La Leona Wasserfall in Costa Rica: Ein echtes Abenteuer durch den Fluss und die Schlucht

Manchmal beginnt ein Abenteuer schon lange bevor man das eigentliche Ziel erreicht. Genau so war es bei unserem Ausflug zum La-Leona-Wasserfall in Costa Rica. Was zunächst nach einem schönen Ausflug in die Natur klang, wurde schnell zu einem Erlebnis, mit dem wir als Familie so nicht gerechnet hatten.

Auf unserem Roadtrip durch Costa Rica waren wir 3,5 Wochen unterwegs und haben wirklich richtig viele Abenteuer erlebt. Der La Leona Wasserfall gehört aber zu einem der coolsten Abenteuer. Das sagen nicht nur wir Kids, sondern auch unsere Eltern.

Die Tour haben wir mit einem Guide gemacht, was auch nicht anders möglich ist. Wir würden diese ab einem Alter von etwa 10 Jahren empfehlen. Man sollte gut schwimmen können und wirklich Lust auf Abenteuer haben. Das traf auf uns alles zu, also konnte es los gehen zum La Leona Wasserfall.

🥾 Tour-Info: La-Leona-Wasserfall

📍 Region: Curubandé, Guanacaste, Costa Rica
🧑 Guide: Ja, ist erforderlich (Finca Curubanda)
💧 Highlight: Wasserfall mit türkisblauem Naturbecken
⏱️ Dauer: ca. 2-3 Stunden*
📏 Strecke: ca. 3,5 km*
🌊 Besonderheit: Flussquerungen, Klettern und Schwimmen
🥾 Schwierigkeit: mittel
👨‍👩‍👦 Familie: mit größeren Kindern gut machbar
👟 Schuhe: Badeschuhe oder Schuhe, die nass werden dürfen
🚙 Anfahrt: 4×4 bzw. Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit empfohlen
📅 Beste Zeit: Trockenzeit Dezember–April
💰 Eintritt: ca. 5.000 ₡ pro Person*
⚠️ Wichtig: Schwimmen im Fluss und sicherer Umgang mit Wasser erforderlich

*Die Angaben können je nach Anbieter und Tourroute variieren. Die offizielle Tourismusinformation Costa Ricas nennt rund 4 km Gesamtstrecke und weist ausdrücklich auf Flussquerungen sowie einen kurzen Schwimmabschnitt hin.

Start ins Abenteuer mit Finca Curubanda

Unser Abenteuer zum La Leona Wasserfall begann ganz entspannt an unserem Hotel, dem Hotel Hacienda Guachipelín. Von dort aus war es mit dem Auto nur etwa zehn Minuten bis zu Finca Curubanda.

Dort angekommen, wurden wir unglaublich herzlich mit einer ordentlichen Portion „Pura Vida“ begrüßt. Schnell war klar: Hier geht es nicht um eine große, durchorganisierte Touristenattraktion, sondern um ein echtes Abenteuer mitten in der Natur mit einem kleinen Touranbieter.

Nach einer kurzen Begrüßung lernten wir auch unseren Guide kennen. Seinen richtigen Namen wissen wir leider nicht mehr, denn alle nannten ihn nur „Pollo Loco“. Und ehrlich gesagt passte der Name ziemlich gut – ein bisschen verrückt war er tatsächlich.

Wir haben aber später gerade an den kniffligen Stellen gesehen, dass hinter dem lustigen Typen ein sehr erfahrener und aufmerksamer Guide steckte. Wir konnten uns also ganz entspannt auf das bevorstehende Abenteuer einlassen.

Mit dem Pickup zum Start der La Leona Tour

Bevor es richtig losging, wurden wir noch gefragt, ob wir eine Schwimmweste haben möchten. Wir haben uns dafür entschieden – zum einen natürlich aus Sicherheitsgründen, zum anderen wussten wir nicht, was auf uns zukommt. Außerdem war es so etwas entspannter mit Kameras in der Hand.

Dann ging es los: Wir stiegen hinten auf einen Pickup-Truck und durften sogar während der Fahrt hinten auf der Ladefläche stehen. Schon diese kurze Fahrt war für uns ein kleines Abenteuer. Statt einfach zu einem Wanderweg gefahren zu werden, holperten wir mitten durch die Landschaft und konnten uns schon einmal auf das einstimmen, was vor uns lag.

Mit dem Pickup zum La Leona Wasserfall
Mit dem Pickup zum La Leona Wasserfall

Nach ungefähr zehn Minuten war Schluss mit der Fahrt. Ab hier ging es zu Fuß weiter – zunächst durch den Wald und immer weiter in Richtung Río Blanco. Noch ahnten wir nicht, dass wir schon bald nasse Füße bekommen würden.

Durch den Río Blanco zum La Leona Wasserfall

Nach ungefähr 20 Minuten durch den Wald erreichten wir schließlich den Río Blanco. Und ab hier wurde aus einer Wanderung endgültig ein Abenteuer. Mal ging es über Felsen im Fluss entlang oder wir liefen durch kniehohes Wasser. Und dann gab es immer wieder Stellen, an denen wir schwimmen mussten. Langweilig wurde es jedenfalls nicht!

Der Río Blanco ist dabei unglaublich abwechslungsreich. Die Landschaft wirkte an manchen Stellen fast etwas karg, was vermutlich mit dem leicht schwefelhaltigen Wasser zusammenhängt. Dadurch wachsen dort deutlich weniger Bäume und Pflanzen als in anderen Teilen des Regenwaldes und wir mussten uns keine Sorgen um Krokodile oder Schlangen im Wasser machen.

An den etwas schwierigeren Stellen war unser Guide Pollo Loco immer zur Hilfe bereit. Wenn die Steine rutschig waren oder das Wasser plötzlich einen kleinen Absatz hinunterging, zeigte er uns genau, wo wir hintreten konnten und half uns, sicher weiterzukommen. Und so ging es immer weiter durch das Wasser, über die Felsen und hinein in die Schlucht. Wir wussten zwar, dass am Ende ein Wasserfall auf uns wartete, aber mit so einem coolen Weg haben wir nicht gerechnet.

La Leona Wasserfall: Plötzlich liegt der Wasserfall vor uns

Und dann war es plötzlich so weit: Wir erreichten ein gespanntes Seil. Dieses zogen wir uns etwa 10 bis 15 Meter durch das Wasser in eine Höhle hinein. Nach all den Felsen, Wasserpassagen und der kleinen Kletterei öffnete sich vor uns die Schlucht – und da war er: La Leona.

Der Wasserfall liegt versteckt zwischen den Felsen und stürzt in ein unglaublich schönes, türkisblaues Becken. Nach dem abwechslungsreichen Weg dorthin war dieser Anblick einfach nur atemberaubend.

Was den Moment für uns noch besonderer machte: Wir waren komplett alleine. Da wir erst gegen 15 Uhr starteten, war außer uns niemand mehr dort. Kein Trubel, keine anderen Gruppen und keine Menschen, die sich mit uns um den besten Platz für ein Foto stritten – einfach nur wir, der Wasserfall und die Schlucht.

Wir wollten schließlich ausprobieren, wie nah wir an den Wasserfall herankommen. Das war allerdings gar nicht so einfach, denn die Strömung war ordentlich stark. Mit genügend Kraft hätte man zwar bis an den Rand des Wasserfalls schwimmen können, aber wir haben es lieber nicht übertrieben.

Der La Leona Wasserfall in Costa Rica
Der La Leona Wasserfall in Costa Rica

Natürliche Wasserrutsche und kleiner Wasserfall auf dem Rückweg

Irgendwann hieß es dann aber doch: Zeit für den Rückweg. Und der war zum Glück nicht einfach nur der gleiche Weg zurück. Stattdessen führte uns Pollo Loco noch einmal durch das Wasser und zeigte uns einen kleineren Wasserfall, von dem wir hinunterspringen konnten.

Und als wäre das noch nicht genug, wartete anschließend noch eine ganz natürliche Wasserrutsche auf uns: eine glatte Felsrinne, die direkt vom Wasser geformt worden war. Also hieß es hinsetzen, losrutschen und hoffen, dass man unten auch wieder richtig im Wasser landet. Aber es war dann doch überraschend tief und den blauen Fleck am Po war es wert.

Melanie springt vom Felsen am La Leona Wasserfall
Melanie springt vom Felsen am La Leona Wasserfall

Insgesamt waren wir etwas mehr als zwei Stunden unterwegs. Die eigentliche Strecke war rund 3,5 Kilometer lang, wobei ein Teil davon natürlich durch das Wasser führte. Nach diesem letzten kleinen Abenteuer ging es wieder mit dem Pickup zurück zur Finca.

Dort waren wir tatsächlich die letzten Gäste. Es wurde schon langsam alles zusammengeräumt und geschlossen. Trotzdem wurden wir überhaupt nicht gedrängt und konnten die Tour ganz entspannt ausklingen lassen, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück zu unserem Hotel machten.

Unser Fazit: La Leona mit der Finca Curubanda

Unser Ausflug zum La-Leona-Wasserfall mit der Finca Curubanda war für uns ein richtig tolles Abenteuer. Die Tour ist abwechslungsreich, macht unglaublich viel Spaß und ist dabei gar nicht so schwierig, wie man vielleicht zunächst denkt.

Auch als Familie würden wir die Tour jederzeit wieder machen. Es war eines der coolsten Abenteuer in Costa Rica. Man sollte natürlich Spaß daran haben, durch Wasser zu laufen, über Felsen zu klettern und zwischendurch auch einmal schwimmen zu müssen. Große Wandererfahrung braucht es unserer Meinung nach aber nicht. Die rund 3,5 Kilometer lange Strecke ist für die meisten gut machbar.

Flo hangelt am Seil durch das Wasser zum La Leona Wasserfall
Flo hangelt am Seil durch das Wasser zum La Leona Wasserfall

Wichtig ist vor allem die richtige Kleidung: Am besten zieht ihr Sachen an, in denen ihr gut laufen könnt und die problemlos komplett nass werden dürfen. Wir waren sogar einfach mit ganz normalen Badeschuhen unterwegs – spezielle Wanderschuhe braucht es für diese Tour also nicht unbedingt.

Wir sagen: Wenn ihr in Costa Rica unterwegs seid und Lust auf ein echtes kleines Abenteuer habt, ist die Tour zum La Leona Wasserfall mit der Finca Curubanda definitiv eine Empfehlung von uns und ein echter Geheimtipp. 

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