Neisse-Tours – Mit dem Schlauchboot auf der Neisse

Ganz weit in den Osten Deutschlands hat es uns verschlagen. Eigentlich geht es nicht mehr weiter, denn auf der anderen Seite der Neiße ist schon Polen. Genauer gesagt sind wir in der Gegend von Görlitz, eine wunderschöne Stadt direkt an der polnischen Grenze. In der Region um Görlitz gibt es viele tollen Abenteuer zu erleben.

Eines davon sind die Neiße-Tours auf dem Grenzfluss zwischen Deutschland und Polen. Eine Tour flussabwärts in einem Schlauchboot. Wer jetzt aber denkt, das ist Rafting im gefährlichen Wildwasser, den können wir beruhigen. Es gibt ab und an kleinere Stromschnellen, die sind aber harmlos. Also ist das absolut etwas für die ganze Familie, auch mit kleineren Kids. Aber beginnen wir von vorn…

In der kleinen Stadt Rothenburg ist das Neisse-Tours Camp und der Start der Schlauchboot-Tour. Am Ortsausgang Richtung Görlitz müsst ihr am alten Sowjet-Panzer-Denkmal abbiegen. Wir kamen gegen Mittag im Camp an und die Schlauchboote waren schon vorbereitet und auf einem Anhänger verstaut. Mit einem Kleinbus ging es dann, die Schlauchboote auf dem Anhänger im Schlepp, ein paar Kilometer flußaufwärts bis nach Zentendorf. Der Fahrer fuhr uns direkt an die Neiße.

Das Wehr am Neiße-Tours Camp
Das Wehr am Neiße-Tours Camp

Die Schlauchboote wurden abgeladen und nochmal mit etwas Luft versorgt. Dann ging es auch schon ins Wasser. Der Fahrer gab uns genügend Paddel und eine Karte. Er winkte und zack, waren wir auf uns allein gestellt. Naja, es ging für uns nirgendwo anders hin als den Fluß abwärts. Auf der Karte waren Wehre und Stromschnellen eingezeichnet.

Neiße Tours - Im Schlauchboot
Im Schlauchboot

Wir hatten eine Tour für zweieinhalb Stunden gebucht. Man hat auch die Möglichkeit von einer Stunde oder sogar dreieinhalb Stunden auf der Neiße zu schippern. Die mittlere Tour erschien uns als beste Variante. Wir trieben den Fluß hinab und hatten mit dem Wasser einiges an Spaß.

Es dauerte nicht lange da kam die erste kleine Stromschnelle. Die war aber ganz entspannt. Danach wurde die Neiße sehr ruhig und ab ging es ins Wasser. Wir sprangen vom Boot aus und das war sehr erfrischend, denn die Sonne meinte es richtig gut mit uns. Die Wassertiefe ist unterschiedlich: von Knöcheltief bis gefühlt 1,5 Meter ist alles dabei. Das ist aber je nach Pegelstand! Das Wasser ist sauber und zum baden geeignet, so sagte man es uns.

Neiße Tours - An der Stromschnelle
An der Stromschnelle

Wir kamen vorbei am Holzspielplatz in Zentendorf, den man unbedingt mal erleben muss. Also wenn ihr in der Gegend seid, fahrt unbedingt zur Kulturinsel Einsiedel. Später kamen wir zu einem Wehr. Dort musste das Schlauchboot einige Meter um das Wehr herum getragen werden. Dann ging es weiter. Eine weitere Stromschnelle folgte, die zwischen zwei weißen Bojen hindurch bezwungen werden konnte.

Nach knapp zweieinhalb Stunden erreichten wir das letzten Wehr. Es war direkt von dem Neiße-Tours Camp. Und dieses konnte man sogar hinunter fahren. Von oben sah das ganze etwas beeindruckend aus. Auch hier folgte man zwei weißen Bojen. Die Fahrt über das Wehr war dann aber gefühlt in Zeitlupe. Also keine Angst!

Neisse Tours Das Wehr hinab
Neisse Tours Das Wehr hinab

Die Schlauchboot-Tour war sehr entspannt und hat uns und den Kids eine Menge Spaß gemacht. Wir können das für Familien mit Kids auf jeden Fall empfehlen. Wer etwas länger da bleiben möchte, der hat auch die Möglichkeit im Neisse-Tours Camp sein Zelt oder Camper aufzustellen und von hier aus den Rest der Gegend zu entdecken. Es führen Fahrradwege nach Görlitz, es gibt Bogenschießen im Wald beim Neiße-Tours Camp, wandern in den Königshainer Bergen und natürlich die Kurlturinsel Einsiedel. Es gibt immer etwas, was man unternehmen kann in und um Görlitz.

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