Mit Le Boat als Familie 5 Tage auf dem Hausboot durch Irland auf dem Shannon River

Hausbootferien in Irland stand für uns schon lange ganz oben auf der Wunschliste – und nach unseren ersten Hausbootferien in Deutschland war schnell klar: Das machen wir noch einmal in einem anderen Land. Bereits zum zweiten Mal haben wir uns daher für ein Hausboot von Le Boat entschieden, um als Familie den Shannon River in Irland zu erkunden. Diese besondere Art zu reisen verbindet Freiheit, Natur und gemeinsame Erlebnisse auf eine entschleunigende Weise, wie es kaum ein anderer Urlaub kann. Statt fester Routen und Zeitpläne bestimmt man hier selbst das Tempo – und genau das macht den Reiz aus.

Was Le Boat für uns besonders attraktiv macht, ist die unkomplizierte Umsetzung: Die Hausboote sind führerscheinfrei, sodass man auch ohne Vorkenntnisse direkt ins Abenteuer starten kann. Nach einer kurzen, verständlichen Einweisung wird das Boot schnell zum schwimmenden Zuhause. Gerade für Familien ist das ideal, denn jeder kann mit anpacken, Verantwortung übernehmen und Teil der Reise sein. Ob beim Anlegen, Navigieren oder einfach beim Genießen der Landschaft – man wächst als Team zusammen.

Und auch Irland haben wir schon einmal bereist. Damals aber als Roadtrip auf dem Wild Atlantic Way. Doch Irland mit seinen weitläufigen Wasserwegen, der ursprünglichen Natur und den freundlichen Menschen bietet auch im Land mit dem Shannon River eine perfekte Kulisse für eine Hausbootreise. Der Shannon River, einer der längsten Flüsse der Insel, führt durch idyllische Orte, vorbei an historischen Stätten und durch ruhige, nahezu unberührte Landschaften. Genau hier wollten wir erneut ansetzen: entschleunigen, Zeit miteinander verbringen und das Land aus einer ganz neuen Perspektive entdecken.

In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf unsere Reise – von der Planung über die Übernahme des Hausbootes von Le Boat bis hin zu unseren Etappen entlang des Shannon River. Dabei teilen wir unsere Erfahrungen, geben Tipps für einen Hausbooturlaub mit der Familie und zeigen, warum Irland und Le Boat für uns die perfekte Kombination sind.

Die Planungen und Buchung von Le Boat in Irland

Die Buchung unseres Hausbootes, der Horizon 3, erfolgte einfach online über die Website von Le Boat und war klar strukturiert. Als Erstes haben wir uns das Fahrgebiet Irland mit Basis Portumna ausgesucht und erhielten einen Überblick über Routen, Schleusen und Fahrzeiten. Nach Festlegung des Reisezeitraums und Prüfung der Verfügbarkeit entschieden wir uns für das Modell Horizon 3. Man kann online alle Informationen wie Grundriss, Ausstattung und technische Details leicht sehen. So konnten wir uns das passende Boot aussuchen.

Im nächsten Schritt konkretisierten wir die Reisedaten, wählten Zusatzleistungen wie Bettwäsche, Fahrräder oder Versicherungen und erhielten transparente Informationen zu Kaution, Treibstoffkosten und weiteren Gebühren. Als Nächstes folgt die Eingabe der persönlichen Daten und Abschluss der Buchung. Schnell kam eine Bestätigungsmail mit allen wichtigen Reiseinformationen, inklusive Hinweisen zur Anreise und zum Ablauf am Anreisetag.

Reisen in Irland auf dem Le Baot
Reisen in Irland auf dem Le Baot

Besonders hilfreich waren die vorab bereitgestellten Informationen zur Bootsbedienung und den Voraussetzungen. Die Boote bei Le Boat können führerscheinfrei genutzt werden. In Irland wird tatsächlich für Miet-Hausboote auf Binnengewässer kein Führerschein benötigt. Da wir mit Flo und Thomas aber zwei Bootsführerscheinbesitzer an Bord hatten, war das alles noch unproblematischer für uns. Es macht aber letztendlich keinen Unterschied.

Die Übergabe des Le Boat in Portumna in Irland

Am frühen Nachmittag erreichen wir Portumna, was knapp 2 Stunden mit dem Auto von Dublin entfernt ist. Schon beim Betreten der Basis spüren wir: Hier beginnt unser kleines Abenteuer auf dem Wasser. Wir werden herzlich an der Rezeption begrüßt, freundlich, entspannt, genau so, wie man es sich wünscht, wenn man in den Urlaub startet.

Bevor es jedoch wirklich losgeht, stehen zunächst die Formalitäten an. Verträge werden unterschrieben, die Versicherung abgeschlossen – alles unkompliziert und gut organisiert. Schritt für Schritt kommen wir unserem Hausboot-Abenteuer näher.

Wichtig ist dabei zu wissen, dass eine Kaution und die Spritkosten auf einer Kreditkarte geblockt werden. Das waren bei uns 4375,- Euro. Das klingt erstmal viel, aber es ist halt wie bei einer Autovermietung. Das Geld ist „nur“ geblockt. Achtet also darauf, dass ihr eine echte Kreditkarte mit euch habt und diese ausreichend gedeckt ist. Wir empfehlen da eine awa7 VISA-Card von er Hanseatikbank oder die Mastercard von der TF Bank. Man kann die Summe auch auf zwei Kreditkarten aufteilen, falls die Deckung einer Karte nicht ausreicht.

Einführung in das Le Boat Horizon 3

Anschließend folgt die Übergabe des Bootes und die Einführung, die uns schnell zeigt: Ein Hausboot ist kein gewöhnliches Fortbewegungsmittel – es ist ein schwimmendes Zuhause. Gemeinsam werfen wir zuerst einen Blick auf die Wasserkarte. In aller Ruhe planen wir mit den Jungs vom Verleih unsere Route für die kommenden fünf Tage. Auf der Karte ist alles sehr anschaulich und bildhaft erklärt. Brückendurchfahrten sind mit Bildern verständlich gezeigt. Schleusen sind eingezeichnet und auch Tipps für Restaurants fanden wir in den Karten von Le Boat.

Danach geht es endlich an Bord unseres Bootes, der Horizon 3. Innen erwartet uns alles, was wir für die nächsten Tage brauchen. Uns wird genau erklärt, wie Dusche und Toilette funktionieren, woher das warme Wasser kommt und worauf man im Alltag achten sollte. Besonders bei längeren Touren ist es wichtig zu wissen, wie die Tanks geleert und wieder befüllt werden. Da wir bereits Erfahrung mit diesem Bootstyp haben, können wir den technischen Teil etwas zügiger durchgehen. Was bei einer Horizon 3 im Detail an Bord ist, kann man sich sehr gut auf der Le Boat Website ansehen. Dort findet man auch alle anderen Bootstypen.

Zum Abschluss wartet noch ein besonders wichtiger Teil: die Probefahrt. Hier zeigt sich, wie gut man als Team funktioniert. Wir üben das Anlegen – ein Zusammenspiel aus Timing, Kommunikation und ein wenig Gefühl für das Boot. Jeder bekommt seine Aufgabe, jeder weiß, worauf es ankommt. Denn spätestens beim ersten echten Hafenmanöver wird genau das entscheidend sein. Und man will ja nicht das eigene Boot oder gar andere Boote beschädigen. Nach der Übungsfahrt parkten wir unser Boot wieder im Hafen von Portumna und beluden es mit unseren Sachen. Wir richteten uns in unseren Kojen ein und verstauten all unser Zeug im Hausboot.

Die erste Nacht im Hafen von Portumna

Theoretisch hätten wir jetzt starten können, aber wir mussten erst noch unsere Vorräte füllen. In Portumna gibt es zwei große Supermärkte, die auch sonntags und an Feiertagen geöffnet haben. Dort bekamen wir alles, was wir für die Woche brauchten.

So ließen wir es entspannt angehen und blieben die erste Nacht noch im Hafen von Portumna.

Le Boat Hafen in Portumna in Irland
Le Boat Hafen in Portumna in Irland

Auch Restaurants findet man im Ort, falls man nicht gleich direkt kochen will. Für unseren ersten richtigen Abend des Irland–Trips haben wir uns aber für das Abendessen noch etwas Besonderes ausgesucht: The Peppermill in Nenagh North etwa 20 Minuten von Portumna entfernt. Wir verbrachten einen wirklich schönen Abend bei sehr gutem Essen.

Start in Portumna mit dem Le Boat Hausboot

Die erste Nacht haben wir gut auf unserem Hausboot verbracht. Nach einem entspannten Frühstück wollten wir jetzt endlich losfahren. Da es recht windig war und auch etwas regnete, entschieden wir uns den Rückenwind zu nutzen und flussaufwärts zu fahren. Unser erstes Ziel war der Hafen von Banagher.

In den letzten Wochen hat es hier sehr stark geregnet, sodass die angrenzenden Wiesen weitläufig überflutet waren. Das ist hier zu dieser Jahreszeit keine Besonderheit. Für uns war’s aber deshalb umso wichtiger, uns an die Beschilderung und die richtige Fahrrinne zu halten. Die Fahrrinne ist durch Bojen und Tonnen sehr gut ausgewiesen.

Zum Ablegen und Anlegen sowie zum Schleusen benutzten wir das obere Steuer, denn von hier hat man einen viel besseren Überblick über das gesamte Hausboot. Während der Fahrt haben wir das Boot aber aus dem Inneren gesteuert. Es war jetzt im April einfach viel gemütlicher und angenehmer, den unteren Führerstand zu nutzen.

Nach etwa einer Stunde wurde es für uns etwas aufregend: unsere erste Schleuse stand an. Mit etwas Herzklopfen näherten wir uns, und zum Glück war das Schleusentor bereits geöffnet, sodass wir hineinfahren konnten. Sehr nett und freundlich wurden wir begrüßt und auch gleich für jedes richtige Manöver gelobt. Es ist wirklich einfach und wurde uns auch bei der Einweisung im Detail genau erklärt. Also macht euch keine Sorgen: die Schleuse ist nicht euer Feind und die Menschen sehr, sehr hilfreich. Nach unserer ersten erfolgreichen Schleusendurchfahrt erreichten wir nach weiteren zwei Stunden den Public Harbor Banagher.

Ein Kaffee-Stopp in Banagher

Eigentlich wollten wir uns hier die Stadt anschauen, aber das Wetter war wirklich unangenehm. So entschieden wir uns am kleinen Kaffee-Stand „The Little Coffee“ einen Kaffee und eine heiße Schokolade zu trinken und nahmen noch ein paar Cookies mit. Dort lernten wir auch gleich das Hurling Team von Banagher kennen. Die Jungs zeigten uns die flachen Holzschläger und den festen Ball. Das ist uns bisher auch bei jedem Stopp oder Kontakt mit den Einheimischen aufgefallen. Sie sind sehr gastfreundlich und berichten immer, was es hier zu entdecken gibt. Also ein absoluter Tipp von uns: sprecht einfach mit den Menschen direkt vor Ort. Die werden euch immer weiterhelfen.

Nach diesem kurzen Stopp sollte es für uns weitergehen. Aufgrund des starken Windes gestaltete sich das Ablegen am Hafen etwas schwieriger. Das große Boot wurde vom Wind immer wieder gegen den Pier gedrückt. Aber mit etwas Geduld haben wir es dann doch geschafft.

Eine Nacht auf dem Le Boat in Shannonbridge 

Unser nächstes Ziel war Shannonbridge weiter flussaufwärts. An einem Industriegelände vorbei und durch zwei Brücken sahen wir auch schon den Hafen. Wir fanden auch gleich einen passenden Platz zum Anlegen. Vom Team in Portumna haben wir eine kleine Check-Karte der Waterway Island bekommen. Dort sind Credit Points drauf, die man in den Häfen benutzen kann, um sich an den Landstrom anzuschließen. Wir waren heute insgesamt 18 Seemeilen und circa 6 Stunden unterwegs. Letztendlich funktioniert so ein Hausboot wie ein Camper. Man schließt am Stellplatz Strom an, was das gesamte Boot versorgt.

Wir machten dann noch einen kleinen Spaziergang in Shannonbridge und kehrten dann in Luker‘s Bar und Restaurant ein. Für uns gab es eine große Portion Fish and Chips und Burger. Und natürlich auch leckeres Dessert. Luker‘s Bar liegt direkt am Shannon River und der Gastwirt ist sehr freundlich. Er erzählte uns, dass er sogar mal ein Jahr in Deutschland lebte.

Den Rest des Abends verbrachten wir gemütlich auf unserem Hausboot. Ben warf unermüdlich die Angeln aus und wir genossen die Zeit und die Ruhe. Es zeigte sich am Abend sogar die untergehende Sonne.

Mit dem Hausboot von Shannonbridge nach Athlone 

Ben angelt am Morgen in Shannonbridge
Ben angelt am Morgen in Shannonbridge

Für uns stand heute ein größeres Fahrstück bis nach Athlone an. Das waren insgesamt knapp 19 Seemeilen, und da wir weiterhin stromaufwärts unterwegs waren, planen wir lieber etwas mehr Zeit ein. Aber erstmal gab es Frühstück an Bord des Le Boat Hausboots. Nach dem Frühstück hieß es wieder: Leine los und wir stechen in See, naja – den Shannon River. Damit die Fahrzeit nicht so lang wird, planen wir immer wieder auf der Strecke ein oder zwei Stopps ein.

Stopp am Kloster Clonmacnoise

Anleger am Kloster Clonmacnoise in Irland
Anleger am Kloster Clonmacnoise in Irland

Nach der knappen Hälfte der Strecke erreichen wir den kleinen Hafen von Clonmacnoise. Hier befindet sich ein altes Kloster, was seine Wurzeln im sechsten Jahrhundert nach Christus hat. Schon weit vor dem Anlegen haben wir die alten Klosterrouinen gesehen. Man kann die Ruinen des Klosters und den alten Friedhof mit den Gräbern besichtigen und genau das war unser Plan. Aber erstmal haben wir am kleinen Kaffee-Stand neben den Ruinen einen leckeren wärmenden Kaffee geholt.

Dann schlenderten wir durch die alten Ruinen des Klosters Clonmacnoise. Das sah alles wirklich irisch aus und wir fühlten uns spätestens hier angekommen in Irland. Außerdem gibt es ein Visitor Center, was aber erst im Sommer wieder komplett geöffnet hat.

Athlone und der älteste Pub der Welt

Nach diesem Kultur- und Kaffeestopp ging es für uns nun weiter bis nach Athlone. Mit seinen 22.000 Einwohnern ist das der zweitgrößte Ort in den irischen Midlands. Doch bevor wir in die Stadt einfahren konnten, mussten wir erst mal wieder durch die Schleuse. Bei der Übergabe des Bootes am Freitag wurde uns gesagt, dass der Schleusenwärter hier oft etwas mürrisch ist. So hatten wir doch ein bisschen Respekt und wollten nichts falsch machen. Die Schleusen auf dem Shannon River haben eine Besonderheit: zwischen 13 und 14:00 Uhr haben diese geschlossen: Mittagspause! Wir waren etwas zu früh an der Schleuse, was aber kein Problem ist, dass es vor den Schleusen immer einen Anlegeplatz gibt. Da haben wir gewartet, bis die Schleuse geöffnet wurde. Und zu unserer Überraschung, wurden wir sehr, sehr freundlich empfangen und unser Verhalten in der Schleuse gelobt.

Nun konnten wir Athlone befahren. Hier gibt es einen privaten Hafen direkt mitten in der Stadt. Übernachtung inklusive Strom, Toiletten und Duschen kostet 25 €. Vom Hafen aus sind es nur 5-10 Minuten zu Fuß in die Stadt und zum ältesten Pub der Welt „Sean‘s Bar“, dem Athlone Castle und der Kirche St. Peter and Paul. Wir schlenderten als erstes bis zu Sean‘s Bar, denn da waren wir schon neugierig. Wir betraten den Pub und entdeckten eine urige Atmosphäre mit einem Kamin und einer alten Bar.

Die bunte Stadt Athlone

Wir schlenderten dann weiter durch Athlone und entdeckten viele bunte Häuser. Nach einem kurzen Blick in die St. Peter and Paul Kirche wechselten wir auf die andere Flussseite in den moderneren Stadtteil. Hier gibt es Einkaufsmöglichkeiten und einige Restaurants und Cafés. Da das irische Wetter im April immer wieder für Überraschungen sorgt, suchten wir uns ein kleines Café und ließen den Regen durchziehen.

Hier in Athlone hatten wir auch Möglichkeiten zum Einkaufen. Unweit vom Anleger war ein Supermarkt, in dem wir für die kommenden Tage unsere Vorräte aufgefüllt haben. Währenddessen versuchten Ben und Flo nochmal ihr Glück mit der Angel. Die kurzen Schauer waren durchgezogen und so konnten die beiden entspannt vom Steg aus angeln.

Zum Abendessen gingen wir noch einmal in die Stadt, ins Rustic Roots Restaurant. Wir haben festgestellt, dass es in irischen Restaurants oft eine Mittags- und eine Abendkarte gibt. Die Preise unterscheiden sich doch erheblich. Und auch die Speisen unterscheiden sich etwas. In den meisten Restaurants kann man aber trotzdem auch von der Mittagskarte bestellen. Also fragt einfach nach, wenn ihr vielleicht im Internet eine andere Speisekarte gesehen habt.

Von Athlone flussabwärts auf dem Shannon River nach Banagher

Nach einer sehr ruhigen Nacht ging es für uns heute stromabwärts. 22 Seemeilen wollten wir schaffen. Aber erstmal frühstückten wir entspannt und steuerten dann wieder zur Schleuse in Athlone. Wir wurden wieder sehr freundlich begrüßt und da wir ja jetzt „alte Hasen“ sind, kamen wir ohne Probleme durch die Schleuse.

Hausbootferien mit Le Boat auf dem Shannonriver
Hausbootferien mit Le Boat auf dem Shannonriver

Stromabwärts waren wir deutlich schneller und passierten schon bald den Anleger von Clonmacnoise. Gegen Mittag erreichten wir wieder Shannonbridge. Wir legten hier nochmal an und machten eine Pause. In Shannonbridge waren wir vor zwei Tagen schon in Lukers Restaurant, aber hier gab es noch einen Pub, der uns sehr empfohlen wurde. Nach einem 10-minütigen Spaziergang erreichten wir JJ Killeen‘s. Tausende Visitenkarten verzierten die Wände und die Decke. Es war spannend zu schauen, woher die Menschen kommen, die sich mit einer Visitenkarte oder einem Geldschein an der Decke verewigt haben. Nach einer Cola und einem leckeren Kaffee schlenderten wir zurück zum Boot. Es war Zeit für Mittagessen. Durch die voll eingerichtete Küche war auch sowas überhaupt kein Problem.

Nun nahmen wir Kurs auf unser heutiges Ziel: den Hafen von Banagher. Hier haben wir bereits an unserem ersten Tag auf der Tour einen Kaffee-Stopp gemacht. Heute wollten wir hier übernachten. Durch die hohe Strömung kamen wir gut voran und erreichten unser Ziel am Nachmittag. Ein Stellplatz war schnell gefunden. Wir meldeten uns im Büro an und steckten unser Boot an den Landstrom an.

Blick auf Banagher in Irland am Shannon River
Blick auf Banagher in Irland am Shannon River

Das Fort Eliza in Banagher

Nun wollten wir uns die kleine Stadt anschauen. In Banagher gibt es das wirklich sehr kleine Fort Eliza zu entdecken, was etwa 15 Minuten zu Fuß vom Hafen entfernt ist. Auf der anderen Flussseite gibt es einen alten Turm, welchen man aber von innen nicht besichtigen kann. Auch gibt es hier ein Schwimmbecken direkt im Shannon River, was man kostenlos benutzen kann. Aber so mutig waren wir heute nicht.

Am Abend schauten wir nochmal in JJ Hough’s Singing Pub hinein. Ein uriger irischer Pub mit Kaminfeuer und sehr netten Menschen.

Es geht von Banagher nach Dromineer mit dem Hausboot

Am nächsten Morgen ließen wir es nochmal sehr gemütlich angehen. Wir frühstückten und drehten noch eine kleine Runde durch den Park in Banagher mit dem Fahrrad. Diese hatten wir zu unserem Hausboot bei Le Boat mitgebracht. Es sind kleine Klappräder, die man einfach auf dem Boot verstauen kann.

Der Meelick Weir Walkway

Dann ging es für uns weiter flussabwärts in Richtung Lough Derg. Nach gut vier Seemeilen müssen wir noch mal durch eine Schleuse fahren. Kurz davor machten wir aber einen Stopp, um über den Meelick Weir Walkway bis zum 3 Counties Shannon View Point zu gehen. Über Metallgitter läuft man direkt über das riesige Wehr und den Shannon River. Das ist schon ziemlich beeindruckend, wie die Wassermassen sich darunter stürzen.

Nun galt es für uns zum letzten Mal durch eine Schleuse zu fahren. Und von da aus waren es noch mal sieben Seemeilen bis zur Portumna Bridge. Diese Brücke öffnet sich alle 2 Stunden und gibt den Weg frei zum großen Lough Derg. Die Portumna Bridge ist eine besondere Brücke, da sie nur zu bestimmten Zeiten geöffnet wird. Es ist eine Schwenk- oder Drehbrücke und stoppt den Straßenverkehr bei der Öffnung. Jetzt fuhren wir das erste Mal außerhalb des Flusses quer über den großen See. Es war recht windig und schaukelte deshalb ganz schön. Unser Ziel war heute das kleine Örtchen Dromineer. Der Wind blies immer noch recht stark, als wir ankamen, aber das Anlegen klappte trotzdem sehr gut.

Meelick Weir Walkway in Irland im Shannon River
Meelick Weir Walkway in Irland im Shannon River

Es war zwar erst früher Abend, aber irgendwie hatten wir heute alle schon großen Hunger. Wir machten uns also gleich auf den Weg zum Pub im Ort. Das Whisky Still konnte man vom Hafen schon sehen. Hier wurden wir sehr freundlich begrüßt und bestellten eine große Portion Fish and Chips. Es war wirklich sehr lecker und die Menschen wieder sehr sehr freundlich.

Die Ritual Sauna in Dromineer

Nachdem wir nun so satt und zufrieden waren, machten wir einen Spaziergang durch den Ort. Es gibt hier auch einen Strand und im Sommer auch einen Wasserpark in der Bucht. Neben dem Strand entdecken wir dann noch eine kleine Sauna mit einem tollen Café. Da die Sauna nur Platz für zehn Personen hat, bucht man sich einen 45-minütigen Zeitslot online. Wir schauten auf der Website nach und tatsächlich für 19 Uhr waren noch Plätze frei. Die Sauna steht direkt am See, so konnten sich alle Saunierenden nach jedem Saunagang immer wieder im kalten Wasser abkühlen, bevor es direkt wieder in die Sauna ging.

Die kleine Sauna ist ein wundervoller Ort und sie ist sehr gut gebucht. Es gibt Außenduschen und kleine Umkleidekabinen. Dazu gibt es leckeren Kaffee und kleine Snacks, die man kaufen kann. Auf einer Tour mit dem Le Boat ist der Ort Dromineer und die kleine Ritual Sauna auf jeden Fall einen Besuch wert.

In Irland ist Sauna erst ab 16 Jahren erlaubt, so dass nur wir Eltern in den Genuss kamen. Das war kein Problem. Die Jungs versuchten sich noch mal am Angeln und so trafen wir uns etwas später wieder auf dem Boot. Wir verbrachten den Abend dann noch mit einigen Kartenspielen, bis wir müde ins Bett gingen.

Von Dromineer zurück über den Lough Derg nach Portumna

Heute startete für uns unser letzter Tag auf dem Wasser mit dem Hausboot von Le Boat. Außerdem sagte die Wetter-App, dass es ab Mittag starken Wind geben sollte. Das macht mit unserem Horizon 3 Hausboot auf dem großen Lough Derg keinen Spaß. So frühstückten wir direkt nach dem Sonnenaufgang und fuhren dann auch bald los.

Das Portumna Castle

Jetzt war es noch überhaupt nicht windig und wir kamen gut voran über den Lough Derg. Kurz vor unserem Ziel Portumna bogen wir aber in eine kleine Bucht ab und machten einen Stopp am Portumna Castle Harbour. Auch hier könnte man über Nacht stehen, ein kleiner, sehr süßer Hafen, der sehr ruhig ist und sich direkt vor dem alten Castle Portumna befindet.

Wir wollten uns als letztes Highlight auf unserer Hausboot-Reise das Schloss von Portumna anschauen. Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert erbaut und Mitte des 19. Jahrhunderts bei einem großen Brand stark beschädigt. Die Restaurierungsarbeiten laufen bis heute, sodass nur das Untergeschoss zur Besichtigung offen steht. Aber es gibt noch einiges um das Schloss Portumna zu entdecken.

Besonders schön ist der große Garten. Auch gibt es einen sogenannten Kitchen Garden, in dem Gemüse, Obst, Kräuter und vor allem Blumen angebaut werden. Man kann sich alles in Ruhe anschauen und die Gärtner erklären einem sehr gern etwas über den Garten und das Schloss. Auch gibt es hier ein wirklich schönes kleines Café, wo wir es uns nicht nehmen ließen, einen Kaffee zu trinken und leckeren Kuchen zu essen. Die Iren können wirklich richtig guten Kuchen backen. Probiert es unbedingt aus!

Das letzte Mal Anlegen mit dem Le Boat Hausboot

Jetzt merken wir auch deutlich, wie der Wind anfing zu wehen. Das stört uns aber nicht, da wir ja jetzt vom kleinen Hafen Portumna Castle nur noch einmal durch die Brücke in unseren Heimathafen fuhren. Wieder warteten wir vor der Schwenkbrücke auf die Öffnungszeiten. Als die Brücke offen und die Ampel grün war, ging es für uns nur noch um die Ecke zu unserem finalen Liegeplatz im Hafen Portumna.

Da das Wetter es heute nicht gut mit uns meinte, verbrachten wir den Rest des Nachmittags und den Abend auf dem Boot. Die Heizung machte es uns kuschelig warm, und wir verteilten alle Reste und bereiteten die Abreise vor. Denn nach der Nacht hieß es früh am Morgen Abschied nehmen vom Le Boat Hausboot.

Hausbootferien in Irland mit Le Boat – Eine sehr gute Idee

Als wir am nächsten Morgen unser Hausboot verließen, fiel uns der Abschied ehrlich gesagt nicht leicht. Zu schnell sind die Tage vergangen – und doch waren sie gefüllt mit genau dem, was im Alltag oft zu kurz kommt: Zeit, Ruhe und gemeinsame Erlebnisse.

Le Baot Hausbootferien auf dem Shannon River in Irland
Le Baot Hausbootferien auf dem Shannon River in Irland

Die Reise mit Le Boat auf dem Shannon River hat uns gezeigt, wie entschleunigend und gleichzeitig abwechslungsreich Urlaub sein kann. Kein fester Plan, kein Zeitdruck – dafür Natur, kleine Herausforderungen beim Manövrieren und viele besondere Momente entlang des Weges. Irland hat uns auch diesmal wieder begeistert, aber auf eine ganz neue, ruhigere Art. Vom Wasser aus wirkt alles noch ursprünglicher, intensiver und irgendwie näher.

Für uns steht fest: Wer Irland einmal anders erleben möchte, sollte diese Art zu reisen unbedingt ausprobieren. Und wir? Wir werden ganz sicher wieder an Bord von Le Boat gehen. Wir sind gespannt, welches Fahrgebiet als nächstes von uns entdeckt wird.

Autor

  • Ich bin Thomas und schreibe seit vielen Jahren den Familien Reiseblog Fravely. Ich liebe es die Welt zu bereisen und mit meinen beiden Jungs Flo und Ben und meiner Frau Melanie wundervolle Abenteuer zu erleben.

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