Winterurlaub in Österreich 2020

Wie schon im letzten Jahr, wollten wir auch in diesen Winterferien Schnee und Eis genießen. Wir wollten Skifahren und Eishockey auf zugefrorenen Seen spielen. Das geht am besten in den Alpen in Österreich. Also ging die Urlaubsplanung wieder in Richtung Weißensee in Kärnten. Die Ferienwohnung war auch schnell gefunden und so stand dem Winterspaß nichts mehr im Wege.

Los geht es zum Weißensee

Wir starteten ganz früh gegen ein Uhr mit dem Auto. Wir hatten gehofft, die Autobahnen nach Österreich seien um diese Uhrzeit noch leer. Das dachten sich scheinbar alle Berliner Winterurlauber und so flog unser Raumschiff vorbei an vielen, mit Dachkasten bestückten Minivans und Kombis. Wir sind trotzdem ohne Staus und mit einem Frühstück in Kitzbühl, sehr gut in Würmlach in Kärnten – Österreich angekommen. Die Ferienwohnung „Appartement Troadkasten“ haben wir sehr schnell gefunden und waren begeistert von der liebevollen Einrichtung. Etwas müde von der Fahrt packten wir unsere Sachen aus und entschieden uns dann noch die Hockeysachen zu schnappen und an den Weißensee zu fahren. Wir zogen unsere Schlittschuhe an und stellten fest… Bei warmen Tauwetter ist das Eis nicht ganz so toll. Aber egal, es war trotzdem befahrbar und wir haben auch eine gute Stelle zum Hockey Spielen gefunden. Der Abend endete dann müde und geschafft im Gasthaus Josefs in Kötschach bei einem zünftigen Abendbrot.

Eislaufen auf dem Weißensee

Kein Winterurlaub ohne Schnee

Den zweiten Tag wollten wir etwas ruhiger angehen lassen. Wir wollten aber auf jeden Fall Schnee haben, was nicht ganz einfach ist, denn in den letzten Tagen ist hier in Österreich sehr viel Schnee weggetaut. Wir entschieden uns nach Nassfeld zu fahren. Dies ist ein großes Skigebiet auf 1500 bis 2000 Metern Höhe, welches garantiert Schnee hat. So war es dann auch. Wir fuhren mit dem Auto hoch auf über 1500 Meter direkt an die italienische Grenze. Und überall war Schnee. Wir hatten unsere dicken Winterstiefel geschnürt und stapften los. Ziel war eine Baude in mitten der Skipisten. Es führte uns ein verschneiter Wanderweg hoch zu einem Berghotel vorbei an einer kleinen Kirche. Mit dem einen Fuß in Österreich, mit dem Anderen in Italien. Wir nahmen auf der Terasse des Berghotels inmitten der Skipisten des Nassfeldes eine kleine Stärkung zu uns und dann ging es auch wieder abwärts.

Aussicht im Nassfeld
Schneewandern im Nassfeld

Im Tal angekommen bereiteten wir schon die kommenden drei Tage vor. Es soll auf die Skipiste gehen. Dazu liehen wir Skischuh und Ski aus und kauften auch schon Skipässe für drei Tage. Außerdem buchten wir für den ersten Tag einen Skilehrer für uns zusammen. Alles war geplant. Am Abend ging es dann noch in Kötschach zum Kirchenwirt Engl zum Abendesse, ehe wir müde ins Bett vielen.

Skialpines Fahrverhalten mit Nino

Ganz früh am Morgen klingelte der Wecker. Gegen 7 Uhr gab es Frühstück und das im Urlaub. Aber… wir hatten zu 9 Uhr den Skikurs für zwei Stunden gebucht. Und bis rauf auf den Berg, mussten wir etwas Zeit einplanen. Kurz nach 8 Uhr standen wir in komplettem Skioutfit an der Seilbahn. Diese brachten uns hinauf zum Nassfeld und so trafen wir pünktlich auf Nino unseren Skilehrer. Er fragte erstmal, was wir denn so können. Naja, oft standen wir noch nicht auf diesen Dingern unter den Füßen, aber Nino hatte unser aller Talent sofort erkannt. Haha… Nach einigen Übungen auf der Anfängerstrecke war für Nino ganz klar – Jetzt gehen wir auf die Piste. Für uns war das noch nicht so klar. Aber dort angekommen funktionierte es doch recht gut. Mit den Worten: „Wir achten auf Skialpines Fahrverhalten“ startet Nino die Abfahrt. Am Sessellift angekommen fuhren wir auch gleich mit Nino ganz rauf auf 1800 Meter Höhe und dann ging es schon wieder herunter. Es hat uns großen Spaß gemacht, doch Nino musste nach 2 sehr lehrreichen Stunden wieder weiter. Wir fuhren noch einige Abfahrten hinunter, bevor es in einer Baude ein Skiwasser, Kaiserschmarrn und Kässpatzen zur Stärkung gab. Das schöne Wetter am Nachmittag nutzen wir dann für weitere schöne Stunden auf der Piste bis wir erschöft mit der Seilbahn wieder ins Tal fuhren.

360 – Skilehrer Nino

An diesem Abend wollten wir mal nicht essen gehen. Wir haben unterwegs noch etwas eingekauft und dann gab es in unseren zauberhaften Ferienwohnung für uns Abendessen. Müde und geschafft vielen wir ins Bett.

Regenschauer und Bennis Mutprobe

Als wir am Dienstag Morgen die Augen aufmachten und aus dem Fenster schauten, sahen wir Regen. Ganz viel Regen. Wir wollten doch auf die Skipiste… Nach einem entspannten Frühstück brachen wir auf. Der Regen wurde immer stärker und unser Glauben an einen schönen Ski-Tag schwand. An der Seilbahn angekommen setzten wir uns erstmal für einen Kaffee und einen Kakao in die Skihütte. Wir warteten den Regen ab und nach 30 Minuten hörte dieser auch auf. Also Skisachen geschnappt und rauf auf den Berg. Nino schrieb uns über Instagram: „Heroben schneit es“. Wir waren also wieder guter Dinge auf einen genialen Skitag. Übrigens hatten wir heute nochmal eine Stunde mit dem Skilehrer Nino gebucht, da er echt total entspannt mit uns war und immer einen guten Rat für jeden von uns hatte. Also ging es wieder die Berge rauf und wieder runter immer mit Ninos Satz: „Wir achten auch Skialpines Fahrverhalten“. Nach einer Stunde hat uns Nino wieder einige schöne Pisten gezeigt. Doch dann war die Stunde auch schon wieder vorbei und wir verabschiedeten uns von ihm.

Ninos Rat ist gefragt
Auf der Piste

Für uns ging es wieder rauf auf den Berg. Wir sind diesmal eine anderen Sessellift hinauf gefahren. Oben angekommen blies ein starker Wind über den Berg. Kleine Eisstücke von der Piste flogen wie Hagelkörner direkt in unsere Gesichter. Das war weniger angenehm. Für Ben war diese Situation schon etwas beängstigend. Aber wir haben ihn komplett in seine Jacke verpackt und dann ging es vorsichtig die vereiste Piste hinab. Ziel war das Berghotel auf der Hälfte der Piste. Dieses haben wir dann auch wohlbehalten erreicht und dabei schien auch die Sonne. Nach einer zünftigen Stärkung ging es weiter hinab. An einer sehr steilen Stelle angekommen erinnerten wir uns an die Worte von Nino: „Wenn der Berg zu steil ist, einfach seitlich runter rutschen“. Doch für Ben war dies nicht so einfach. Ben, unser Kleinster musste sich da sehr überwinden und ihn verließ dann doch der Mut. Ablenkung von dem steilen Abhang brachten ein paar Matheaufgaben von Papa: „5+1“ „7+8“ usw. So wurde auch diese Piste bezwungen. Den Nachmittag verbrachten wir dann auf etwas entspannteren Pisten. bevor es wieder mit der Seilbahn hinab ins Tal ging. Der Tag endete heute wieder einmal in einem österreichischen Dorf-Restaurant.

Ohne Sicht im Schneetreiben

Heute war kein Regen am Morgen zu sehen, dafür dichte dicke Wolken. Wir machten uns direkt nach dem Frühstück wieder auf zum Skigebiet Nassfeld, denn so ein Skipass ist nicht ganz günstig und der will abgefahren werden. Wir also wieder mit der Gondel rauf auf den Berg und es erwartete uns eine trübe Sicht und wildes Schneetreiben bei Temperaturen unter null Grad. Egal und rauf auf die Ski. Melanie und Ben blieben erstmal beim Übungshang, denn die beiden fühlten sich bei dem Wetter nicht ganz sicher. Flo und Thomas zog es wieder auf die Pisten. Hier gab es noch viele neue zu entdecken.

Die Abfahrt

Der Schnee ließ gegen Mittag etwas nach und wir hatten eine schöne entspannte Piste gefunden, die uns direkt nach Italien bringen sollte. Wir holten Melanie und Ben ab und rauf ging es zur Bergstation. Und dann die entspannt Piste hinab nach Italien. Wir wollten Pizza zum Mittag. Den Nachmittag verbrachten wir wieder auf den Brettern im Schnee und rutschen die Berge hinab, bis die letzte Gondel ins Tal fuhr. Melanie war schon etwas nervös, aber wir haben alles geschafft.

Skifahren bei Schneetreiben
Österreich – Italien

Am Abend hatten wir uns das Restaurant Grünwald in Dellach herausgesucht. Sehr zu empfehlen. Wir wurden freundlich empfangen und das Essen war sehr lecker.

Pondhock auf dem Weißensee

Unser letzter Tag in Österreich sollte uns nochmal wunderschönes Wetter bescheren. Es war strahlend blauer Himmel und wir packten unsere Hockeysachen und fuhren zum Weißensee. Das Eis war heute viel besser als am ersten Tag, denn die Temperaturen waren unter null Grad und sollten auch nur auf ein bis zwei Grad am Nachmittag steigen.

Also Schlittschuhe an, Schläger und Puck geschnappt und rauf auf den See. Wir haben auch direkt das Hockeyfeld direkt am Kiosk angepeilt. Über den Tag fanden sich auch immer wieder Hockeyverrückte die mit uns eine Runde knödelten. Nur eine kurze Pause von 20 Minuten, die gerade für ein Skiwasser und ein Apfelstrudel vom Kiosk reichte, unterbrach das Hockeyvergnügen. Wir waren bis nach fünf Uhr am zocken und so über 6 Stunden auf dem Eis. Melanie ist immer mal wieder eine große Runde gefahren, welche 4,4 km lang war und hat sich auch mal zwischendurch mit einem Glühwein vergnügt.

Ponhockey auf dem Weißensee
Weißensee – Fravely Familie

Ein wundervoller Tag bei schönstem Wetter endete und damit auch unser Urlaub hier in Österreich.

Am Freitag ging es dann wieder zurück Richtung Deutschland. Auch diesmal hielten wir wieder zum Frühstück in Kitzbühl und entdeckten das Schatzi, ein kleines liebevoll geführtes Café. Dort stärkten wir uns, bevor es schließlich weiter ging.

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