Irland hat uns schon beim ersten 4-Tage Irland-Roadtrip nicht mehr losgelassen – und genau deshalb hat es uns wieder zurück an den Wild Atlantic Way gezogen. Es ist schwer zu beschreiben, was diese Route entlang des Atlantik so besonders macht, aber vielleicht kennt ihr dieses Gefühl: Ihr stehst an der Küste, der Wind zerrt an deiner Jacke, unter dir brechen die Wellen gegen die Felsen – und plötzlich wird alles ganz still im Kopf.
Gerade mit Teenagern ist so ein Roadtrip entlang der Westküste ein kleines Abenteuer für sich. Jeden Tag ein neuer Abschnitt, neue Ausblicke, neue Stopps – und immer dieses Gefühl, dass hinter der nächsten Kurve wieder etwas wartet, das man so nicht erwartet hätte. Auf dem Wild Atlantic Way zeigt sich Irland immer wieder von seiner rauesten und gleichzeitig schönsten Seite. Endlose Klippen, der tosende Atlantik und diese besondere Weite, die einen gleichzeitig erdet und staunen lässt.
In diesem Beitrag nehmen wir euch mit zu drei ganz besonderen Orten, die uns unglaublich beeindruckt haben: die Cliffs of Moher, die Kilkee Cliffs und die Kerry Cliffs. Jeder für sich einzigartig – und doch alle geprägt von dieser wilden, unverfälschten Küstenlandschaft, die Irland so besonders macht. Also kommt mit zu den coolsten Klippen am Wild Atlantic Way in Irland.
Cliffs of Moher – die bekanntesten Klippen am Wild Atlantic Way
Es gibt Orte, die man schon unzählige Male gesehen hat – und die sich trotzdem nochmal ganz anders anfühlen, wenn man selbst dort steht. Genau so ging es uns bei den Cliffs of Moher. Die bis zu 214 Meter hohen Klippen ziehen sich über etwa 8 Kilometer entlang der Küste nahe Doolin und gehören zu den bekanntesten Naturorten Irlands.
Schon beim Ankommen wird schnell klar, warum dieser Ort so viele Menschen anzieht. Die Felsen fallen fast senkrecht in den Atlantik ab, die Wellen treffen unten mit voller Kraft auf die Klippen und der Wind gehört hier einfach dazu. Trotz dieser wilden Landschaft ist alles gut zugänglich: Die Wege sind größtenteils befestigt und führen entlang der Küste, sodass man immer wieder neue Perspektiven bekommt.


Rund um das Besucherzentrum ist entsprechend viel los, besonders tagsüber. Der Parkplatz ist zu den Öffnungszeiten kostenpflichtig, außerhalb kann man auch kostenlos dort parken. Ein Teil des Cliff Walks ist aktuell gesperrt, etwa ein Kilometer ist aber geöffnet. Auch wenn man nicht die komplette Strecke laufen kann, bekommt man trotzdem einen sehr guten Eindruck von der Landschaft.
Die Cliffs of Moher sind definitiv kein Geheimtipp – aber genau das macht sie auch irgendwie besonders. Es ist einer dieser Orte, den man einfach selbst erlebt haben muss, um zu verstehen, warum er so viele Menschen begeistert.



Kilkee Cliffs – der ruhige Geheimtipp am Wild Atlantic Way in Clare
Nach den Cliffs of Moher wirkt es erstmal schwer, noch beeindruckt zu werden – dachten wir zumindest. Die Kilkee Cliffs haben uns dann aber ziemlich schnell eines Besseren belehrt. Auch wenn sie mit rund 90 Metern deutlich niedriger sind, fühlen sie sich oft sogar noch intensiver an.
Die Klippen ziehen sich ebenfalls über etwa 8 Kilometer entlang der Küste bei Kilkee und sind Teil des Wild Atlantic Way. Der große Unterschied: Hier ist es deutlich ruhiger. Keine großen Besucherströme, keine überfüllten Wege – stattdessen hat man viele Abschnitte einfach für sich.



Die Wege sind größtenteils befestigt und führen direkt an den Klippen entlang. Dabei gibt es immer wieder Stellen, an denen man einfach stehen bleibt, weil die Aussicht so unerwartet spektakulär ist. Besonders cool fanden wir die Parkplätze: Manche liegen so nah an der Küste, dass man quasi direkt aus dem Auto aussteigt und sofort mitten in der Landschaft steht.
Ein echtes Highlight sind außerdem die drei natürlichen Felsenpools, die sich entlang der Strecke verstecken. Bei ruhigerem Wetter kann man hier richtig gut Zeit verbringen und die Umgebung nochmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben.

Die Kilkee Cliffs fühlen sich insgesamt etwas ursprünglicher an. Weniger bekannt, weniger inszeniert – dafür aber umso intensiver. Für uns definitiv einer der Orte, die man leicht unterschätzt und dann umso mehr feiert.
Kerry Cliffs – die höchsten Klippen am Wild Atlantic Way mit Blick auf die Skellig Islands
Wenn man denkt, höher und dramatischer geht kaum noch, kommen die Kerry Cliffs ins Spiel. Mit bis zu etwa 300 Metern Höhe sind sie die höchsten der drei Orte und ziehen sich über rund 14 Kilometer entlang der Küste im County Kerry.
Schon der erste Blick von oben fühlt sich anders an. Die Klippen fallen extrem steil in den Atlantik ab und die Dimensionen wirken fast ein bisschen unreal. Besonders spannend ist der Blick auf die Skellig Michael, die man von hier aus bei klarer Sicht gut erkennen kann – eine kleine Insel mitten im Meer, die fast schon wie aus einer anderen Welt wirkt.



Die Aussichtspunkte sind hier richtig gut platziert. Es gibt zwei höher gelegene Spots, von denen aus man die komplette Küste überblicken kann. Die Wege dazwischen sind teilweise befestigt, aber insgesamt wirkt alles etwas rauer und ursprünglicher als bei den Cliffs of Moher.
Was uns hier besonders gefallen hat, ist die Ruhe. Obwohl der Ort beeindruckend ist, verteilt es sich gut und man hat oft das Gefühl, die Landschaft wirklich für sich zu haben. Wichtig ist bei den Kerry Cliffs sind die Öffnungszeiten des Parkplatzes zu beobachten. Denn der Weg zu den Cliffs liegt auf Privatgelände, weshalb ein Eintrittsgeld erhoben wird. Besonders spannend, ist das es möglich ist mit dem Camper direkt an den Cliffs zu parken und dort dann auch zu übernachten.

Die Kerry Cliffs sind definitiv der Ort, der am meisten „Weite“ vermittelt. Alles wirkt größer, offener und irgendwie intensiver als an vielen anderen Küstenabschnitten Irlands.
Drei Klippen, ein Roadtrip – und ganz viel Irland-Gefühl
Unser Roadtrip auf dem Wild Atlantic Way hat uns mal wieder gezeigt, warum wir diese Route so lieben. Es sind nicht nur die einzelnen Highlights wie die Cliffs of Moher, die Kilkee Cliffs oder die Kerry Cliffs – es ist das Zusammenspiel aus all dem: die Strecken dazwischen, die spontanen Stopps, die kleinen Entdeckungen am Wegesrand.
Jede dieser Klippen hat ihren ganz eigenen Charakter. Die Cliffs of Moher sind beeindruckend und ikonisch, die Kilkee Cliffs überraschend rau und intensiv, und die Kerry Cliffs überwältigend in ihrer Höhe. Und genau diese Mischung macht den Wild Atlantic Way zu einem perfekten Ziel für einen Roadtrip – gerade auch mit Teenagern, weil es nie langweilig wird und hinter jeder Kurve etwas Neues wartet. Am Ende sind es aber nicht nur die Orte selbst, die bleiben, sondern das Gefühl: unterwegs zu sein, gemeinsam etwas zu erleben und immer wieder aufs Neue zu staunen.
Der Wild Atlantic Way ist für uns nicht einfach nur eine Route – er ist ein Abenteuer, das jedes Mal ein bisschen anders ist. Und ganz sicher nicht unser letzter Roadtrip entlang dieser wilden, wunderschönen Küste Irlands.
