Surfen lernen in Costa Rica: Unsere Erfahrungen an Karibik und Pazifik

Im Sommer während der Green Season waren wir (Flo und Ben) mit unseren Eltern auf einem Roadtrip mit For Family Reisen durch Costa Rica unterwegs. Costa Rica ist bekannt für Regenwälder, Wasserfälle, viele bunte Tiere und eine sehr positive Lebenseinstellung. Costa Rica hat aber auch zwei Küstenlinien. Die Paribik und den Pazifik und beide Küsten eigenen sich hervorragend zum Surfen. Wir haben einige Surfer in den Wellen gesehen und so wollten Flo und Ben das auch ausprobieren und lernen.

Da man auf so einem Roadtrip zum einen Zeit hat und durch viele Orte kommt, haben wir in den 3,5 Wochen gleich 5 Surfschulen besucht und ausprobiert. Und jede Surfschule hatte wieder andere Bedingungen, jeder Surf-Lehrer wieder neue Tipps. So konnten wir in der kurzen Zeit sehr viel lernen. In diesem Beitrag wollen wir euch nicht erklären, wie man surft. Wir wollen euch einfach nur zeigen, wie man auf einer Reise, ja sogar auf einem Roadtrip surfen lernen kann. Und das Costa Rica einer der besten Orte dafür ist.

Wir haben also fünf verschiedene Surfspots und Surfschulen in Costa Rica probiert, die wir euch hier vorstellen wollen. Von der karibischen Küste rund um Puerto Viejo bis an die Pazifikküste bei Dominical, Nosara und Sámara erlebten wir ganz unterschiedliche Bedingungen. Mal machten unruhige Wellen das Surfen kniffliger, mal sorgten kräftige Pazifik-Wellen für ordentlich Geschwindigkeit und an anderen Tagen konnten wir Jungs es etwas entspannter angehen. Ob wir zwei (Flo und Ben) am Ende so aussehen wie richtige Surfer? Das Gefühl hatten wir auf jeden Fall ab dem ersten Moment. Auch wenn nicht gleich alles klappte.

Erste Wellen an der Playa Cocles in der Pirates Surfschool

Das Surf-Abenteuer in Costa Rica begann an der Playa Cocles bei Puerto Viejo an der Karibikküste. Dort befindet sich die Pirates Surfschool, eine eher kleine und persönlich gehaltene Surfschule direkt am Strand. Besonders Anfänger werden hier Schritt für Schritt an das Surfen herangeführt.

Die Wellen an der Playa Cocles machten das Ganze allerdings nicht gerade einfach. Sie kamen teilweise aus verschiedenen Richtungen und sorgten dadurch für deutlich unruhigere Bedingungen. Selbst vom Strand aus kam Wasser zurück und traf auf die Wellen auf welchen wir eigentlich surfen wollten. Für uns bedeutete das: aufmerksam bleiben, die Wellen gut beobachten und im richtigen Moment lospaddeln.

Die Surflehrer begleiteten uns dabei mit viel Geduld und gaben Tipps, wie man mit den besonderen Bedingungen am Strand besser zurechtkommt. So wurde schnell klar, dass Surfen nicht nur aus Aufstehen und Wellenreiten besteht, sondern mindestens genauso viel mit dem richtigen Einschätzen des Wassers zu tun hat. Und davon hatten wir so gar keine Ahnung!

Die Kombination aus tropischer Karibikkulisse, warmem Wasser und den anspruchsvollen Wellenbedingungen machte die Playa Cocles zu einem spannenden Start in unser Surf-Abenteuer.

Karibik-Feeling bei der Black Shack Surfschool

Unser nächster Surf-Stopp war die Black Shack Surfschool, welche auch an der Playa Cocles und nur wenige Meter von der Pirates Surfschool liegt. Sie wird von Ronald Brown, einem lokalen Surfer aus Puerto Viejo, geführt. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung kennt er die karibische Küste und ihre Wellen genau.

Selber Spot, selbe Wellen, die selbe Herrausvorderrung. Dadurch mussten wir zwei die Wellen gut beobachten und im richtigen Moment starten. Gleichzeitig war der Spot mit der richtigen Anleitung auch für Anfänger geeignet.

Was den uns nicht nur bei dieser, sondern auch bei allen anderen Surfschools gefallen hatte, war die persönliche Betreuung. Statt großer Gruppen werden normalerweise nur wenige Surfer von einem Lehrer gleichzeitig betreut. So konnte gezielt auf die einzelnen Surfer eingegangen werden – von der Sicherheit im Wasser bis hin zur richtigen Technik beim Anpaddeln und Aufstehen.

Die Kombination aus lokaler Erfahrung, karibischer Atmosphäre und den abwechslungsreichen Wellen von Cocles machte auch diesen Surf-Stopp für uns zum karibischen Abenteuer.

Mit voller Kraft in der Dominical Surfschool

Als Nächstes ging es an die Pazifikküste nach Dominical zur Dominical Surfschool. Schon vom Strand aus merkte man, dass dieser Surfspot etwas anderes war als die bisherigen Stationen: Die Wellen waren hier deutlich kräftiger und kamen mit ordentlich Energie an den Strand. Außerdem laufen sie sehr lang aus an diesem unglaublich riesigen Strand. Gerade deshalb ist Dominical bei Surfern sehr beliebt.

Beim Surfen selbst mussten wir die Wellen wieder genau beobachten. Wir hatten aber von unserem sehr angagierten Lehrer viel Hilfe. Durch die Kraft der Brandung war es wichtig, den richtigen Moment zum Anpaddeln zu erwischen und gut auf die Position im Wasser zu achten. Wer eine Welle erwischte, wurde dafür mit richtig viel Geschwindigkeit belohnt. Gleichzeitig konnten die Bedingungen aber auch schnell anstrengend werden, besonders wenn mehrere Wellen hintereinander kamen.

Die Dominical Surf School kennt den Spot sehr genau und richtet den Unterricht nach den jeweiligen Bedingungen und der Gezeitenlage aus. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst schnell aufzustehen, sondern auch darum, das Meer zu lesen und zu verstehen, wie sich die Wellen verhalten.

Nach den bisherigen Stränden fühlte sich das Surfen hier noch einmal deutlich intensiver an

Herausforderndes Surfen an in der Selva Surfschool an der Playa Guiones

Unser nächster Stopp führte uns nach Nosara zur Selva Surf School an der Playa Guiones. Die Surfschule liegt direkt am Haupteingang des Strandes – mit dem Surfbrett unterm Arm ist man also in ein paar Schritten am Wasser.

Die Playa Guiones ist ein langer Naturstrand und gehört zu den bekanntesten Surfspots der Region. Die Wellen sind hier sehr regelmäßig und können je nach Gezeiten unterschiedlich aussehen. Allerdings waren die Wellen hier recht hoch, was für uns eine neue Herausforderung darstellte.

Der Strand ist weitläufig, und im Meer waren teilweise Steinbänke, welche die Wellen zusätzlich verstärkten. Daher dreht sich in Nosara vieles ums Surfen. Die Selva Surf School bietet neben Surfkursen auch Boardverleih an. Wer also nicht nur eine einzelne Stunde surfen möchte, sondern länger am Spot bleiben will, kann hier direkt weitermachen und verschiedene Boards ausprobieren.

Nach den langen schnellen Wellen von Dominical fühlte sich das Surfen in Guiones auch wieder etwas anders an – noch etwas höher und schneller und sehr abwechslungsreich. Gerade diese unterschiedlichen Bedingungen machten die verschiedenen Surfspots auf unserer Reise lehrreich für uns Jungs.

Ein entspannter Abschluss mit der Tico’s Surfschool

Der letzte Surf-Stopp führte uns nach Playa Sámara zu Ticos Surfschool an der Pazifikküste. Hier erwartete uns Jungs noch einmal ein ganz anderer Surfspot als zuvor. Die Wellen sind in Sámara deutlich kleiner und ruhiger. Dadurch ist der Strand besonders gut für Anfänger egal ob klein oder groß, jung oder alt geeignet oder, um etwas an der eigenen Technik zu arbeiten. Wir haben hier wirklich Surfer jeden Alters und jedes Könnens gesehen.

Auch die Lage der Tico’s Surfschool direkt am Strand war praktisch: Vom Board bis ins Wasser waren es nur wenige Schritte. Nach einer kurzen Einführung ging es direkt in die Wellen. Gerade weil die Brandung hier nicht so kräftig war wie beispielsweise am Playa Guiones, konnten wir uns stärker darauf konzentrieren, die richtige Welle zu erwischen, sauber aufzustehen und möglichst lange auf ihr zu bleiben.

Tico’s Surfschool gibt es bereits seit 2008. Neben Surfkursen bietet die Schule auch Ausflüge zu anderen Surfspots in der Umgebung an. Dadurch kann man bei schlechteren Bedingungen in Sámara auch andere Strände der Region ausprobieren.

Nach den unterschiedlichen Wellenbedingungen, die wir auf unserem Roadtrip erlebt hatten, war Sámara damit ein entspannter Abschluss unserer Surf-Erlebnisse in Costa Rica. Kleinere Wellen, ein langer Sandstrand und das warme Wasser sorgten dafür, dass wir den letzten Surf-Tag noch einmal richtig genießen konnten.

Unsere Gedanken zum Surfen in Costa Rica

Auch wenn das Surfen nur ein Teil unseres Costa-Rica-Roadtrips war, gehörten die Tage auf dem Wasser definitiv zu den besonderen Erlebnissen unserer Reise. Jeder Surfspot hatte seinen eigenen Charakter: von den unruhigen Wellen an der Karibikküste über die kraftvolle Brandung am Playa Guiones und von Dominical bis hin zu den ruhigeren Bedingungen in Sámara.

Spannend war es zu erleben, wie unterschiedlich das Meer schon innerhalb eines Landes sein kann. Kein Surf-Tag war wie der andere, und genau das machte jede einzelne Session zu etwas Besonderem.

Flo beim Surfen in Costa Rica
Flo beim Surfen in Costa Rica

Am Ende waren es deshalb nicht nur die gelungenen Wellen, die uns richtig Fun bereitet haben, sondern auch das Gefühl, mit dem Surfbrett am Strand zu stehen, das warme Wasser unter den Füßen zu spüren und einfach wie echte Surfer am Beach auszusehen. Eben richtig cool!

Surfen war damit zwar nicht der Mittelpunkt unseres Roadtrips – aber definitiv eines der Highlights für uns Jungs.

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