Aktivurlaub in St. Johann in Tirol

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In den letzten Jahren führte es uns immer wieder in die Berge. Sei es im Winter zum Skifahren, oder im Sommer auf unserem Weg ans Mittelmeer. Unser Nachbarland Österreich war eigentlich immer unser Anlaufpunkt. Auch in diesem Jahr sollte Österreich auf unserem Summer Roadtrip 2020 eine Station sein. So wurde die erste Station dieses mal Tirol, genauer gesagt St. Johann.

Die Fahrt In die Berge

Wir starteten gegen drei Uhr am Morgen in Berlin. Wir planten ca. sieben Stunden Fahrtzeit ein. Mit der ein oder anderen kurzen Zwangspause menschlicher Natur landeten wir kurz nach 10 Uhr in St. Johann. Dort gibt es eine sehr schönen kleinen Marktplatz auf dem Freitags immer ein kleiner Wochenmarkt stattfindet. Das passte uns sehr gut, denn es war ja Freitag!

Wir suchten uns ein leckeres Frühstück und nach einem kleinen Abstecher auf dem Markt fuhren wir in unser Hotel. Im Furtherwirt hatten wir vier ein großes Hotelzimmer mit zwei Schlafzimmern. Das Hotel ist ein Familienhotel mit Pferden, Kühen, Katzen und hatte jede Menge Freizeitaktivitäten für Eltern und Kids zu bieten. Wir fühlten uns sehr gut aufgehoben. Aber wir wollten erstmal auf die Berge, denn es war wunderbares Wetter.

Hotel Furtherwirt

Bergauf mit der Seilbahn St. Johann

Mit der Seilbahn starteten wir unsere kleine Bergwanderung gegen Mittag. Natürlich mussten wir gleich zur Bergstation ganz oben fahren. Hey für uns Stadtmenschen ist es großartig Seilbahn zu fahren. Dort oben angekommen sahen die Jungs einen kleinen Spielplatz und ein alten Traktor an der Harschbichlhütte. „Aber nur kurz Jungs!“ War unsere Aussage. Wir wollten ja noch etwas weiter. Nach ein paar Minuten starteten wir unsere Wanderung.

Traktor auf der Harschbichlalm

Heute war keine große Wanderung geplant, denn es sollte am späten Nachmittag noch ein Gewitter aufziehen. Etwas mehr als eine Stunde wanderten wir Richtung Gipfel vom Kitzbühler Horn. Nach ganz oben haben wir es nicht geschafft. Da fehlte noch der ein oder andere Meter. Wir hatten trotzdem einen herrlichen Blick über St. Johann und die Alpen. Hinab ging es etwas schneller und nach einem schnellen Skiwasser in der Harschbichlhütte fuhr uns die Seilbahn wieder gen Tal. Unterwegs platzen auch auf einmal die Wolken und es regnete. Also schnell zurück zum Hotel. Es war auch schon Abendbrotzeit. Der erste Tag endete müde und geschafft, denn er startete ja auch sehr früh.

Blick über St. Johann
Das Kitzbühler Horn

Es Regnet – Was nun?

Bereits am Abend des Vortages regnete es in Strömen und so machte das Wetter am zweiten Tag auch weiter. Wir hatten für heute eigentlich einen Mountainbike-Tour geplant. Hmmm… Was nun?

Wir entschieden uns nach dem Frühstück zuerst in die Schaukäserei Wilder Käser zu fahren. Es war alles sehr liebevoll eingerichtet. Mit einem Raum mit Ausstellungsstücken und Blick in die Käserei sowie einigen interaktiven Videos und einem kleinen Hofladen, war die Käserei auch recht schnell besichtigt. Der Regen ließ noch immer nicht nach.

Schaukäserei Wilder Käser

Wir sind doch nicht aus Zucker!

Wir entschieden, dass wir nicht aus Zucker sind, schnappten uns unsere Regenklamotten und fuhren zum Fahrradverleih. Unsere bestellten Räder waren schnell bei Intersport Patrick in St. Johann am Start und wir fuhren im Regen Richtung Seilbahnstation. Dort hatten wir am Vortag einige schöne Wege und einen X-Trail-Strecke von der Seilbahngondel aus gesehen.

Mit dem E-Mountainbike unterwegs

Es ging also mehrere Kilometer steil bergauf. Der Regen war am Berg eigentlich recht angenehm und trotz E-Mountainbike unterm Popo schwitzten wir ordentlich. Wir schafften es bis zur mittleren Bergstation, wo wir ein kleines Picknick mit dem Käse aus der Käserei machten. Dann ging es wieder nach unten. Unser nächstes Ziel war der Schlossbergsee knapp unterhalb der mittleren Bergstation.

Am Schlossbergsee

Über felsige und vom Regen ausgespülte Wege fuhren wir abwärts bis uns umgestürzte Bäume den Weg versperrten. Kurzerhand wurden die Bikes drüber gehoben und weiter ging es bis zum Schlossbergsee. Das Wasser im See war recht warm, aber Baden ist hier verboten. Wir fuhren weiter und kamen zur Hirschbichltrail-Strecke, die eigentlich an der mittleren Bergstation startete, aber immer wieder den Weg kreuzte. Ein kleines Stück versuchten wir alle unser Können. Ben und Mama entschieden sich dann aber für den normalen Weg. Flo und Papa stürzten sich weiter die Hirschbichltrail hinunter, was sehr viel Spaß machte, trotz des nassen Wetters.

E-Mountainbike im Regen

Unten im Tal wieder angekommen, waren wir dann doch recht nass und entschieden uns, nach mehr als vier Stunde radeln zurück zu fahren. In unserem Hotel FurtherWirt wartete dann der Pool und die Sauna auf uns. Das war auch sehr entspannend und so endete der Tag für uns.

Mountain Cart – Was für ein Spaß

Wir starteten den Tag wieder mit einem sehr ausgiebigen Frühstück in unserem Hotel. Wir brauchten auch die Stärkung, denn wir hatten heute viel vor.

Am Kitzbühler Horn

Wir fuhren wieder zur Seilbahnstation und dann ging es wieder bergauf. Ganz oben an der zweiten Station angekommen wanderten wir nochmal knapp zwei Stunden und genossen die Aussicht über St. Johann. Dann fuhren wir wieder hinunter zur mittleren Station. Dort standen Mountaincarts bereit. Diese waren kleine dreirädrige Flitzer, mit denen man bergab rasen konnte. Und rasen nehmen wir da wörtlich. Die knapp fünf Kilometer lange Strecke legten wir in ungefähr zehn Minuten zurück. Der Clou an den Dingern… man hat zwei Bremsen und bremst damit jeweils ein Hinterrad. Also konnte man super um die Kurven driften.

Mountain Cart

Melanie und Flo hatten eigene Mountaincarts. Thomas und Ben fuhren zusammen. Kinder ab 12 Jahre dürfen alleine fahren… OK, wir haben bei Flo etwas gemogelt, aber er ist auch schon über 1,50 m groß, was die Mindestgröße für Fahrer/innen ist. Wir hatten so einen Spaß, dass wir direkt nochmal hoch mussten und die Strecke ein zweites Mal zurück gelegt haben. Das ganze kostet für eine Familie mit zwei Kids um die 80 Euro inkl. Seilbahntickets.

Die Grießbachklamm

Wieder unten angekommen, fuhren wir mit unserem Auto zur Grießbachklamm, welche nordöstlich von St. Johann liegt. Ein kleiner Weg führt vom Parkplatz den Grießbach entlang. Dann öffnete sich die Klamm und die Berge streckten sich rechts und links vom Fluß nach oben. Dieser schlängelt sich an Felsen vorbei. Hier kann man wunderbar rechts oder links die Klamm hinauf laufen. Dabei geht es zu Fuß über Wege, Steine, Holzstege und Hängebrücken. Für die Kinder ein großartiges Abenteuer und für uns Erwachsenen einfach nur beeindruckend.

Griessbachklamm Steg
Griessbachklamm

Schleierwasserfall – sehr beeindruckend

Das war aber noch nicht alles für den Tag. Nach der Klamm ging es mit dem Auto durch St. Johann hindurch zum nordwestlich gelegenen Schleierwasserfall. Den erreicht man aber nicht mit dem Auto! Etwa vier Kilometer vor dem Wasserfall gibt es einen Parkplatz im Wald. Dann geht es zu Fuß die Wanderwege hinauf. Dabei gibt es mehrere Ruten zur Auswahl. Wir haben uns für die kürzeste aber auch die schwerste entschieden. Es ging hinauf über Wanderwege und viele Baumwurzeln. Dann auf einmal hörte man den Schleierwasserfall. Und dann haben wir ihn auch schon direkt über uns gesehen. Über 60 Meter fällt das Wasser hinunter. Wir stiegen direkt hinter den Wasserfall. Dort war eine Felswand in der richtige Kletterer gesichert mit Seilen die Wand hinauf zu steigen. Uns interessierte aber viel mehr der fantastische Wasserfall. Noch ein paar Bilder gemacht und dann ging es wieder zurück zum Auto.

Wandern zum Schleierwasserfall
Berg Panorama
Schleierwasserfall
Unter dem Sleierwasserfall

Der Tag war sehr voll und wir nutzten zur Entspannung nochmal den Pool und die Sauna in unserem Hotel Furtherwirt. Denn das war unser letzter Tag in St. Johann. Wir hatten eine super schöne Zeit hier in den Bergen. Wir haben viel erlebt und gesehen. Die Natur bietet so viel für jeden – schaut es euch selbst an!

Wir kommen sehr gerne wieder, dann vielleicht mal im Winter zum Ski fahren.

Wenn ihr Infos sucht zur Region um St. Johann, dann findet ihr diese hier: https://www.kitzbueheler-alpen.com/de/stjo/region-st-johann-in-tirol.html

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2 Gedanken zu „Aktivurlaub in St. Johann in Tirol“

  1. Whow, was für beeindruckende Bilder! Und was für ein tolles Video!! Alter Falter…

    Ich durfte auch schon einen Urlaub in St. Johann verbringen (Weitwandern auf dem Koasa Trail) und in Gedanken war ich eben wieder dort… Aber ich sehe schon: ich muss unbedingt noch mal dorthin. Erstens muss ich auch unbedingt mal auf die Rodelbahn und aufs Mountainbike – und zweitens brauche ich unbedingt so ein geiles technisches Equipment. Ich komme mir mit meiner GoPro gerade richtig analog vor… 🙂

    Danke für Deinen Bericht und fürs virtuelle Mitnehmen nach Tirol!

    Antworten
    • Vielen lieben Dank für den tollen Kommentar. Es freut uns, dass wir dich in Erinnerungen zurück versetzen konnten. Und ja, auf jeden Fall kann man in St. Johann sehr viel erleben. Wir kommen ganz sicher auch nochmal wieder. Dann vielleicht im Winter.

      Antworten

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