Wintersport im Fichtelgebirge mit der Familie – Skialpin und Snowboard am Ochsenkopf und Schneeschuhwandern

Nur 3,5 Stunden benötigt man von Berlin ins Fichtelgebirge im Norden von Bayern und kann hier am Ochsenkopf Skifahren und Snowboarden. Im Sommer findet man hier wundervolle Erholung und im Winter bei guten Bedingungen herrlichen Spaß im Schnee. Und so kam uns im Januar spontan die Idee, die Pisten und die winterliche Natur rund um den Ochsenkopf im Winter zu erkunden. Wir waren bereits im Sommer in der Region Fichtelgebirge unterwegs und vor allem von den tollen Wäldern und den Bergen begeistert.

Freitagnachmittag sind wir in das Winterwochenende im Fichtelgebirge gestartet. Die Ski-Sachen haben wir am Vorabend gepackt, sodass es direkt nach der Schule losging. Trotz Schneefall waren die Autobahnen befahrbar und wir erreichten das Fichtelgebirge am frühen Abend.

Die Aufnahmen auf Ski wurden mit einer Insta360 X5 gemacht.

Das Hüttenresort Mare in Fichtelberg

Für die nächsten 2 Tage bezogen wir ein hübsches Holzhaus vom Hüttenresort Mare in Fichtelberg. Alles lag wunderschön verschneit zwischen großen Tannen, und wir waren gespannt, was die „Hütte“ für Überraschungen zu bieten hatte. Gleich vom Eingangsbereich gehen die Sauna, ein Schlafzimmer und das Bad ab. Den zentralen Bereich bilden die Wohnküche und eine gemütliche Sitzecke, von der auch das 2. Schlafzimmer abgeht. Den Höhepunkt haben wir allerdings auf der Terrasse gefunden: einen Hotpot! Wären die Jungs nicht so hungrig gewesen, wären sie sofort hineingesprungen.

Zum Abendessen haben wir leckeres Käsefondue aus Berlin mitgebracht. Es gibt doch nichts Schöneres als Käsefondue, wenn es draußen richtig kalt ist und schneit. Nach einer lustigen Runde Hitster (Gesellschaftsspiel) ging es dann auch schon schnell ins Bett, denn am nächsten Morgen wird’s früh herausgehen.

Ski- und Snowboardfahren auf dem Ochsenkopf

Ein Berg, eine Seilbahn und ganz viel Schnee: Natürlich wollten wir unbedingt die Skipisten am Ochsenkopf ausprobieren. Im Sommer hat uns der Berg beim Mountainbiken einiges abverlangt. Mal sehen, wie es im Winter ist.

Gleich morgens um 8 Uhr haben wir Eltern uns Ski und den Kids Snowboards in der Skischule Nordbayern ausgeliehen. Das Ausleihen ging schnell und dank der kompetenten Beratung der Skischule Nordbayern waren wir für den Tag perfekt ausgestattet. Um 8:30 Uhr öffneten die Liftkassen und die Gondeln starteten ihren Betrieb direkt.

Am Ochsenkopf gibt es eine blaue Naturschneepiste zur Talstation Süd und eine rote Piste zur Talstation Nord.

Wir legten auf der gut 2 km langen roten Piste los. Trotz des starken Schneefalls in der Nacht, war diese perfekt präpariert und wir konnten unsere erste Fahrt dieser Saison gleich so richtig genießen. Die Snowboardstunden im letzten Jahr in Österreich zeigen immer noch ihre Wirkung, sodass Flo und Ben schnell wieder ins Schwingen kamen und happy die Piste hinunterdüsten. 

Das müssen wir ganz klar sagen: Gönnt euch immer mal wieder einen Ski- oder Snowboardlehrer. Fehler schleichen sich ein und an der Technik kann man immer feilen. Sodass das schnelle Schneevergnügen auch sicher bleibt und keine Schäden an den Gelenken verursacht. Einen Ski- oder Snowboardkurs könnt ihr auch hier im Fichtelgebirge bei der Skischule Nordbayern buchen.

Nach der ersten Abfahrt gab es nun kein Halten mehr. Immer wieder ging es für uns die Nordabfahrt runter und mit der Gondel wieder hoch. Die Piste ist abwechslungsreich und macht wirklich Spaß. Das erste Mal seit 3 Jahren lag auch genug Schnee auf der Südabfahrt, sodass wir diese auch ausprobieren konnten. Sie war mit 1.800m etwas kürzer, aber nicht weniger abwechslungsreich. Teile dieser Piste sind wir im Sommer schon mit den Mountainbikes heruntergedüst.

Wenn zwischendurch der kleine Hunger ruft, gibt es direkt auf dem Gipfel ein Restaurant, aber vor allem bei den Talstationen gibt es sowohl Imbisse als auch Restaurants. Da ist für jeden etwas dabei.

Am späten Nachmittag hatten wir dann tatsächlich knapp 30 Pistenkilometer in den Beinen. Das Skigebiet Ochsenkopf umfasst noch einige kleine Schleppliftanlagen und Pisten, auch mit Flutlichtanlagen.

Abendessen im Restaurant Puchtlers Deutscher Adler

Nach diesem tollen Tag im Schnee und auf der Piste wollten wir uns noch kulinarisch verwöhnen lassen und sind zum Abendessen ins Restaurant Puchtlers Deutscher Adler. Es war mittlerweile bitterkalt draußen und wir freuten uns erst mal über einen heißen Tee, bevor wir Karottensuppe und Spinatknödel bestellten. Es war alles sehr lecker und da wir uns ja sehr viel bewegt hatten, war auch noch Platz für Nachtisch.

Wir ließen hier den Tag etwas Revue passieren und waren uns alle einig. Für ein Wochenende im Schnee lohnt sich die Fahrt ins Fichtelgebirge. Es muss nicht immer Österreich sein. Wenn es genügend Schnee gibt, kann man auch in Nordbayern einen sehr schönen Skitag haben.

Sauna und Hotpot im Hüttenresort Mare

Den Abend verbrachten wir dann in unserem Ferienhaus vom Hüttenresort Mare in Fichtelberg. Nun konnten wir endlich den Hotpot und die Sauna ausprobieren. Es war so gemütlich und wir ließen es uns richtig gut gehen.

Während die Jungs es sich mit Eiscreme, Snacks, Limonade und ’ner Mütze auf dem Kopf im Hotpot gemütlich machten, saßen wir Eltern lieber in der Sauna. Die Jungs haben sich dann noch in den 30 cm tiefen Schnee gelegt und sind natürlich schnell wieder in den heißen Pot.

Schneeschuhwanderung im Winterwald des Fichtelgebirges

Den nächsten Morgen starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück in unserem Haus. Dann hieß es auch schon wieder Sachen packen und alles im Auto verstauen. Aber bevor wir uns auf den Heimweg machten, trafen wir uns mit Guide Markus Prechtl zu einer Schneeschuhwanderung.

Wir trafen uns unweit des Hüttenresorts Mare. Markus stattete uns mit Skischuhen und Stöcken aus und nach einer kurzen Einweisung ging es los. Das Ziel war der Weißmainfelsen.

Mit unseren Schneeschuhen stapften wir durch den tief verschneiten Wald. Die Sonne schien, es war sehr kalt, aber wunderschön. Markus machte immer mal wieder kleine Pausen und ermutigte uns, selbst Spuren durch den dicken Schnee zu ziehen. Manchmal wurde es überraschend tief, sodass wir auch mal fast hüfttief im Schnee standen.

Nach ca. 2 Stunden erreichten wir ein Plateau, wo wir eine größere Pause mit Tee und Snacks machten, die Markus extra mitgebracht hatte. Von hier aus waren es nur noch wenige Schritte bis zum Ziel. Im Sommer kann man auf den Weißmainfelsen klettern. Im Winter ist das theoretisch auch möglich, aber man muss sehr vorsichtig sein, da die Stufen schnell vereisen.

Der Rückweg war dann deutlich kürzer und Flo und Ben hatten viel Spaß, mit den breiten Schneeschuhen den Berg hinunterzurennen. Dabei fielen sie mehrfach in den dicken Schnee und lachten permanent.

Das Fichtelgebirge lohnt sich auch im Winter

Die Stippvisite im Schnee und im Fichtelgebirge war gerade für den Kopf sehr erholsam. Viel Bewegung in der Natur und das zusammen als Familie! Der Weg von Berlin ins Fichtelgebirge ist nicht weit und am Wochenende hervorragend machbar. Für uns einer der wenigen perfekten Orte, um auch öfter im Winter Ski und Snowboard für ein Wochenende zu genießen. Denn Österreich ist dafür einfach zu weit.

Fravely am Ochsenkopf im Winter
Fravely am Ochsenkopf im Winter

Das Fichtelgebirge bietet neben Skialpin, Snowboard und Schneeschuhwandern auch andere Wintersportaktivitäten. So bietet der Nordic Park Fichtelgebirge bis zu 280 Kilometer Loipen für Langlauf im klassischen oder skating Stil. Vielleicht probieren wir das dann im kommenden Winter am Ochsenkopf. Dazu gibt es zahlreiche Rodelberge. Aber auch das klassische Winterwandern ist sehr beliebt und erholsam.

Wer bis jetzt das Fichtelgebirge im Winter nicht auf dem Schirm hatte, der sollte mal genauer hinschauen und sich das selbst ansehen. Egal ob im Sommer für die Erholung oder im Winter für den Spaß im Schnee. Wir kommen ganz sicher wieder ins Fichtelgebirge. Wir lieben es!

Autoren

  • Melanie am Bondhusvatnet

    Ich bin Melanie und die Mama in dem Quartett von Fravely. Ich kümmere mich um meine drei Jungs und habe meist den Reiseplan vor Ort im Griff. Aber - nichts geht ohne einen guten Kaffee!

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  • Ich bin Thomas und schreibe seit vielen Jahren den Familien Reiseblog Fravely. Ich liebe es die Welt zu bereisen und mit meinen beiden Jungs Flo und Ben und meiner Frau Melanie wundervolle Abenteuer zu erleben.

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