Das Leipziger Neuseeland – So viel Abenteuer am und auf dem Wasser kann man als Familie erleben

Wir wollten mal wieder raus und Abenteuer auf dem Wasser erleben und da kam uns das Leipziger Neuseeland in den Sinn. Wir haben schon einiges davon gehört und nun wollten wir es selbst erleben.

Wir hatten einiges an Aktivitäten geplant, so haben wir unsere Fahrräder mitgenommen, Badesachen (inkl. langes Badeshirt) und schon konnte es los gehen. Von Berlin aus erreicht man das Leipziger Neuseenland in etwas mehr als 2 Stunden mit dem Auto. Mit der Bahn und dem Fahrrad ist man etwa genauso schnell.

Seepark Auenhain – perfekt für kleine und große Ferien

Wir erreichten also von Berlin aus den Seepark Auenhain direkt am Markkleeberger See. Dieser bietet kleine Ferienhäuser, die perfekt für Familien sind. Hier lassen sich ausgezeichnet kleine und große Ferien verbringen.

Wir hatten ein Haus mit zwei Schlafzimmern, einer vollausgestatteten Küchee mit angeschlossendem Wohnbereich und dazu ein Bad mit einer Sauna und einer extra Toilette. Auf der Terrasse hinter dem Haus kann man entspannt die Abende ausklingen lassen.

Auf dem Gelände gibt es noch einen Indoor-Pool, ein Restaurant mit einem Frühstücksbereich, wo man sich für ein Wochenende auch Frühstück dazu bestellen kann. Was absolut Sinn macht, wenn man nicht selbst Frühstück für zwei Tage organisieren möchte. So haben wir das an diesem Wochenende auch gemacht.

Abendessen im Strandhaus Markkleeberger See

Mit unseren Fahrrädern ging es auch gleich los und wir entdeckten den Kanupark Markkleeberg direkt nebenan. Auch ein Strand ist unweit vom Seepark Auenhain. Wir fuhren die perfekt ausgebauten Fahrradwege entlang nach Markkleeberg und erreichten das Strandhaus Markkleeberger See. Wir hatten telefonisch einen Tisch reserviert und das war auch gut so, denn es waren am Abend alle Tische belegt.

Es gab moderne Küche mit Pasta, Fisch, und Steak. Hier findet jeder etwas, vom Vegetarier bis zum Fleischesser. Dazu sitzt man direkt am Wasser und die Crew war sehr freundlich. Wir waren also gespannt, was die kommenden zwei Tage im Leipziger Neuseeland für uns bereit halten.

Essen im Restaurant Seehaus am Markkleeberger See
Essen im Restaurant Seehaus am Markkleeberger See

4-Seenrunde im Leipziger Neuseeland mit dem Gravel-Bike

Den Tag starteten wir mit einem Frühstück im Seepark Auenhain. Dann packten wir unsere Gravel-Bikes mit allem was wir über den Tag brauchten. Vor allem Wasser, denn es war unglaublich heiß. Wir wollten die 4-Seenrunde im Leipziger Neuseenland fahren, welche uns um den Markkleeberger See, den Cospudener See, den Zwenkauer See und den Strömthaler See führen sollte.

Insgesamt ist diese Runde 60 km lang und hat keine Anstiege. Sie führt größtenteils auf wunderbarem Asphalt und ist somit perfekt auch für Rennradsportler. Diese haben wir auch schon am Vorabend immer wieder an unserem Ferienhaus vorbei zischen sehen.

Für uns ging es in Richtung Norden  durch Markkleeberg hindurch. Wir erreichten nun den Cospudener See, welcher am südlichen Zipfel auf der Bistumshöhe eine 35 Meter hohen Aussichtsturm hat. Dieser ist aus Holz mit einem Stahlgerüst im Inneren und bietet einen herrlichen Rundblick über das Leipziger Neuseeland. Direkt nebenan haben wir das Belantis, einen Freizeitpark entdeckt.

Wir fuhren weiter zum Zenkauer See. Hier führte der Radweg direkt am See entlang. Im Ort Zwenkau gibt es sogar einen kleinen Hafen und daneben einen Strand mit einer Strandbar. Wir entschlossen uns für einen Kaffee und ein kühles Getränk anzuhalten. An der Bar gibt es einen Lounge-Bereich in dem wir es uns einige Minuten gemütlich machten. Nun ging es weiter hinüber zum Strömthaler See. Falls die Beine schon schwer sind, kann man hier die Runde auch abkürzen. Um den Strömthaler See führt die Route nicht mehr die ganze Zeit am Wasser entlang.

Wir erreichten dann nach etwa 60 Kilometern wieder den Seepark Auenhain und freuten uns auf eine Dusche. Aber damit war der Tag noch nicht zu Ende, denn nun ging es für uns auf das Wasser.

Das VINETA-Flyboard auf dem Strömthaler See

Am Nachmittag ging es für uns an den Strömthaler See. Das ist einer der größten Seen im Leipziger Neuseeland und hier ging es für uns zum VINETA-Bistro. Die VINETA ist ein schwimmendes Gebäude auf dem Störmthaler See und gilt mit 15 m Höhe derzeit als höchstes Bauwerk auf einem deutschen See. Dies ist eine ganz besondere Location für Hochzeiten, Kulturveranstaltungen und exklusive Events aller Art.

Wir wollten aber anders hoch hinaus. Wir wollten das VINETA-Flyboard ausprobieren. Naja… Flo wollte es testen. Man fliegt damit, wie mit einem Jetpack an den Füßen mehrere Meter hoch über dem Wasser. Angetrieben wird das ganze von einem Jetski. Ein dicker Schlauch pumpt bis zu 100 Liter Wasser pro Sekunde durch zwei Wasserdüsen an den Füßen.

Flo auf dem VINETA-Flyboard im Leipziger Neuseenland
Flo auf dem VINETA-Flyboard im Leipziger Neuseenland

Flo machte sich bereit. Er bekam eine Einweisung, die Düsen an die Füße sowie Schutzausrüstung (Helm) und schon konnte es los gehen. Am Anfang war es noch verhalten und nicht wirklich hoch, doch Flo hatte den Dreh sehr schnell raus. Er kann solche Sachen einfach. Es ist Balance und Fußgefühl gefragt. Und schon flog er 5 bis 8 Meter hoch über dem Wasser. Etwa 25 Minuten Flugzeit bekommt ihr bei dem Spaß, man muss aber mindestens 16 Jahre alt sein. Also perfekt für ältere Teenager!

Am VINETA Bistro können wir euch die Flammkuchen sehr empfehlen. Dazu eine rote Fassbrause und wir waren gestärkt für das nächste Abenteuer.

Wakesurfen bei Wake Beach am Hainer See

Es ging an der Hainer See, welcher südlich des Strömthaler Sees liegt. Der Hainer See ist deutlich kleiner, dafür gibt es aber hier den Wake Beach. An dieser wirklich entspannt Strandbar, lässt es sich sehr gut aushalten. Ganz in der Nähe findet übrigens jedes Jahr das Highfield Festival statt.

Wir trafen dann Lucas, der uns mit seinem Boot mitnehmen sollte. Er fragt Flo und Ben, was sie denn gern machen würden. Bisher haben die beiden immer Wakeboarden an einer Anlage gemacht. Lucas meinte: „Wir machen heute was anderes… Kennt ihr Wake Surfen?“ Und schon glänzten die Augen der Jungs. Beim Wakesurfen nutz der Surfer die Heckwelle des Motorbootes. Das Boot wird dafür extra mit Wasser gefüllt, damit es sehr schwer ist und tief im Wasser liegt.

Wir fuhren also hinaus und Lucas hat den Jungs alles ganz in Ruhe erklärt. Auf dem Brett steht man wie beim Surfen ohne Bindung und beim Start wird man noch mit einem kurzen Seil gezogen. Flo war der erste Surfer. Das aufstehen klappte schon sehr gut und am Seil fuhr er auch super in der Welle. Dann kam der Moment ohne Seil zu fahren und das ging erstmal schief. Beim zweiten Versuch klappte es besser und er surfte einige Zeit auf der Welle.

Dann war Ben an der Reihe. Bei ihm klappte das surfen auf der Welle auf Anhieb. Ben fährt viel Skateboard, was ihm durchaus hilft. Lucas gab die ganze Zeit vom Boot aus Anweisungen und Ben machte das richtig gut. Die Jungs tauschten sich noch einige Male ab und das Grinsen ging ihnen nicht aus dem Gesicht.

Nach etwa einer Stunde mussten wir zurück. Aber was war das für ein entspannter Nachmittag mit Lucas auf dem Boot. Checkt den Hainer See und das Wake Beach von Lucas. Perfekter kann ein Tag auf dem Wasser nicht sein.

Abendessen im Restaurant Frischer Wind

Gleich mal als Tipp für euch: Wenn ihr am Wochenende eine Restaurant für den Abend sucht, reserviert euch einen Tisch telefonisch. Viele der Restaurants sind gerade an Sommertagen gut besucht. So auch das Restaurant Frischer Wind am Hainer See, in welchem wir an diesem Abend essen waren. Sie bieten ehrliche deutsche und internationale Küche. Es gibt viel Fisch und man sitzt direkt am Wasser.

Für uns der schöner Ausklang von einem aktiven Tag.

Fußballgolf im Kletterpark Markkleeberg

Ein neuer Tag im Leipziger Neuseeland und für uns ging es heute nach dem Frühstück zum Fußballgolf. Eine ganz neue Attraktion auf dem Gelände des Kletterparks Markkleeberg. Hier findet ihr neben einem Fußballgolf und Kletterpark auch Adventure Golf. Es gibt also richtig was zu erleben mit Kindern und Teenagern.

Der Fußballgolf Kurs hat 13 Löcher und diese sind sehr schön auf dem Areal eingebettet. Es geht darum mit einem Fußball ganz klassisch einen Parcours zu bewältigen, wobei am Ende der gewinnt, der am wenigsten Schüsse pro Runde benötigt. Das Battle zwischen unseren beiden Jungs war also eröffnet. Sie testeten alle Löcher… ihr Favorit war loch Nr. 12. Eine Runde dauert etwa 20-45 Minuten. Je nachdem wie viele Mitspieler ihr seid.

Ein wirklich cooler und entspannter Spaß für die ganze Familie.

Rafting im Kanupark Markkleeberg

Am Nachmittag wurde es für uns actionreicher. Direkt nebenan ist der Kanupark Markkleeberg. Dies ist eine weltcuptaugliche künstliche Wildwasseranlage in der auch die Profis und Olympioniken regelmäßig trainieren. Wir wussten also, was das heißt: Action pur! Genau das richtige für unser beiden Teenies. Und wir Eltern müssen eben mit.

Der Kanupark Markkleeberg bietet auf der Anlage neben Kajak auch Surfen oder Rafting an. Und mit einem Raft sollte es für und den Kanal hinunter gehen. In der Anlage gibt es auch ein kleines Café, von dem man einen tollen Blick über den Kanupark bekommt. So schauten wir erstmal beeindruckt den Kajaks und Rafts zu, die gerade im Wasser unterwegs waren.

Dann kamen wir an die Reihe. Wir bekamen einen Neopren-Anzug, Neopren-Füßlinge und gingen uns erstmal umziehen. Alles was ihr dabei haben müssen sind Badesachen, die man unter den Neopren zieht. Dann gab es noch eine Schwimmweste und einen Helm. Und schon ging es das erste Mal ins Wasser zur Abkühlung. Dieses war übrigens braun durch natürliche Eisenausfällungen aus dem ehemaligen Tagebau. Also alles ganz normal.

Für und ging es dann zur Einweisung, die sehr ausführlich war. Wir lernten alle Kommandos und was man bei welcher Ansage zu machen hat. Danach wurden wir einem Boot und einem Guide zugewiesen. Ja, man fährt natürlich nicht allein hier hinunter. Die Guides sind super cool und können das Raft eigentlich gefühlt auch allein steuern, denn sie wissen genau was sie machen. Wir wollten erstmal ein-zwei Einführungsrunden drehen um die Anlage kennen zu lernen. Mit einem Förderband geht es direkt im Raft nach jeder Runde wieder hinauf zum Start.

Kanupark Markkleeberg Rafting
Kanupark Markkleeberg Rafting

Nun zeigte uns unser Guide mal ein wenig mehr und steuerte das Boot in die ein oder andere große Welle. Er ließ uns auch mal in einer Welle stehen und das Boot lief vollkommen mit Wasser voll. Er hatte uns aber vorgewarnt und gesagt, wir sollen ruhig bleiben. Die nächste Runde ging es mal rückwärts runter, dann nochmal auf der Seite. Es hat richtig Laune gemacht, doch nach einer Stunde auf dem Wasser war das Rafting zu Ende.

Unser Eindruck vom Leipziger Neuseeland

Das Leipziger Neuseenland hat uns wirklich überrascht. Die Kombination aus den vielen Seen, hervorragend ausgebauten Radwegen und abwechslungsreichen Freizeitangeboten macht die Region zu einem perfekten Ziel für aktive Familien. Egal ob entspannt mit dem Fahrrad die Seen erkunden, Action beim Rafting oder Wakesurfen erleben oder einfach den Abend in einem Restaurant direkt am Wasser ausklingen lassen – hier kommt jedes Familienmitglied auf seine Kosten.

Besonders gefallen hat uns, dass sich Abenteuer und Erholung wunderbar miteinander verbinden lassen. Die Wege sind kurz, die Angebote vielfältig und alles ist bestens organisiert. So konnten wir an nur wenigen Tagen unglaublich viele unterschiedliche Erlebnisse sammeln.

Die Vineta im Leipziger Neuseenland
Die Vineta im Leipziger Neuseenland

Wenn ihr also auf der Suche nach einem Kurzurlaub seid, bei dem Natur, Wassersport und Familienzeit im Mittelpunkt stehen, können wir euch das Leipziger Neuseenland absolut empfehlen. Aber auch für einen längeren Aufenthalt lohnt sich ein Besuch, denn mit der Anbindung an die Stadt Leipzig eröffnen sich viele weiter Mögliche Aktivitäten.

Wir sind mit vielen tollen Erinnerungen nach Hause gefahren – und ganz sicher war das nicht unser letzter Besuch.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Autor

  • Ich bin Thomas und schreibe seit vielen Jahren den Familien Reiseblog Fravely. Ich liebe es die Welt zu bereisen und mit meinen beiden Jungs Flo und Ben und meiner Frau Melanie wundervolle Abenteuer zu erleben.

    Alle Beiträge ansehen

Schreibe einen Kommentar

UNTERSTÜTZT UNS

MIT EINEM KLICK

Unsere Inhalte entstehen durch persönliche Erfahrungen auf Reisen. Ein Teil unserer Arbeit wird durch sogenannte Affiliate-Links finanziert. Wenn ihr über einen dieser Links etwas bucht oder kauft, erhalten wir eine kleine Provision.

Für euch entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten. Der Preis bleibt genau derselbe – ihr unterstützt damit aber unsere Arbeit und helft uns, weiterhin hilfreiche Reiseberichte, Tipps und Inspiration für Reisen und Abenteuer zu erstellen.


Vielen Dank für EURE Unterstützung!