Wellengang und dem Wind (allerdings hätten man in Irland darüber nur gelächelt). Wir kamen etwas nass, aber sicher wieder am Pier an und waren sehr happy über diese Tour mit dem Boot. Es ist einfach toll Malta, Comino und Gozo vom Meer aus zu erleben.
Coral Lagoon auf Malta
Doch damit war unser Tag noch nicht zu Ende. Wir wollten noch zur Coral Lagoon im Norden von Malta. Dieser Ort ist in unmittelbarer Nähe zum Hafen. Die kreisrunde Felsformation entstand durch den Einsturz einer Meereshöhle und begeistert mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser.
Bei unserem Besuch waren wir vor allem vom Ausblick und den Wellen beeindruckt: Die Kombination aus den hellen Kalksteinfelsen und dem tiefblauen Meer macht die Coral Lagoon zu einem echten Fotospot. Wer die Nordküste Maltas erkundet, sollte diesen besonderen Ort nicht verpassen. Mit dem Kajak kann man bei ruhiger See auch in die Coral LAgoon hinein fahren.

Sonnenuntergang an den Dingli Cliffs
Wir hatten heute noch etwas Zeit und zum Sonnenuntergang fuhren wir zu den Dingli Cliffs. Dies war eine Empfehlung von Kevin vom E-Bike-Verleih auf Gozo. Wir erreichten den Viewpoint und tatsächlich war es ein wundervoller Blick über die Cliffs auf die untergehend Sonne. Wir genossen den Moment ein wenig und dann zog es uns aber doch zum Essen, denn wir waren nach diesem Tag alle recht hungrig.

Zum Abendessen ging es für uns anschließend in das Restaurant Diar il-Bniet. Hier gab es maltesische Küche. Sehr lecker und super sympathische Crew. Das Restaurant können wir sehr empfehlen. Auch das war eine Empfehlung, die wir von Kevin erhalten haben. Wir genossen das leckere maltesische Dinner und hatten einen sehr angenehmen Abend.
Der letzte Tag auf Malta und alle Spots, die wir noch sehen wollten
Es war unser letzter Tag auf Malta und wir checkten aus unserem Hotel aus. Mit dem Mietwagen wollten wir heute nochmal einige Spots allein ohne Guide entdecken. Die Insel ist nicht groß und so kommt man sehr einfach und schnell von einem Ende der Insel zum anderen.
Geplant war eigentlich noch ein Besuch im Malta National Aquarium in San Pawl il-Baħar im Norden. Aber aufgrund des wundervollen Wetters, haben wir das ausgelassen und werden es aber beim nächsten Besuch nachholen.
Mdina – auf den Spuren von „Game of Thrones“
Für uns ging es nach Rabat und Mdina. Rabat ist bekannt für seine vielen bunten Holzbalkone, welche als Gallarija genannt werden. Der geschlossene Holzbalkon entstand vermutlich während der arabischen Epoche (870–1090 n. Chr.). Ursprünglich waren sie Statussymbole, die von Kaufleuten und Adligen genutzt wurden. Diese findet man aber überall auf Malta.

Mdina hingegen ist die ehemalige Hauptstadt Maltas, wird nicht umsonst die „Silent City“ genannt. Hinter den mächtigen Stadtmauern erwartet Besucher eine faszinierende Mischung aus mittelalterlicher Architektur, engen Gassen und gerade jetzt am Morgen eine entspannte Ruhe. Vor allem am Abend, wenn die Gassen stimmungsvoll beleuchtet sind und die Restaurants und Bar geöffnet haben und gut besucht sind, soll Mdina ihre einzigartige Atmosphäre zeigen. Wir haben lieber die Ruhe am Morgen genossen.

Marsaxlokk, das kleine Fischerdorf
Unser nächstes Ziel war das Fischerdorf Marsaxlokk und es war noch früh, also perfekte Zeit zum Frühstücken. Als wir ankamen herrschte hier im kleinen Ort sehr viel Trubel. Viele Touristen hatten wohl die selbe Idee, wie wir. Und es war direkt im Hafen ein Markt aufgebaut.
Wir fanden dennoch ein passendes Café zum Frühstücken. Nach dem Frühstück versuchten wir uns durch die vielen Menschen zu manövrieren, denn hier in Marsaxlokk gibt es einen bestimmten Fotospot, den wir erreichen wollten. Wir haben das auch geschafft und haben auch das gewünschte Foto hinbekommen.

Noch einmal nach Valletta auf die berühmten Treppen
Nun fuhren wir noch einmal nach Valletta. Wir hatten am ersten Tag nicht wirklich viel Zeit um die Stadt zu erleben. Es gibt hier tolle Gassen und lange wunderschöne Treppen, die durch die Gassen führen. Auch ein tolles Eis haben wir noch in Valletta bekommen. Auch die Upper Barrakka Gardens haben wir nochmal besucht und haben entspannt eine Blick über den Hafen hinüber zu den drei Städten Birgu, Senglea und Cospicua geworfen.




Ħaġar Qim Tempel Anlage
Wir hatten nicht so viel Zeit, doch wir wollten noch die alten Tempel Anlagen besichtigen. Dies sind im Westen von Malta und von Valetta fährt man nur etwa 20 bis 30 Minuten, je nach Verkehr.
Die direkt an den Klippen gelegene UNESCO-Welterbestätte stammt aus der Zeit um 3600 v. Chr. und ist damit sogar älter als die Pyramiden in Ägypten. Besonders beeindruckend sind die riesigen Kalksteinblöcke, aus denen die Tempel errichtet wurden, sowie die einzigartige Lage mit Blick auf das Mittelmeer.

Neben den Tempeln gibt es auch ein Visitor Center. Wir hatten leider nicht mehr so viel Zeit um uns das auch anzuschauen. Das müssen wir unbedingt beim nächsten Besuch nachholen.
Blue Grotto im Westen von Malta
Dass Malte eine wirklich beeindruckende Küste mit viele Klippen hat und dazu spektakuläre Felsbögen war uns ja nun schon klar. Ein letzter Spot, den wir vor unserem Abflug noch besichtigen wollten, war die Blue Grotte. Sie liegt nicht weit von Flughafen. Obwohl… auf Malta ist alles nicht weit. Aber es passte eben so kurz vor dem Rückflug perfekt in unseren Plan.
Die Blue Grotto kann man bei ruhiger See auch mit einem Boot durchfahren, was auch unser Plan war. Nur spielte heute das Meer nicht mit. Es war wohl zu unruhig und die Boot fuhren nicht. Also schauten wir uns den wunderschönen Steinbogen vom Viewpoint oberhalb des Bogens an. Man konnte nicht ganz hindurch blicken, aber dafür haben wir ja eine Drohne.

Mit diesen letzten Eindrücken verabschiedeten wir uns von Malta und fuhren in Richtung Flughafen.
Wir wollen wieder nach Malta – Das ist sicher!
Vier Tage Malta und Gozo liegen hinter uns – voller Abenteuer, beeindruckender Landschaften und überraschend vielseitiger Eindrücke. Die Inseln haben uns mit ihrer Mischung aus Geschichte, mediterraner Atmosphäre und aktiven Outdoor-Erlebnissen absolut begeistert. Besonders spannend fanden wir, wie abwechslungsreich Malta trotz seiner überschaubaren Größe ist: morgens durch historische Gassen in Valletta schlendern, mittags mit dem Boot entlang steiler Klippen fahren und am Nachmittag an einer Felswand abseilen oder durch versteckte Buchten wandern.
Gerade für Familien mit Teenagern bietet Malta unglaublich viele Möglichkeiten. Die kurzen Wege, das angenehme Klima im Frühling und die Mischung aus Action, Natur und Kultur machen die Insel zu einem perfekten Reiseziel für aktive Familien. Auch Gozo hat uns mit seiner ruhigeren und ursprünglicheren Atmosphäre sofort begeistert.
Natürlich hatten wir in vier Tagen längst nicht genug Zeit, alles zu entdecken. Viele Orte würden wir gern noch intensiver erleben – und genau das ist für uns oft das schönste Zeichen einer gelungenen Reise: Wenn man schon während des Rückflugs weiß, dass man unbedingt wiederkommen möchte.
Und genau das steht für uns fest: Malta war ganz sicher nicht das letzte Abenteuer für uns im Mittelmeer.
